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Das Plastron (auch „Krawattenschal“) ist einer der Vorläufer der heutigen Langbinderkrawatte.

Geschichte


Die Modehistorikerin Ingrid Loschek vermutet, dass die Halsbinde von kroatischen Söldnern übernommen worden ist. „Ab etwa 1600 bürgerte sich bei den Truppen Ludwig XIV. ein breites farbiges Halstuch ein. Offiziere trugen diese, die kroatische Krawatte, aus Musselin oder Seide, die gemeinen Soldaten aus Leinen. Das kroatische Reiterregiment der Franzosen erhielt darum den Namen 'Royal Cravate'“.

Aus mehreren übereinander gelegten Knoten hat sich später das "Plastron" entwickelt, das 1860 aufkam. Es wurde und wird (heute fast nur bei aufwändigen Hochzeiten) zum Cutaway, später auch zum Gehrock getragen und circa 1920 vom schmaleren Langbinder abgelöst, der heute gängigen Form der Krawatte.

Heute


Außer zum Cut wird das Plastron heute fast nur noch im Reitsport getragen. Allerdings haben sich bei den Turnierreitern die industriell vorgenähten Modelle mit Klettverschlüssen und Knöpfen durchsetzt.

Das selbst gebundene Plastron findet man heute vornehmlich bei traditionsverbundenen Jagdreitern. Das Plastron hatte in der Jagdreiterei neben dem modischen Charakter auch immer einen praktischen Nutzen: Es lässt sich als Verbandsmaterial bei Hund, Pferd und Reiter einsetzen, man kann es bei einem Hund als Leine benutzen und auch Lederzeug lässt sich notdürftig reparieren. Dieses ist jedoch lediglich mit einem traditionellen Plastron möglich und nicht mit den vorgenähten Modellen mit Klettverschlüssen und Knöpfen.

Kleidung | Militärische Kleidung

 

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