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Polare Atombindungen sind chemische Bindungen, bei denen die beteiligten Atome infolge ihrer unterschiedlichen Elektronegativität Teilladungen tragen.

Das Atom mit dem größeren EN-Wert(Elektronegativitätswert) zieht die bindenden Elektronen stärker zu sich heran als das Atom mit dem kleineren EN-Wert. Dadurch wird die Ladungsverteilung entlang der Atombindung unsymmetrisch. Das Atom des stärker elektronegativen Elements erhält eine negative Teilladung, das Atom des schwächer elektronegativen Elements eine positive Teilladung. Diese Teilladungen sind kleiner als die Ladungen von Ionen. Die polare Atombindung stellt einen Übergang von der reinen Atombindung zur Ionenbindung dar.

Polare_atombindung.png

Die Polare Atombindung tritt auf, wenn die an einem Molekül beteiligten Atome eine delta-EN zwischen 0,5 und 1,7 haben. Diese Werte sollte man aber als Richtwerte ansehen, da es Grenzfälle gibt. Zum einen der Grenzfall zum Ion, das Aluminiumchlorid welches mit der delta-EN von 1,5 ein Molekül sein sollte, aber in Wasser als Ion nachweisbar ist.

Vorsicht ist bei Molekülen mit symmetrischen Aufbau geboten. Es kann vorkommen, dass ein Molekül, welches polare Atombindungen aufweist nach außenhin als elektrisch neutral erscheint. Dies kommt dadurch zustande, dass es durch den symmetrischen Aufbau zu einer Überlappung des positiven und negativen Ladungsschwerpunktes kommt. Dies ist zum Beispiel bei dem Kohlenstoffdioxid der Fall. Hier beträgt die delta-EN 1,0, aber weil es einen linearen Aufbau hat überlappen die Ladungschwerpunkte und das Molekül ist elektrisch neutral. Erkennbar ist das an dem niedrigen Siedepunkt.

Unpolare_atombindung.png

Unpolare Atombindungen kommen nur zustande, wenn sich zwei Atome gleicher Elektronegativität miteinander verbinden. Dies ist stets bei Bindungen zwischen Atomen des gleichen Elements der Fall. Die C-H-Bindung ist nur sehr schwach polarisiert, deshalb weisen die Kohlenwasserstoff-Moleküle keine Teilladungen auf.

Die C-H Bindung mit seiner delta-EN von 0,4 stellt auch gleichzeitig die Grenze zwischen polarer und unpolarer Atombindung dar. An den Siedepunkten von organischen Substanzen kann man leicht herleiten, dass es ausschließlich Van-der-Waals-Kräfte zwischen dieser Bindung geben muss. Denn die Intermolekulare Kohäsion die durch Dipol-Dipol Wechselwirkungen auftreten würden, müssten einen im Vergleich zu Van-der-Waals-Kräften einen deutlich höheren Siedepunkt erwirken.

Chemische Bindung

 

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