| Logo | ||
- bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Heimtrikot | Auswärtstrikot |
| Spitzname | ||
|---|---|---|
| ''Biało-czerwoni | ||
| Verband | ||
| ''Polski Zwiazek Pilki Noznej | ||
| Trainer | ||
| Leo Beenhakker, seit 2006 | ||
| Rekordspieler | ||
| Grzegorz Lato (100) | ||
| Rekordtorschütze | ||
| Włodzimierz Lubański (48) | ||
| Erstes Länderspiel | ||
| Ungarn 1:0 Polen (Budapest, Ungarn; 18. Dezember 1921) | ||
| Höchster Sieg | ||
| Polen 9:0 Norwegen (Stettin, Polen; 4. September 1963) | ||
| Höchste Niederlage | ||
| Dänemark 8:0 Polen (Kopenhagen, Dänemark; 26. Juni 1948) | ||
| Weltmeisterschaft | ||
| Endrundenteilnahmen: 7 (Erste: 1938) Bestes Ergebnis: Dritter Platz 1974, 1982 | ||
| Europameisterschaft | ||
| Endrundenteilnahmen: - (Erste: -) Bestes Ergebnis: - | ||
Der polnische Fußballverband (PZPN) wurde 1919 zeitnah zur Gründung der Polnischen Republik nach der Friedenskonferenz von Versailles gegründet. 1923 trat der Verband der FIFA bei und trägt seitdem offiziell Länderspiele aus. Polen nahm bisher siebenmal an Fußball-Weltmeisterschaften teil, wobei die erfolgreichste Zeit des polnischen Fußballs in 1970er Jahren war. 1972 erreichte sie ihren bisher größten Erfolg als die damalige Mannschaft Fußball-Olympiasieger bei den Sommerspielen in München wurde. Zwei Jahre später erreichte die Mannschaft bei der WM in Deutschland den dritten Platz, ein Ergebnis, das sie 1982 in Spanien wiederholen konnten. Zwei weitere Olympische Silbermedaillen kamen 1976 in Montreal und 1992 in Barcelona hinzu.
Weniger erfolgreich verliefen bisher die Qualifikationen zu Fußball-Europameisterschaften. Nicht ein einziges Mal, auch nicht während der goldenen Ära der 1970er Jahre, konnte sich ein polnisches Team qualifizieren.
| 1930 in Uruguay | nicht teilgenommen |
| 1934 in Italien | während der Qualifikation zurückgezogen |
| 1938 in Frankreich | Achtelfinale |
| 1950 in Brasilien | nicht teilgenommen |
| 1954 in der Schweiz | zurückgezogen |
| 1958 in Schweden | nicht qualifiziert |
| 1962 in Chile | nicht qualifiziert |
| 1966 in England | nicht qualifiziert |
| 1970 in Mexiko | nicht qualifiziert |
| 1974 in Deutschland | 3. Platz |
| 1978 in Argentinien | Zwischenrunde |
| 1982 in Spanien | 3. Platz |
| 1986 in Mexiko | Achtelfinale |
| 1990 in Italien | nicht qualifiziert |
| 1994 in den USA | nicht qualifiziert |
| 1998 in Frankreich | nicht qualifiziert |
| 2002 in Südkorea/Japan | Vorrunde |
| 2006 in Deutschland | Vorrunde |
Im Spiel um den dritten Platz gegen den Titelverteidiger Brasilien gewann Polen mit 1:0 durch ein Tor von Grzegorz Lato, der mit sieben Treffern auch Torschützenkönig des Turniers wurde.
Nach den Erfolgen der letzten Weltmeisterschaft und den letzten beiden Olympischen Spielen war der Erfolgsdruck aus der Heimat für die polnische Mannschaft enorm. Man erwartete eine Steigerung des Dritten Platzes von 1974. Dies war in Argentinien jedoch wesentlich schwieriger. Außerdem war die goldene Mannschaft auch einige Jahre älter geworden. Im Eröffnungsspiel gegen Weltmeister Deutschland war man zwar die bessere Mannschaft, kam aber über ein 0:0 nicht hinaus. Mit Siegen über Tunesien und Mexiko erreichte man als Gruppenerster die zweite Runde. Jedoch verlor man gegen Brasilien und Argentinien mit sehr viel Pech. Lediglich Peru konnte mit 1:0 besiegt werden.
Polen steckte 1982 daheim in einer schweren politischen Krise. Im Dezember 1981 war der Kriegszustand durch General Wojciech Jaruzelski ausgerufen und in der Heimat hegte man keine großen Hoffnungen als die Mannschaft nach Spanien aufbrach. Die ersten Gruppenspiele entsprachen dann auch dem Gemütszustand der gesamten Nation. Gegen Italien schien ein 0:0 zwar noch als Erfolg, doch das 0:0 gegen WM-Neuling Kamerun war eine Enttäuschung. Durch einen fulminanten 5:1 Sieg gegen Peru wurde man letztendlich Gruppensieger. Dieser Sieg wirkte wie ein Befreiungsschlag und in der zweiten Runde drehte die Mannschaft um ihren neuen Star Zbigniew Boniek dann erst richtig auf. Belgien wurde durch Boniek fast im Alleingang mit 3:0 geschlagen und gegen den Erzfeind Sowjetunion reichte ein 0:0 zum Einzug ins Halbfinale. Hier traf man erneut auf Italien, die jedoch ebenso wie Polen inzwischen aufgewacht waren und nach Siegen über Brasilien und Argentinien Polen nicht mehr als Hürde empfanden. So ging das Halbfinale mit 0:2 verloren. Im Spiel um den dritten Platz bezwangen sie dann Frankreich, das mit Michel Platini am Anfang einer großen Ära stand, mit 3:2. Platini und Boniek wurden später Klubkameraden bei Juventus Turin.
1986 war man in Polen überzeugt davon, dass mit Boniek, einem der europäischen Superstars, eine weitaus schlagkräftigere Truppe beisammen war als noch 1982. Die Ernüchterung erfolgte im ersten Gruppenspiel gegen Marokko. Mehr als ein 0:0 sprang nicht heraus. Ein neuer Modus, der auch Drittplatzierten erlaubte in die nächste Runde zu kommen, sorgte für die Entscheidung im zweiten Spiel. Durch einen 1:0 Sieg über Portugal war eine Vorentscheidung für die Qualifikation zum Achtelfinale gefallen. Die 0:3-Niederlage gegen England fiel nicht mehr ins Gewicht. Jedoch war die Reise im Achtelfinale durch eine deutliche 0:4-Niederlage gegen den Top-Favoriten Brasilien bereits beendet. Es sollte 16 Jahre dauern bis wieder eine polnische Nationalmannschaft zu einer Fußball-WM reisen durfte.
Nach souveräner Qualifikation war die Euphorie bei den polnischen Fans riesig, doch erste Probleme tauchten bereits im Vorfeld der WM auf, als die Mannschaft Diskussionen über Werbegelder und Prämien führte. Ein außersportlicher Skandal war der Auftritt des polnischen Popstars Edyta Górniak. Sie sang vor dem ersten Spiel die polnische Nationalhymne in eigentümlichen Popstil, was große Diskussionen in Polen hervorrief. Das Spiel gegen den Co-Gastgeber Südkorea ging mit einem Paukenschlag 0:2 (0:1) verloren. Nach der deutlichen 0:4 (0:1) Niederlage gegen Portugal war Polen dann bereits vorzeitig ausgeschieden, bei der die Mannschaft in der zweiten Halbzeit völlig eingebrochen ist. Der 3:1 (2:0) Sieg über die USA war hochverdient und hätte sogar höher ausfallen können, hatte aber nur noch statistischen Wert. In der Abschlußtabelle der Gruppe D gelegte Polen mit 3 Punkten und 3:7 Toren aus 3 Spielen den vierten und letzten Platz.
Polen war für die Weltmeisterschaft qualifiziert als einer der beiden besten Gruppenzweiten der acht europäischen Qualifikationsgruppen. Von den zehn Gruppenspielen wurden nur zwei verloren, beide gegen den späteren Gruppensieger England. Dies schürte große Hoffnungen bei den polnischen Fußballfans nach der Enttäuschung der letzten WM endlich wieder an große Zeiten anzuknüpfen. Jedoch zerstörte die 0:2-Niederlage im ersten Spiel gegen Ecuador sämtliche Hoffnungen auf eine erfolgreich WM. In einem Testspiel Monate vor der WM hatte Polen gegen Ecuador noch mit 3:0 gewonnen. Die 0:1-Niederlage im zweiten Spiel gegen den Gastgeber Deutschland bedeutete das endgültige aus für Polen, das dritte Spiel gegen die ebenfalls ausgeschiedenen Costaricaner konnte die polnische Mannschaft durch die Tore von Bartosz Bosacki mit 2:1 gewinnen und belegte am Ende hinter Deutschland und Ecuador den dritten Tabellenplatz.
| 1960 in Frankreich | nicht qualifiziert |
| 1964 in Spanien | nicht qualifiziert |
| 1968 in Italien | nicht qualifiziert |
| 1972 in Belgien | nicht qualifiziert |
| 1976 in Jugoslawien | nicht qualifiziert |
| 1980 in Italien | nicht qualifiziert |
| 1984 in Frankreich | nicht qualifiziert |
| 1988 in der BR Deutschland | nicht qualifiziert |
| 1992 in Schweden | nicht qualifiziert |
| 1996 in England | nicht qualifiziert |
| 2000 in Belgien und den Niederlanden | nicht qualifiziert |
| 2004 in Portugal | nicht qualifiziert |
Die zweite Finalrunde brachte dann eine Enttäuschung im ersten Spiel. Polen kam über ein 1:1 gegen Dänemark nicht hinaus, konnte dann jedoch im zweiten Spiel den großen Favoriten Sowjetunion mit 2:1 bezwingen. Im letzten Spiel gewann Polen dann mit 5:0 gegen Marokko und zog ins Finale ein. Im Finale bezwang Polen das Team der Ungarn mit 2:1. Kurz vor der Halbzeit waren die Ungarn durch Varadi mit 1:0 in Führung gegangen. Kazimierz Deyna brachte dann bereits in der 47. Minute mit dem Ausgleich die Wende und besorgte selbst den Siegtreffer in der 68. Minute. Der Olympiasieg von München 1972 war der erste große Erfolg in der Geschichte des polnischen Fußballs.
Der legendäre Trainer Kazimierz Górski saß bei diesem Turnier zum letzten Mal auf der polnischen Trainerbank. Als Olympiasieger von 1972 und WM-Dritter von 1974 war die polnische Mannschaft der Topfavorit auf den erneuten Gewinn der Goldmedaille. So war es natürlich keine Überraschung, dass die Mannschaft sich erneut bis ins Finale vorspielte. Doch diesmal war die DDR-Mannschaft von Trainer Georg Buschner die Stärkere. Die polnische Mannschaft trat wieder mit großer Spielkultur auf, doch hatte die Stürmer die Durchschlagskraft der letzten Jahre verlassen und die DDR gewann mit 3:1. Der Gewinn der Silbermedaille gehört dennoch zu den historischen großen Erfolgen des polnischen Fußballs.
Polen spielt in der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2008 in der Gruppe A. Qualifikationsspiele bis zum Jahresende:
| Name | Aktive Jahre | Länderspiele |
|---|---|---|
| Grzegorz Lato | 1971-84 | 100 |
| Kazimierz Deyna | 1968-78 | 97 |
| Władysław Żmuda | 1973-86 | 91 |
| Antoni Szymanowski | 1970-80 | 82 |
| Zbigniew Boniek | 1976-88 | 80 |
| Jacek Bąk | seit 1993 | 75 |
| Włodzimierz Lubański | 1963-80 | 75 |
| Tomasz Wałdoch | 1991-02 | 74 |
| Piotr Świerczewski | 1992-03 | 70 |
| Roman Kosecki | 1988-95 | 69 |
Die meisten Tore im Nationalteam
| Name | Aktive Jahre | Ländespiele (Tore) |
|---|---|---|
| Włodzimierz Lubański | 1963-80 | 75 (48) |
| Grzegorz Lato | 1971-84 | 100 (45) |
| Kazimierz Deyna | 1968-78 | 97 (41) |
| Ernest Pol | 1955-64 | 46 (39) |
| Andrzej Szarmach | 1972-82 | 62 (32) |
| Gerard Cieślik | 1947-58 | 45 (27) |
| Zbigniew Boniek | 1976-88 | 80 (24) |
| Ernest Wilimowski | 1934-39 | 22 (21) |
| Dariusz Dziekanowski | 1981-90 | 62 (20) |
| Roman Kosecki | 1988-95 | 69 (19) |
darunter 2 EM-Qualifikationsspiele:
-
10. Oktober 1971
Warschau
1:3 (1:1)
-
17. November 1971
Hamburg
0:0 (0:0)
darunter 3 Weltmeisterschaftsspiele:
-
3. Juli 1974
Frankfurt am Main
(Zwischenrunde bzw. 2. Finalrunde)
0:1 (0:0)
-
1. Juni 1978
Buenos Aires
(Vorrunde/Eröffnungsspiel)
0:0 (0:0)
-
14. Juni 2006
Dortmund
(Vorrunde)
0:1 (0:0)
darunter 2 WM-Qualifikationsspiele:
-
2. Mai 1981
Chorzow
1:0 (0:0)
-
10. Oktober 1981
Leipzig
3:2 (2:0)
darunter 2 WM-Qualifikationsspiele:
-
9. Oktober 2002
Wien
3:1 (1:1)
-
3. September 2005
Chorzow
3:2 (2:0)
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