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Poller_2.JPG | Poller.jpg) in einer Fußgängerzone]] Bus Poller.JPG In der Schifffahrt ist ein Poller ein kurzer Pfahl aus Metall oder Holz zum Festmachen eines Schiffes mit Festmacherleinen. Landseitig, am Kai oder an der Pier, sind Poller meist gegossene pilz- oder hakenförmige Poller 01 KMJ.jpg Metallkörper. Bordseitig sind Poller meist als Schweißkonstruktion ausgeführt, oben mit einer gegossenen oder geschweißten Verdickung versehen und paarweise vorhanden. Ein bordseitiger Doppelpoller dient nicht nur dazu, die Festmacherleine zu belegen (achtförmig herumzuwickeln), sondern kann auch als Bremse benutzt werden, um das Schiff mit der allerersten Festmacherleine (z.B. der Vorspring) vollständig abzubremsen. Hierzu wird sie mit nur wenigen Törns (Windungen) belegt, und mit dem losen Ende wird von Hand gefühlvoll nachgegeben, so dass die Festmacherleine rutscht anstatt zu brechen (reißen). Man bezeichnet dies als schricken.

Siehe auch: Klampe, Schiffsbefestiger


Im Straßenverkehr werden Pfeiler aus Metall oder Beton auf Gehwegen, Radwegen und in Fußgängerzonen als Poller bezeichnet, die das unrechtmäßige Durchfahren oder Parken von Kraftfahrzeugen verhindern sollen. Um eine temporäre Durchfahrt zu ermöglichen (z.B. für Feuerwehreinsätze), werden sog. Klapppoller oder Steckpoller eingesetzt, die sich mit einem Spezialschlüssel bedienen lassen. Eine besondere Form von Pollern sind die sog. Betonschweine, die auf Grund ihrer Form entfernt an ein Schwein erinnern. Diese sind eine zusätzliche Sitzmöglichkeit im öffentlichen Raum. Im westfälischen Raum werden diese Poller auch als Pömpel bezeichnet.

Es gibt auch automatisch versenkbare Poller, zum Beispiel um einen Fahrweg für Linienbusse regelmässig freizugeben, für den Individualverkehr aber zu sperren. Dabei sendet der Bus per Funk ein Signal an die Anlage woraufhin der Poller vollautomatisch Einfährt und die Ampel für den Bus grün gibt.

Poller aus Radfahrersicht:

In Radfahrerkreisen werden Poller teilweise sehr kritisch gesehen. Bei schlechtern Sichtverhältnissen besteht durch die Gefahr einer Kolission ein erhebliches Verletzungsrisiko. In Deutschland ist man auf Radwegen dazu übergegangen Poller durch signalfarbene Aufkleber besser zu kennzeichnen. In Frankreich wurden sie in einigen Gegenden nach Unfällen mit Todesfolge ganz demontiert. Die Schwierigkeit liegt darin grössere Fahrzeuge von den Wegen fernzuhalten ohne für Radfahrer gefährliche Situationen entstehen zu lassen.


Die Bewohner des Kölner Stadtteils Poll werden mitunter ebenfalls Poller genannt.

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