Podersdorf am See (
ung. Pátfalu) ist eine
Marktgemeinde am Ostufer des
Neusiedler Sees im nördlichen
Burgenland.
Der Ort ist das Zentrum des
Tourismus mit einem großzügig angelegten Strandbad am
Neusiedler See im
Seewinkel. Die Bewohner forcierten Tourismus und
Weinbau, so dass Podersdorf nun das größte Weinbaugebiet und die meisten Übernachtungen im Burgenland vorweisen kann. Der Ort ist Teil des
Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel und wird von
Ornithologen und anderen Naturliebhabern hoch geschätzt. Die geschützte
pannonische Landschaft und die zahlreichen örtlichen
Heurigen dienen Radfahrern und Wanderern als beliebte Ausflugsziele.
Geografie
Geografische Lage
Der Ort liegt als einziger direkt am schilffreien Ostufer der
Neusiedler Sees im östlichsten österreichischem Bundesland, dem
Burgenland. Die Region zwischen
Neusiedler See und
Ungarn im Osten wird
Seewinkel bezeichnet und ist Teil der kleinen
ungarischen Tiefebene. In dieser flachen und relativ baumlosen
Puszta, liegen zahlreiche kleinere Seen mit einzigartiger Fauna und Flora. Die Kulturlandschaft
Neusiedler See wurde 2001 zum
Weltkulturerbe erhoben.
Geologie
Der Ort liegt auf
eiszeitlichen Sand- und Schotterböden der
Donau. Eine darüberliegende
Lössschicht sorgt dafür, daß
Humus und Feuchte erhalten bleiben.
Ausdehnung des Ortsgebiets
Am Podersdorfer
Hotter ist Podersdorf am See die einzige Siedlung. Im Süden des Hotters, in der Gegend die
Hölle genannt wird, gibt es einige, wenige bewohnte Häuser. Im Jahre 2001 wurden 818 Wohnhäuser und 783 Haushalte gezählt.
Nachbargemeinden
Panorama-Podersdorf.jpg Richtung Westen nach
Breitenbrunn, 120° Panoramafoto]]
Klima
Der
Seewinkel liegt im Einflussbereich des kontinentalen
pannonischen Klimas. Die temperaturausgleichende Wirkung des
Neusiedler Sees sorgt für einen milden Herbst. Dies bietet für den
Weinbau optimale Bedingungen. Die
Thermik des Sees sorgt dafür, daß im Sommer nur sehr wenig
Niederschläge das Land bewässern, was dem
Tourismus zum Vorteil gereicht. Im Übrigen gilt der
Seewinkel auch als sehr windreiche Gegend, was für
Windenergieanlagen und von
Seglern und
Windsurfern genutzt wird.
Geschichte
historische Entwicklung
Frühgeschichte und Antike
Steinzeitliche und
bronzezeitliche Funde belegen, daß der
Seewinkel ein alter Siedlungsraum ist. Die Lage direkt am Neusiedlersee läßt auf Besiedlung des Bereichs der heutigen Gemeinde in prähistorischer Zeit schließen. In der
Antike hinterließen
keltische Völker wie die
Boier Zeugnisse ihrer Herrschaft (siehe
Pannonien). Als die Römer im Jahr 9 die Provinz Pannonien errichteten, nannten sie das Land um den Neusiedler See
Boierwüste da es sehr dünn von den
Boiern besiedelt war. Die dichten Eichenwälder des Seewinkels wurden zur Römerzeit abgeholzt (wurde in
Carnuntum gebraucht), zurück blieb die heute bekannte, kahle Pusztalandschaft. Erste Weingärten entstanden spätestens unter der Regierung des
Kaiser Probus.
Mittelalter
Zur Zeit der
Völkerwanderung war die Region wiederholt den Plünderungen einfallender asiatischer
Reitervölker - wie den
Hunnen,
Awaren,
Magyaren - sowie der Eroberung und Besiedlung durch
Goten,
Sueben und
slawische Stämme ausgesetzt, wobei sich die Magyaren um
900 auch im Gebiet des heutigen Burgenlandes durchsetzen konnten (siehe
Geschichte Ungarns).
1002 heiratet der magyarische König
Stefan die bayrische Prinzessin
Gisela und wird erster christlicher König von Ungarn. In der Folge kamen bayrische Adelige, kirchliche Orden und Siedler nach Ungarn. Die
Deutsche Ostsiedlung erreicht magyarisches Gebiet. Zur Sicherung der Grenze wurden um
1021 die besiegten
Petschenegen (sie wurden auch Bissener genannt und stammten ursprünglich aus dem Gebiet zwischen
Talas und
Donau) am Neusiedlersee angesiedelt. Zu den bayrischen Einwanderern zählten auch die Grafen Poth, die im 13. Jahrhundert
Potzneusiedl und Podersdorf gründeten bzw. übernahmen, was sich in den Ortsnamen niederschlug. Podersdorf existierte aber sicher schon vorher - es hieß um
1009 Altdorf - unter den Grafen Poth wurden kleinere Orte in der Nähe in die umbenannte Gemeinde Podersdorf eingesiedelt.
Podersdorf_altKirche.jpg |
Podersdorf_1847_von_Festorazzo.PNG)]]
Das erste schriftliche Zeugnis stellt die Schenkung und Beurkundung Podersdorfs an den Zisterzienserorden durch König Andreas II. von Ungarn, im Jahre 1217 dar. Zu dieser Zeit begannen die Mönche vom Stift Heiligenkreuz verstärkt mit dem Weinbau. 1241 wurde die Region von Mongolen und Tataren unter Batu Khan verwüstet, König Béla IV. siedelte daraufhin wieder deutsche Siedler an.
Danach herrschte fast 300 Jahre lang Friede, eine Zeit des Aufschwunges der durch die Pest, durch Hungersnot und durch herumziehende Räuberbanden beeinträchtigt wurde.
Die Zisterzienser haben die Urbarmachung dieses Raumes mit den Bewohnern betrieben. Bald waren die Gebiete um die Siedlungen von Sumpf befreit und fruchtbar. Auch die Verwaltung wurde nach deutschem Muster ausgebaut. Bis in das 14. Jhdt. wurde die Besiedlung des Raumes systematisch betrieben.
Neuzeit
Während der
Türkenkriege ab
1526 mit der
ersten Wiener Türkenbelagerung bis zur
Schlacht am Kahlenberg 1683 war die Region umkämpftes Grenzland. Die überlebenden Podersdorfer verbargen sich während der türkischen Vorstöße in Sumpf und Schilf.
Reformation,
Gegenreformation und
30 Jähriger Krieg hatten kaum Auswirkung auf Podersdorf, man war mit Überleben im Krieg während der
kleinen Eiszeit beschäftigt. Nach den verheerenden Türkenkriegen und
Kuruzzenaufständen (siehe
Die Slowakei in der frühen Neuzeit (1526–1711)) wurde die arg dezimierte
bajuwarische und
magyarische Bevölkerung ab
1711 ein drittes mal durch Zusiedler aus dem süddeutschen Raum verstärkt. Diesmal kamen vor allem
Schwaben und
Franken in die Region. Dabei erfolgte eine Konzentration kleiner Siedlungen am Podersdorfer Hotter auf den Ort Podersdorf am See. Spätestens zu dieser Zeit wurde Podersdorf deutschsprachig.
Moderne
Im
18. Jahrhundert wütete zum letzten mal die
Pest in Podersdorf. Danach setzte ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. Die
Windmühle und die
Kirche (anstatt der alten Pfarrkirche, siehe Bild) wurden errichtet. Das
19. Jahrhundert brachte Hunger und Elend durch die
Napoleonischen Kriege, das
Jahr ohne Sommer, mehrere
Choleraepedemien, Austrocknung des Neusiedlersees,
Heuschrecken und besonders schweren
Hagel. Die
Zisterzienser ließen Mitte des
19. Jahrhunderts auch das Bernhardinum als Schule errichten, diese war eine der ersten Schulen im Seewinkel. Das Gebäude wurde um 2000 abgerissen.
Historisch war die Fischerei ein bedeutender Wirtschaftszweig, der jedoch heute keiner Bedeutung mehr zukommt. Die bäuerliche Bevölkerung in dieser Region war immer dem Wohl und Wehe der herrschenden Aristokratie ausgeliefert. Wobei Podersdorf durch den Einfluss der Zisterzienser oft auch beschützt wurde. Ab 1867 zerstört die Reblaus die autochthonen Weinreben, es dauerte einige Jahrzehnte bis neue, resitente Reben gezüchtet wurden und Erträge abwarfen.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/1921 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pátfalu verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes und Volksabstimmung 1921 im Burgenland).
Danach kamen die ersten Touristen ins Dorf, die Weltwirtschaftskrise zwang viele Burgenländer in die Emigration. Nach dem 2. Weltkrieg war Podersdorf, wie das gesamte Burgenland bis 1955 von sowjetischen Soldaten besetzt. Es kam zu Plünderungen, Vergewaltigungen und Morden, trotzdem haben die Podersdorfer nicht ausschließlich negative Erinnerungen an die Besatzungszeit. Nach der Russenzeit kamen Tourismus und Landwirtschaft in Schwung, das landwirtschaftliche Dorf entwickelte sich zum Tourismus-Zentrum. Podersdorf am See ist seit 1992 Marktgemeinde.
Einwohnerentwicklung
| Wanderungsbilanz (absolut / %)
|
| 1971-1981 | 31 | 1,7
|
| 1981-1991 | 277 | 15,0
|
| 1991-2001 | -124 | -5,8
|
In den 1920er Jahren sind einige Familien aus wirtschaftlicher Notwendigkeit in die USA und Canada ausgewandert. Die beiden Weltkriege haben viele Opfer gefordert.
Als dann in den 1950er Jahren Wirtschaft und Tourismus ansprangen, mußten trotzdem viele Podersdorfer eine Anstellung in Wien annehmen und dorthin übersiedeln. Seit den 1980er Jahren siedeln sich diese und viele auswärtige Familien wieder in Podersdorf an, was für eine steigende Bevölkerungszahl sorgt. Eine Änderung im österreichischen Meldegesetz hat in den 1990er Jahren nur am Papier zu rückläufigen Einwohnerzahlen geführt.
| 1869 | 1880 | 1890 | 1900 | 1910 | 1923 | 1934 | 1939 | 1951 | 1961 | 1971 | 1981 | 1991 | 2001 | 2004
| bgcolor="#FFFFFF"
| 1.017 | 1.126 | 1.161 | 1.185 | 1.214 | 1.261 | 1.431 | 1.528 | 1.566 | 1.627 | 1.814 | 1.845 | 2.122 | 1.998 | 2.044
| bgcolor="#FFFFFF"
|
Politik
Gemeinderat
Der
Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl
2002 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
- 14 ÖVP – stellt den Bürgermeister
- 7 SPÖ – stellt den Vizebürgermeister
Wappen
Das Wappen wurde 1765 mit Urkunde an Podersdorf am See verliehen. Die Urkunde liegt im Archiv Mosonmagyarovar/
Ungarn auf. 1935 hat der Gemeinderat mit Beschluss vom 8. November 1935 das alte Wappen als offizielles Wappen von Podersdorf am See bestätigt.
Die offizielle Verleihung erfolgte erst 13. September 1992, das Wappen wurde damit dem Gesetz entsprechend per Urkunde der Landesregierung bestätigt.
Wappenbeschreibung
Das Wappen ist schildförmig mit blauem Untergrund, weißes Kreuz gleichschenkelig in der Mitte, zwei Lorbeerzweige schließen das Kreuz unten (ebenfalls weiß).
Die Bedeutung des Wappens ist eine Darstellung der Verbundenheit zum Lebensraum dem Neusiedler See (blau), die geistige Grundlage unseres Glaubens, das Kreuz (Schicksalsgemeinschaft), die Lorbeerzweige stellen wohl die historische und geistige Brücke und die Glorifizierung dieser Symbole dar.
| Wappenspruch
| bgcolor="#f8f8ff"
| Das weiße Tatzenkreuz im Blau
| erinnert uns an Angst und Not,
die Türkenkriege, Brand und Pest,
an Raub, an Widerstand und Tod.
bgcolor="#f8f8ff"
| Die Lorbeerzweige künden noch
| von Mannesmut und Tapferkeit
und ihre Früchte sind der Lohn
für Treue in bewegter Zeit.
bgcolor="#f8f8ff"
| Der See, das Blau im Wappenschild,
| ist unsrer Hoffnung helles Licht,
der Freiheit ungetrübter Glanz,
der Glaube und die Zuversicht.
bgcolor="#FFFFFF"
| Franz Theuer
|
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
leuchtturm-bei-podersdorf.jpg
Der
Leuchtturm am Hauptsteg, genau in der Mitte des Seebades gelegen, wurde als Orientierungspunkt und für
Sturmwarnungen für die Wassersportler im Zuge der Neugestaltung des 2 km langen Strandbades errichtet. Der Leuchtturmwart Friedrich Kummer ist ein regional bekanntes Original und Wirt.
Unter §2a des Denkmalschutzgesetzes stehen:
- Die Windmühle entstand um 1800 und steht seit 1975 unter Denkmalschutz und ist in Privatbesitz. 2001 wurde der Verein "Windmühle Podersdorf am See" gegründet. Er gewährleistet Renovierung und Erhaltung der Windmühle, sowie Organisation des Besucherbetriebes.
- Die spätbarocke Kirche von 1791 in der Seestr. 69, ist der heiligen Katharina von Alexandrien geweiht und wurde 2000 von den Architekten Lichtblau und Wagner um einen Zubau ergänzt. Dieser beinhaltet eine Mehrzweckhalle und ein neues Gotteshaus. Gleich daneben befindet sich das ebenfalls geschützte Pfarrhaus.
Naturdenkmäler
Die Gemeinde befindet sich Mitten im
Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel. Die Lacken, Niedermoorgebiete, Feuchtwiesen und Schilfgebiete der Umgebung sind durch Wander- und Radwege erschlossen. Führungen werden per Pferdekutsche und per pedes durch ortskundige und ausgebildete Naturliebhaber angeboten.
Besonders bekannt sind der obere und untere Stinkersee und allgemein die Gegend der Hölle im Süden der Gemeinde. Im Norden liegt die Zitzmannsdorfer Wiese.
Regelmäßige Veranstaltungen
Im Ort werden einerseits die traditionellen und oft folkloristischen Bräuche gepflegt und andererseits wird versucht durch Events für die Gäste laufend für Abwechslung zu sorgen.
Hier die jeweils aktuellen Veranstaltungen:
Die Podersdorfer Vereine und Künstler bieten darüber hinaus ein reiches Betätigungsfeld.
Kulinarische Spezialitäten
Die typische pannonische Küche mit vielen ungarischen und altösterreichischen Gerichten wird in den Haushalten und Restaurants hochgehalten. Dazu kommt, durch die Lage am See, ein reichhaltiges Angebot an Süßwasserfischen.
Ergänzend sorgen Heurigen, Imbissstände und Spezialitätenrestaurants für Abwechslung. Man kann in Podersdorf auch italienische, türkische und mexikanische Gerichte speisen.
Sport
Sportvereine
Viele
Sportvereine und zahllose sportliche Veranstaltungen prägen den Jahresablauf der Podersdorfer. Hier werden auch viele weniger verbreitete
Sportarten auf hohem Niveau betrieben. In den Podersdorfer Vereinen werden diese Sportarten betrieben:
- Fußball: Die Podersdorfer Fußballer konnten in den letzten Jahren eher abseits des Feldes glänzen. Durch gezielte Nachwuchsarbeit soll sich da künftig ändern.
- Reitsport: Mehrere Reitställe im Ort bieten ein breites Angebot. Am Georgshof werden Tourniere und Meisterschaften ausgetragen.
- Tennis, Squash, Badminton: Die Tennishalle und die Freiplätze der Fam. Steiner sind Austragungsort regionaler Wettbewerbe. Tennisunterricht für Schulen und Einzelne wird angeboten.
- Segeln: Mehrere Vereine (Yacht Club, Segelverein Süd, Segelverein Nord,...) wurden bereits in 1960ern und 1970ern den Hafenanlagen gegründet. Ausserdem gibt es auch drei Segelschulen am Strand.
- Windsurfen: Zwei Surfschulen mit Materialverleih bieten Kurse an, ein Verein organisert die Windsurfer.
- Kiten: Mindestens drei Kiteschulen mit Verleih haben sich etabliert, ein Verein organisiert die Kiter.
- Laufen, Radfahren, Duathlon, Triathlon, Schwimmen: Die Leichtathleten der Region haben sich in zwei Vereinen organisiert, einer davon ist der RSC-Podersdorf. In diesen Disziplienen sind die Podersdorfer in den Landesmeisterschaften immer ganz vorne dabei.
- Dart: Diese eher britische Freizeitbeschäftigung hat auch in Podersdorf viele Anhänger, die bei den nationalen Bewerben immer sehr gut überzeugen konnten.
- Herrenturnen: Die Herren aus Podersdorf treffen sich einmal pro Woche zur körperlichen Ertüchtigung. Das geht aber so weit, dass die Herren durch ihre Auftritte bei folkloristischen Veranstaltungen wie dem Faschingsumzug ein Fixstern im Dorfleben geworden sind.
- Angeln: Richtung Frauenkirchen gelegen ist der ehemalige Schotterteich Grundlacke das Zentrum des Angelsportes in Podersdorf geworden. Quer durch alle Altersgruppen hat sich ein sehr aktiver Verein etabliert.
- Modell-Buggy: Südlich der Grundlacke in Richtung Frauenkirchen betreiben die Modellautosportler eine Rennbahn.
- Gewichtheben: Recht erfolgreich waren auch die Podersdorfer Gewichtheber, leider wurden hier alle Aktiviteten in den 1990ern eingestellt.
Darüber hinaus betreiben die Einheimischen und Gäste auch:
Nordic Walking,
Beachvolleyball,
Inlineskating,
Streetball,
Eissegeln,
Eislaufen,
Tischtennis,
Minigolf,
Bogenschießen,
Langlaufen, und vieles mehr.
Wirtschaft und Infrastruktur
Podersdorf_nordstrand_abendstimmung_1.jpg
wirtschaftliche Basis
Die Wirtschaft der
Gemeinde steht im wesentlichen auf 3 Säulen:
Der
Tourismus mit seinen Restaurants, Hotels, Pensionen, Surf- und Segelschulen, Bootsverleihen, Heurigen, Radverleihen, Campingplätzen, etc. floriert 4 bis 5 Monate pro Jahr. Die Nächtigungszahlen waren in den
1980er Jahren rückläufig. Als Gegenmaßnahmen wurden Organisationen wie die
PTF (=Podersdorfer Tourismus und Freizeitbetriebe), die
Neusiedlersee Tourismus und die
Burgenland Tourismus geschaffen bzw. gestärkt. Es wird vermehrt auf Qualität geachtet, das Angebot hat sich deutlich verbessert. Durch EU Gelder im Zuge der
Förderung als
Ziel-1-Gebiet wurden einige einschlägige Betriebe gegründet und das Strandbad völlig neu ausgebaut.
Podersdorf am See stand im Jahr 2002 an Rang 59 der Übernachtungszahlen der österreichischen Fremdenverkehrsgemeinden.
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| Übernachtungen | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | davon Nicht- Österreicher
| bgcolor="#FFFFFF"
| insgesamt | 337.472 | 328.687 | 401.857 | 394.387 | 396.010 | 397.979 | 410.630 | 127.328
|
Die
Landwirtschaft machte in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrtausends einen umfangreichen
Strukturwandel durch. Vom allgemeinen Aufschwung und den Anforderungen der Touristen ermutigt, wurden sämtliche landwirtschaftlichen Aktivitäten zugunsten des
Weinbaus nahezu aufgegeben. Jede zweite Familie bewirtschaftet eigene Weingärten, auf 454 ha werden Rot- und Weißweine kultiviert.
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| Erwerbspendler nach Pendelziel (2001)
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| Entfernungskategorie Arbeitsgemeinde | Insgesamt | darunter: männlich | Tages- pendler | Nichttages pendler
|
ERWERBSTÄTIGE AM WOHNORT | 967 | 554 | . | .
|
| AUSPENDLER | 581 | 363 | 546 | 35
|
| EINPENDLER | 214 | 115 | 204 | 10
|
ERWERBSTÄTIGE AM ARBEITSORT | 600 | 306 | . | .
|
Seit Jahrzehnten pendeln viele Podersdorfer zur Arbeit in die 70 km entfernte Bundeshauptstadt Wien aus. Waren früher viele Podersdorfer gezwungen, in Wien eine Wohnung zu erhalten, so ist es heute dank günstiger Verkehrsanbindungen vielen möglich, die Strecke täglich zu nehmen.
Verkehr
Durch die Ortschaft führt eine niederrangige Landesstraße. Diese ist zum Autobahn-Zubringer
A4 bestens ausgebaut. Im öffentlichen Bereich verkehrt tourlich der ÖBB Linienbus zum Verkehrsknotenpunkt
Neusiedl am See.
Ansässige Unternehmen
In erster Linie lebt die Gemeinde von den Tourismusbetrieben. Die Landwirtschaft hat als Arbeitgeber und als wirtschaftliche Kraft kaum noch Bedeutung. Selbstvermarkende Weinbauern sind ebenso vom Tourismus abhängig, wie die Kaufhäuser und Handwerker dies indirekt sind. Es gibt keine Industrie und kein Großunternehmen im Ort.
Hotels/Unterkünfte
Auskunft und Buchung der Unterkünfte kann auch Online via Internet erfolgen.
Direkt am Strand gelegen ist der Campingplatz mit 600 Stellplätzen von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet. Daneben besteht ein Mobilheimplatz der ganzjährig in Betrieb ist.
Essen & Trinken
detaillierte
Beschreibung ist im Internet verfügbar.
Viele Podersdorfer Winzer haben sich zum
WeinClub21 zusammengetan und betreiben im Ort - im Gebäude der
Raiffeisenbank - eine
Vinothek.
sonstige Infrastruktur
Der Ort ist mit allen wesentlichen
Geschäften, Betrieben, Behörden, Banken etc. ausgestattet, die in einer Tourismusgemeinde erforderlich sind.
Öffentliche Einrichtungen
Der Verein
Haus Katherina betreibt ein Altenwohn- und Pflegeheim.
Bildung
In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten, sowie eine
Volksschule.
Siehe auch
Weblinks
Ort im Burgenland
Pátfalu | Podersdorf am See | Podersdorf am See