| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen-Insel-Poel.png | Poel_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
| Landkreis: | Nordwestmecklenburg |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 0 - 26 m ü. NN |
| Fläche: | 36,01 km² |
| Einwohner: | 2.847 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 79 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 23999 |
| Kfz-Kennzeichen: | NWM |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 58 050 |
| Gemeindegliederung: | 15 Ortsteile |
| Adresse der Gemeindeverwaltung | Gemeindezentrum 13 23999 Kirchdorf/Poel |
| Website: | www.insel-poel.de |
| Politik | |
| Bürgermeisterin: | Brigitte Schönfeldt |
| Lage der Gemeinde Insel Poel im Landkreis Nordwestmecklenburg | |
| Insel_Poel_in_NWM.PNG | |
Poel ist mit 36 km² Fläche die achtgrößte deutsche Insel, sie liegt in der südlichen Mecklenburger Bucht der Ostsee und begrenzt den Norden der Wismarer Bucht. Sie ist gleichzeitig die amtsfreie Gemeinde Insel Poel im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Hauptort der Gemeinde ist Kirchdorf am Ende der tief von Süden einschneidenden Bucht des Kirchsees. Neben der Wismarer Bucht im Süden wird die Insel im Osten von der Zaufe und dem Breitling sowie im Nordosten durch die Kielung vom Festland getrennt. Der Insel Poel ist im Nordosten die kleine Insel Langenwerder unmittelbar vorgelagert.
Poel ist über einem befahrbaren Damm mit dem Festland (Gemeinde Blowatz, Ortsteil Strömkendorf) verbunden.
1163 wurde Poel erstmals urkundlich erwähnt und 1250 die Poeler Kirche vollendet. 1614 begannen die Bauarbeiten an der Poeler Festungsanlage mit Schloss und elf Meter hohen Wällen. 1620 heiratete im fertiggestellten Schloss König Gustav II. Adolf von Schweden Prinzessin Maria Eleonora von Brandenburg. 1629 besetzte König Christian IV. von Dänemark die Poeler Festungsanlage, die aber bereits 1631 Wallensteins Kaiserliche verwüsteten. Sie wurde 1634 wieder aufgebaut, um 1635 von den Schweden erneut besetzt zu werden.
1638 fielen Wallensteins Horden wieder in die Festung ein und erst als 1648 Mecklenburg den Westfälischen Friedensvertrag unterzeichnete, wurde die Insel Poel für die nächsten Jahrhunderte schwedisch, wenn auch immer wieder von Brandenburgern (1675), Dänen (1711), Preußen und Hannoveranern (1716) kurzzeitig besetzt. 1703 waren Festungsanlage und Schloss völlig verfallen und wurden fortan als Steinbruch genutzt. Während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) kamen die Preußen mehrmals plündernd vorbei.
1803 zahlte Herzog Friedrich Franz I. ein Pfandgeld von 1,25 Millionen Reichstaler an Schweden und bekam für 100 Jahre die Rechte an Poel zurück. Die schwedische Krone verzichtete 1903 auf die Einlösung des Pfandes und Poel kehrte endgültig wieder nach Mecklenburg zurück.
Am 3. Mai 1945 verdrängten sowjetische Truppen die britischen Einheiten von Poel. Am gleichen Tag versenkten britische Jagdflieger irrtümlich die Cap Arcona und drei weitere Schiffe mit über 7.000 KZ-Insassen. 28 von ihnen wurden tot an Poeler Stränden angespült. Nach Kriegsende gehörte Poel zur sowjetisch besetzten Zone Deutschlands, ab 1949 zur Deutschen Demokratischen Republik.
Nach dem Fall der innerdeutschen Grenze konstituierte sich am 19. Dezember 1989 in Kirchdorf der Runde Tisch der Gemeinde. Im Mai 1990 fanden die ersten demokratischen Wahlen zur Gemeindevertretung statt. 1946 erreichte die Bevölkerungszahl Poels mit über 5.100 Einwohnern ihren Höhepunkt, 1990 mit 2.590 Einwohnern ihren Tiefststand.
1992 kauften die Enkel des Saatzucht-Gründers Hans Lembke den Stammbetrieb zurück. 1994 entstand am Schwarzen Busch die SANITAS Ostsee-Klinik für Mutter-Kind-Kuren, heute Osteeklinik Poel, 1997 wurde Insel Poel staatlich anerkannter Erholungsort, seit 2004 trägt die Insel zudem den Titel Ostseebad.
2002 erhielt Dr. Peter Lüth für die Entwicklung biologischer Pflanzenschutzmittel mit seiner Malchower Firma Prophyta den Deutschen Umweltpreis.
Das Heimatmuseum befindet sich in der Nähe des Gemeindezentrums im Zentrum Kirchdorfs.
Im Zuge einer umfangreichen Grundinstandsetzung ist der Turm 1996 bis 1997 teilweise abgetragen und nach einer Stabilisierung der Gründung neu aufgemauert worden. Im Rahmen dieser Sanierung wurde auch die gesamte Leuchtfeuertechnik ersetzt. Das Feuer zeigt die Kennung Glt - 6s = 3 + (3) und erreicht eine Nenntragweite bei Sigma 0,741 bis ca. 16 sm.
Ort in Mecklenburg-Vorpommern | Insel (Mecklenburg-Vorpommern) | Leuchtturm in Deutschland