| Polarfuchs | ||||||||||||
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| Alopex lagopus stretching.jpg | ||||||||||||
| : | Raubtiere (Carnivora) |
| : | Hundeartige (Canoidea) |
| : | Hunde (Canidae) |
| : | Echte Füchse (Vulpini) |
| : | Alopex |
| : | Polarfuchs |
Es gibt zwei Farbvarianten des Polarfuchses, die im Sommerfell einander ähneln, im Winterfell aber vollkommen unterschiedlich aussehen. Man nennt diese Farbschläge "Weißfuchs" und "Blaufuchs". Blaufüchse sind im Sommerfell grau mit bläulichem Schimmer; im Winter sind sie meistens hellgrau, manchmal aber auch schwarz oder stahlblau. Dagegen ist der Weißfuchs im Sommerfell hellbraun, im Winterfell aber rein weiß. Die blaue Morphe scheint dominant zu sein. Trotzdem setzen sich unter extremen Bedingungen die Weißfüchse durch; dies geschieht wahrscheinlich durch Auslese, weil die Blaufüchse in Schneelandschaften häufiger Raubtieren zum Opfer fallen.
Da der Winterpelz zu etwa 70 Prozent aus Unterwolle besteht, sind seine wärmeisolierenden Eigenschaften besonders günstig. In Experimenten hat man festgestellt, dass der Polarfuchs Temperaturen bis zu -80°C überleben kann.
Polarfüchse legen einen Bau in einem Lehm- oder Sandhügel an. Ist dies wegen Dauerfrost nicht möglich, begnügen sie sich mit einer Felsspalte. Große Fuchsbaue haben bis zu acht Eingänge und werden seit Generationen genutzt. Bewohnt werden sie von einem losen Familienverband: einem Männchen, zwei Weibchen und den Jungen. Eines der Weibchen entstammt dem Wurf des Vorjahrs und hilft bei der Jungenaufzucht, ohne selbst zu werfen. Polarfüchse sind monogam und bleiben ein Leben lang als Paar zusammen.
Die Familienverbände haben ein erstaunlich großes Revier mit einer Fläche von 8 bis 60 km². Die Anzahl der neugeborenen Jungfüchse hängt stark vom Nahrungsangebot ab. In Jahren mit reichlich Nahrung gebiert das Weibchen bis zu 25 Jungen pro Jahr. In durchschnittlichen Jahren sind es dagegen meist 3 bis 6 Jungtiere. Die Paarung findet im März oder April statt und etwa 50 Tage später werden die Jungtiere geboren. Nach etwa 12 Wochen verlassen diese zeitweilig den Bau für kleine Erkundungstouren in die nähere Umgebung.
Viele Polarfüchse leiden an Scabies und sterben an den Folgekrankheiten. Bei Populationen in der hohen Arktis ist auch die Tollwut recht weit verbreitet. Er ist ein Endwirt für den Fuchsbandwurm.
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