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Das Plaza-Abkommen (engl. Plaza Accord) wurde am 22. September 1985 im Plaza Hotel in New York zwischen den Finanzministern und Vorständsvorsitzenden der Zentralbanken der Frankreichs, Deutschlands, Japans, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten geschlossen.

Infolge der lateinamerikanischen Schuldenkrise und des Zusammenbruchs zahlreicher amerikanischer Sparkassen beschosseen sie die konzertierte Abwertung des US-Dollars: Die Vereinigten Staaten senken ihre Leitzinsen, während die anderen Zentralbanken ihre Dollarreservern abstoßen. Der Dollarkurs sank in den nächsten zwei Jahren um rund 50%, Yen und Deutsche Mark wurden aufgewertet.

Treibende Kraft hinter dem Abkommen war der amerikanische Präsident Ronald Reagan, der eine Politik der Stärke vorangetrieben hatte. Neben der Aufrüstung war sein Ziel am Anfang der Präsidentschaft auch die Stärkung des Dollars. Zu spät wurde klar, dass diese Politik die Exportchancen der kriselnden amerikanischen Autoindustrie verschlechterte. Nun wollte er gegensteuern.

Die aus dem Plaza-Abkommen folgende Überbewertung des Yen war eine Ursache der Bubble Economy in Japan, als massiv Geld in das Land und insbesondere den Aktien- und Immobilienmarkt floß, um weiter vom steigenden Yen zu profitieren. Im Louvre-Abkommen sollten nun wieder die Folgen des Plaza-Abkommens abgefangen werden, und der Dollar wurde wieder aufgewertet, wenn auch weniger drastisch. Trotzdem konnte das den Schwarzen Freitag, den Absturz des Dow Jones Index am 19. Oktober 1987 nicht verhindern, und auch nicht das darauffolgende Platzen der Bubble Economy in Japan 1989.

Weblinks


Originaltext des Abkommens

Wirtschaft (Japan) | Wirtschaft (Deutschland) | Wirtschaft (Vereinigte Staaten) | Außenwirtschaft | Völkerrechtlicher Vertrag

Plaza Accord | プラザ合意 | 플라자 합의

 

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