article

Mit den Erlassen der Reichsregierung vom 8. März 1940, den so genannten Polenerlassen, schufen die Nationalsozialisten per Polizei-Verordnung ein Sonderrecht. Darin wurden polnische Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs diskriminierenden Vorschriften unterworfen. Die rassistisch begründete Vorstellung von einer Minderwertigkeit der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen aus Polen war ein herausstechendes Merkmal dieser Anordnungen.

Im Einzelnen mussten die polnischen Zwangsarbeiter ein „P" an ihrer Kleidung deutlich sichtbar befestigt haben. Sie erhielten geringere Löhne und weniger Verpflegung. Außerdem durften Sie den Aufenthaltsort nicht verlassen. Es bestand Ausgangssperre ab der Dämmerung. Der Besitz von Geld oder Wertgegenständen, Fahrrädern, Fotoapparaten oder Feuerzeuge war nicht erlaubt, ebenso der Besuch von Gaststätten oder Tanzveranstaltungen und sie durften die öffentlichen Verkehrmittel nicht benutzen. Besonders der Kontakt von Polen mit Deutschen war verboten, selbst der gemeinsame Kirchenbesuch. Bei Zuwiderhandlungen wurden die Zwangsarbeiter mit dem Arbeitserziehungslager bedroht oder mit dem Tode.

Die Geheime Staatspolizei war für die Verfolgung und Bestrafung von Verstößen zuständig. Dabei wurden Kriegsgefangene entgegen der Genfer Konvention verfolgt und in Arbeitserziehungslager oder sogar öffentlich von Mitarbeitern der Geheimen Staatspolizei gehängt.

Nach dem Angriff auf die Sowjetunion kamen im Ostarbeitererlass vom 20.02.1942 nach dem Vorbild der Polen-Erlasse noch schärfer gefasste Bestimmungen für sowjetische Kriegsgefangene (Ostarbeiter) und Deportierte hinzu. Zu den Erlasse wurden schriftliche Anordnungen an die lokalen Verwaltungs- und Polizeistellen sowie die Betriebsführer herausgegeben.

Quellen


Weblinks


http://www.zum.de/Faecher/Materialien/lehmann/dps/hintergrund/ideologische_grundlagen/pflichten_der_polen.jpg

Nationalsozialismus | Zwangsarbeit

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Polen-Erlasse".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld