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Polieren glättet hartes Material wie Metall, Glas, Edelsteine und Halbedelsteine, blank und glänzend. Die Form der Oberflächentechnik erfolgt mit äußerst feinen Poliermitteln: wie Polierrotkuchen, Polierschiefer, Schlämmkreide, Zinnasche und Ceroxid. Die Mittel werden auf eine Tuch-, Filz-, Gummi, Pech- oder Lederscheibe aufgebracht, manchmal auch Politur, z.B. Möbelpolitur genannt.

Polieren zählt nicht zu den spanabhebenden Verarbeitungstechniken. Im Gegensatz zu diesen (Schleifen, Fräsen) ist beim Polieren das Poliermittel in der Regel weicher als das Werkstück.

Polieren bedeutet auch ,Gegenstände oder Flächen mit einem weichen Tuch oder einer weichen Bürste nach dem Reinigen, oft unter Zuhilfenahme chemischer Zusätze, abreiben, damit sie glänzen. Das betrifft zum Beispiel Holzfußböden oder Möbel, auch andere Hausgegenstände wie statistisch gesehen am häufigsten Lederschuhe mit Schuhcreme.

Metall


Die Bearbeitung erfolgt bei Metall meist maschinell mit rotierenden Polierscheiben aus Stoff, Filz oder Leder. Auf die Scheibe, dem sog. Poliermittelträger wird das eigentliche Poliermittel entweder als Emulsion oder einer sog. Festpaste aufgetragen. Das Poliermittel besteht aus verschiedenen Fetten, Ölen und dem eigentlichen Poliermittel. Meist ist dies Tonerde, Aluminiumoxyde, Chromtrioxyd oder ähnliches.

Elektrolytisches Polieren

Das elektrolytische Polieren erlaubt es, Teile aus nichtrostendem Stahl und Aluminiumlegierungen zu reinigen, entgraten und zum Glänzen zu bringen. Dabei wird das Metall in chemische Bäder eingetaucht (Elektrolyte) und einem Gleichstrom ausgesetzt.

Holz


Das Holz wird zunächst geschliffen und dann mit einem Lack überzogen. Nach dem Lackieren erfolgen mehrere Zwischenschliffe und ein erneutes Aufbringen von Lack, um ein Schließen der Poren und eine glatte Oberfläche zu erhalten. Am Ende dieses Vorganges erfolgt die eigentliche Politur mittels einer schnell rotierenden Schwabbelscheibe oder an der Langbandschleifmaschine mit Hilfe von einem sich rasch über die Oberfläche hinwegbewegenden Schwabbelbandes.

Wird für die Politur Schellack benutzt, spricht man auch von einer Schellackpolitur, die mit einem Ballen aufgetragen wird. Als Schleifmittel wird hier gerne Schachtelhalm oder Bimsmehl, der zusätzlich die Poren füllt, verwendet. Da der Umgang mit Schellack nicht einfach und sehr arbeitsintensiv ist, wird er nur noch bei der Restaurierung von alten Möbeln verwendet.

Eine weitere tradierte Methode ist die Ölpolitur. Sie wurde jedoch in der Möbelherstellung nur kurz angewandt. Deswegen und auch infolge falscher Restaurierungskonzepte sind nahezu keine Objekte mehr erhalten. Hierbei wird Leinöl als Überzug in mehreren Schichten und mit verschiedenen Schleifmitteln aufgetragen und so eine glatte Oberfläche erreicht.

Kunststoff


Kunststoffe wie Acrylglas werden meist mittels verschieden feiner Schmirgelpapiere und der anschließenden Behandlung mit sogenannter Polierpaste oder verschieden feiner Polierwachse poliert. Die einfachste und schnellste Methode, kleine Flächen zu polieren, wie z.B. Schnittkanten, ist das Entlangstreichen mit einer Acetylenflamme. Die Flamme sollte möglichst sauerstoffreich brennen, um Rußbildung zu vermeiden. Durch die Hitze schmilzt das Material oberflächlich und kühlt glattflächig wieder ab. Die Oberfläche ist poliert. Nachteil dieser Methode sind starke innere Spannungen im Material, die sich nach längerer Zeit als feine Risse bemerkbar machen können. Gefördert wird die Rissbildung durch spiritushaltige Reinigungsmittel.


Siehe auch

Zerspanen | Oberflächentechnik

polishing

 

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