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Planten un Blomen ist eine etwa 47 ha große Parkanlage im Zentrum von Hamburg. Der Name ist plattdeutsch und bedeutet schlicht „Pflanzen und Blumen“. Der Gründer und erste Direktor des Botanischen Gartens in den Wallanlagen, Prof. Dr. Johann Georg Christian Lehmann, pflanzte am 6. November 1821 eine Platane, den ersten Baum des Parks, der bis heute am Eingang Dammtor erhalten ist.

johann-van-valckenburg-gedenktafel-der-patriotischen-gesellschaft-hamburg.jpg]] Der Park ist in der Nähe von weiteren interessanten Orten der Hamburger Innenstadt, welche von hier bequem zu Fuss zu erreichen sind:

Im Sommer finden hier öffentliche Theatervorstellungen, Wasserlichtkonzerte und Musikdarbietungen statt. Der Eintritt ist frei. Wegen der liebevoll angelegten und gut gepflegten Parkanlagen und der schönen Spielplätze ist der Park aber auch unabhängig von Veranstaltungen ein beliebtes Freizeit- und Ausflugsziel. Hh-plantenunblomen-map.png

Entstehung


Ab 1930 wurde die Anlage aus einem Tierpark und angrenzend an den ehemaligen Wallanlagen aufgebaut und in den Jahren 1934 und 1935 unter Leitung des Gartenarchitekten Karl Plomin für die Niederdeutsche Gartenschau neu gestaltet. Die Schau sollte die Pflanzenwelt Deutschlands widerspiegeln und trägt seither offiziell den Namen Planten un Blomen.

1986 wurde das Gebiet des botanischen Gartens, sowie der kleinen und großen Wallanlagen am Wallring eingegliedert und das Gelände in einen öffentlichen Park umgewandelt, vorher wurde für Planten un Blomen Eintritt erhoben. Der botanische Garten wurde nach Klein Flottbek verlegt. Eine Teilfläche wurde für das Congress Centrum abgezweigt und die Marseiler Straße abgesenkt, so dass sie unter dem Gartengelände durchführt. Ein Arkadengang verbindet den Bahnhof Dammtor mit dem Messegelände.

1953, 1963 und 1973 wurden auf diesem Gelände jeweils internationale Gartenschauen (IGA) durchgeführt. Die Internationalität spiegelte sich nun auch in der Pflanzenwelt der Anlage wider. 1953 wurde ein Aussichtsturm von der Firma Philips gestiftet, der mittlerweile abgerissen wurde. Zur IGA 1973 verkehrte eine Parkeisenbahn mit mehreren Haltestellen zwischen den Eingängen am Dammtor und dem Millerntor. Sie führte durch die Beete und Grünanlagen. Es war vorgesehen, den Betrieb der Bahn nach Ende des Ausstellungsjahres fortzusetzen; da sich jedoch kein Betreiber fand, wurden die Gleise ab ca. 1984 größtenteils demontiert.

Planten un Blomen verfügt über ein Tropenhaus (das Schaugewächshaus des alten botanischen Gartens, Eintritt frei) und den größten japanischen Garten Europas, gestaltet vom Gartenarchitekten Yoshikuni Araki.

Kunstwerke im Park


In und um Planten un Blomen befinden sich viele Kunstwerke und prachtvolle Anlagen. Bild:Hh-plantenunblomen.jpg Bild:Hh-plantenunblomen-sonnenuhr.jpg|Sonnenuhr Bild:Hh-wallanlagen1.jpg|„bergauf“-Wasserfall
Hans Martin Ruwoldts Panther in Planten un Blomen

Denkmal für Kaiser Wilhelm I.
mit Figurengruppe, Entworfen von Johannes Schilling. Am 20. Juni 1903 wurde das Reiterdenkmal in Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. auf dem Rathausmarkt enthüllt. 1930 wurde der Rathausmarkt umgestaltet und das Denkmal hierher verlegt. Bild:Hhwilhelm.jpg Bild:Fig-hammer.jpg Bild:Figmerkur.jpg Bild:Freier.jpg Bild:Kindfig.jpg Bild:Alter.jpg

Pflanzen


Alter Botanischer Garten

Hamburg-planten-un-blomen-tropengewaechshaeuser.jpg | 00409v.jpg

Tropengewächshäuser
Als Überbleibsel des nach Klein Flottbek verlegten Botanischen Gartens befinden sich die Tropengewächshäuser weiterhin im Zentrum des Parks.

Die Gewächshäuser wurden in den Jahren 1962/63 nach Entwürfen von Bernhard Hermkes errichtet. Ihre Eröffnung fand im Rahmen der Internationalen Gartenbauausstellung 1963 statt. Die Grundfläche der Gewächshäuser beträgt rund 2.800 m². Sie haben eine maximale Höhe von 13 m. Eine Besonderheit dieser Anlage besteht darin, dass die Glaskonstruktion an außen liegenden Profilen aus Hohlkästen aufgehängt ist und dadurch die Innenräume frei von tragenden Elementen sind.

Der Komplex gliedert sich in fünf Bereiche. In den einzelnen Bereichen sind unterschiedliche Pflanzengruppen und Lebensräume gegliedert. So gibt es neben dem eigentlichen Tropenhaus auch ein Subtropenhaus, ein Kakteenhaus oder ein Farnhaus.

Heute stehen die Gewächshäuser und auch die angrenzenden „Mittelmeer-Terrassen“ unter Denkmalschutz.

Alpinum
Im 19. Jahrhundert kam es in Mode, Gebirge und ihre Pflanzenwelt in Miniatur nachzublden. Auch Gartendirektor Eduard Zacharias legte 1903 am Südhang des Botanischen Gartens ein Alpinum an.

Enzian und Edelweis sind heute zwischen den Felsbrocken nicht mehr zu finden, die verwunschenen Pfade sind jedoch erhalten und laden noch immer zum Durchwandern und Entdecken ein. Die Pflanzenwelt der Berge zog in den neuen Botanischen Garten in Klein Flottbek um.

Apothekergarten

Im Apothekergarten finden regelmäßige Führungen durch den Hamburger Apothekerverein e.V. statt. Bild:Planten-un-blomen-johan-van-valckenburgh-brücke.jpg|Johan-van-Valckenburgh-Brücke Bild:Hh-plantenunblomen-stadtgraben.jpg|Blick über den Stadtgraben auf die Espanade

Japanischer Garten

Planten un Blomen japanischer Garten.jpg Der Japanische Garten in "Planten un Blomen", befindet sich zwischen dem Hamburger Congress Centrum und der Hamburg-Messe. Er wurde von Yoshikuni Araki gestaltet und ist der größte seiner Art in Europa. Der japanische Garten prägt einen zentralen Bereich von "Planten un Blomen". Obwohl sich die Gestaltung streng an den Gestaltungsrichtlinien der klassischen japanischen Gärten orientiert, fügt er sich dennoch gut in das Gesamtbild des Parks ein.

Die verschiedenen Pflanzen fügen sich mit Felsen und fließenden Gewässern zu einen beeindruckenden Abbild der japanischen Gartenkultur zusammen. Im Mittelpunkt des japanischen Gartens befindet sich ein See und an dessen Ufer steht ein rustikales, original japanisches Teehaus. Hier werden in den Monaten Mai bis September klassische Teezeremonien zelebriert und man kann verschiedene Teesorten probieren.

Auch andere Veranstaltungen finden in unregelmäßigen Abständen im Teehaus statt. So kann man sich Workshops zur japanischen Kalligrafie anschauen, an Trommelworkshops teilnehmen oder sich über japanische Duftzeremonien informieren.

Rosengarten

Planten un Blomen Rosengarten 1.jpg Der Rosengarten ist seit 1993 Bestandteil von „Planten un Blomen“. Seine Anlegung erfolgte im sogenannten „klassischen Stil“. Der Rosengarten hat eine Fläche von ca. 5.000 m². Im Rosengarten wurden ungefähr 300 verschiedene Rosenarten angepflanzt, darunter historische Rosen, Parkstrauch- und Wildrosen, Kletterrosen oder Teehybriden. Die Bepflanzung wurde durch Stauden, Sommerblumen und verschiedene Kleingehölze ergänzt.

Verschiedene Rosenbögen und Sitzecken runden das Ensemble ab. Im Mittelpunkt des Rosengartens befand sich ein Pavillon, in dem man sich über verschiedene Rosensorten und ihre Pflege informieren konnte. Planten un Blomen Rosengarten 2.jpg

Im Jahr 2004 gab es heftige Proteste der Hamburger Bürger, unter anderem auch von Hannelore Schmidt, als bekannt wurde, dass im Zuge der Erweiterung des Hamburger Congress Centrums ein Teil des Rosengartens bebaut werden sollte. Die Bebauung konnte durch einen Kompromiss nur teilweise verhindert werden.

In den Sommermonaten wurde im Rosengarten Klassische Musik gespielt.

Freizeitaktivitäten


Kunsteisbahn Wallanagen

In Planten un Blomen gibt es eine Kunsteisbahn die im Sommer von Mitte April bis Ende September als Rollschuh- und Rollerblade-Bahn genutzt wird. Die Eisbahn ist mit über 4300 Quadratmetern Gesamtfläche eine der größten Freiluft-Kunsteisbahnen der Welt.

Der Eintritt zur Rollschuhbahn ist im Gegensatz zur Eisbahn frei.

Farbige Wasserlichtkonzerte

PlantenUnBlomenWasserspiele.JPG Die Wasserlichtkonzerte finden von Anfang Mai bis Ende September jeden Abend statt (1. Mai - 31. August um 22.00 Uhr; 1. - 30. September um 21.00 Uhr; zusätzliche Wasserspiele mit Musik während der Saison sonn- und feiertags um 14.00 Uhr). Die ca. halbstündigen Veranstaltungen kosten keinen Eintritt und das Musikprogramm wechselt regelmäßig (Spielplan). Das Wasserlichtkonzert am Parksee besteht aus einer Fontänenanlage, einer Musikanlage und einer Lichtanlage. Zwei Musiker bedienen live zum Playback der Musik jeweils eine der beiden Anlagen. Wasserkonzerte ohne Licht und Musik finden auch tagsüber statt (14.00, 16.00 und 18.00 Uhr).

Musikpavillon

Im Musikpavillon finden regelmäßig kostenlose Live-Konzerte statt. Das Polizeiorchester Hamburg spielt hier regelmäßig.

Spielplatz

Planten un Blomen grosser Spielplatz.jpg Bekannt ist Planten un Blomen auch für die wunderbaren Spielplätze. Das Bild zeigt den großen Spielplatz, der gegenüber dem Eingang des Hamburger Messegeländes liegt. Jeden Sonntag besteht hier auch die Möglichkeit für Kinder zum Pony-Reiten (in den Ferien auch öfters; aktuelle Zeiten siehe unten).

Weblinks www.ponyreiten.net

Töpferstube

Die Töpferstube befindet sich in "Planten un Blomen" im Teil der Großen Wallanlagen. Sie ist von Mai bis Ende August werktags von jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. In der Töpferstube können Kinder unter fachlicher Anleitung das Arbeiten mit Ton erlernen. Der Eintritt ist frei, die sogenannte "Tonkasse" freut sich aber jederzeit über die eine oder andere Spende.

Minigolfanlage

Neben der Töpferstube in direkter Nachbarschaft zu den Fliegenden Bauten befindet sich eine gepflegte Minigolf-Anlage mit 18 Löchern, eine kleine Trampolin-Anlage und ein Kiosk.

Museum für Hamburgische Geschichte


Teile von Planten un Blomen verlaufen parallel zum Holstenwall, so dass sich am westlichsten Ende von Planten un Blomen das Museum für Hamburgische Geschichte befindet.

Hamburg Messe und Congress Centrum Hamburg


Das Hamburger Messegelände und das Congress Centrum Hamburg grenzen an den Park. Ein überdachter Weg durch den Park verbindet beide Orte.

Weblinks


Parkanlage in Hamburg | Reiterstatue

Planten un Blomen

 

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