Der japanische Ausdruck Poka Yoke (jap.: Vermeiden unbeabsichtigter Fehlhandlungen) bezeichnet ein aus mehreren Elementen bestehendes Prinzip, welches technische Vorkehrungen bzw. Einrichtungen zur sofortigen Fehleraufdeckung und -vermeidung umfasst. Als Erfinder des Prinzips gilt in Managementkreisen Shigeo Shingo. Poka Yoke entspricht als fehlervermeidendes Prinzip dem in der Biochemie seit über einem Jahrhundert bekannten "Schlüssel-Schloss-Prinzip", das dort etwa bei der Duplikation der Erbinformation seit Jahrmillionen zur Fehlerminimierung eingesetzt wird.
Durch Anwendung eines "Schlüssel-Schloss-" bzw. eines "Poka-Yoke"-Systems kann in einem Herstellungsprozess eine Null-Fehler-Qualität erreicht werden. Damit gilt dieses System im Gegensatz zu den häufig verwendeten Fehlerkontrollen als Qualitätssicherungsmaßnahme.
Um auch ein weiteres Auftreten von einmal entdeckten Fehlern ausschließen zu können, wird Poka Yoke in Verbindung mit einer Inspektionsmethode, der Source-Inspection eingesetzt. Poka-Yoke in Kombination mit der Source-Inspection ergeben die Methodik des Poka-Yoke-Systems.
Das Toyota Produktionssystem (TPS), bei dem ein wesentlicher Bestandteil Poka Yoke ist, gilt als Schlüssel für den Markterfolg des japanischen Automobilkonzerns.
"Zero Defects = absolutely possible"
Wirtschaft (Japan) | Qualitätsmanagement
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"Poka Yoke".
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