Planten un Blomen ist eine etwa 47 ha große Parkanlage im Zentrum von Hamburg. Der Name ist plattdeutsch und bedeutet schlicht „Pflanzen und Blumen“. Der Gründer und erste Direktor des Botanischen Gartens in den Wallanlagen, Prof. Dr. Johann Georg Christian Lehmann, pflanzte am 6. November 1821 eine Platane, den ersten Baum des Parks, der bis heute am Eingang Dammtor erhalten ist.
johann-van-valckenburg-gedenktafel-der-patriotischen-gesellschaft-hamburg.jpg]] Der Park ist in der Nähe von weiteren interessanten Orten der Hamburger Innenstadt, welche von hier bequem zu Fuss zu erreichen sind:
Im Sommer finden hier öffentliche Theatervorstellungen, Wasserlichtkonzerte und Musikdarbietungen statt. Der Eintritt ist frei. Wegen der liebevoll angelegten und gut gepflegten Parkanlagen und der schönen Spielplätze ist der Park aber auch unabhängig von Veranstaltungen ein beliebtes Freizeit- und Ausflugsziel. Hh-plantenunblomen-map.png
1986 wurde das Gebiet des botanischen Gartens, sowie der kleinen und großen Wallanlagen am Wallring eingegliedert und das Gelände in einen öffentlichen Park umgewandelt, vorher wurde für Planten un Blomen Eintritt erhoben. Der botanische Garten wurde nach Klein Flottbek verlegt. Eine Teilfläche wurde für das Congress Centrum abgezweigt und die Marseiler Straße abgesenkt, so dass sie unter dem Gartengelände durchführt. Ein Arkadengang verbindet den Bahnhof Dammtor mit dem Messegelände.
1953, 1963 und 1973 wurden auf diesem Gelände jeweils internationale Gartenschauen (IGA) durchgeführt. Die Internationalität spiegelte sich nun auch in der Pflanzenwelt der Anlage wider. 1953 wurde ein Aussichtsturm von der Firma Philips gestiftet, der mittlerweile abgerissen wurde. Zur IGA 1973 verkehrte eine Parkeisenbahn mit mehreren Haltestellen zwischen den Eingängen am Dammtor und dem Millerntor. Sie führte durch die Beete und Grünanlagen. Es war vorgesehen, den Betrieb der Bahn nach Ende des Ausstellungsjahres fortzusetzen; da sich jedoch kein Betreiber fand, wurden die Gleise ab ca. 1984 größtenteils demontiert.
Planten un Blomen verfügt über ein Tropenhaus (das Schaugewächshaus des alten botanischen Gartens, Eintritt frei) und den größten japanischen Garten Europas, gestaltet vom Gartenarchitekten Yoshikuni Araki.
Die Gewächshäuser wurden in den Jahren 1962/63 nach Entwürfen von Bernhard Hermkes errichtet. Ihre Eröffnung fand im Rahmen der Internationalen Gartenbauausstellung 1963 statt. Die Grundfläche der Gewächshäuser beträgt rund 2.800 m². Sie haben eine maximale Höhe von 13 m. Eine Besonderheit dieser Anlage besteht darin, dass die Glaskonstruktion an außen liegenden Profilen aus Hohlkästen aufgehängt ist und dadurch die Innenräume frei von tragenden Elementen sind.
Der Komplex gliedert sich in fünf Bereiche. In den einzelnen Bereichen sind unterschiedliche Pflanzengruppen und Lebensräume gegliedert. So gibt es neben dem eigentlichen Tropenhaus auch ein Subtropenhaus, ein Kakteenhaus oder ein Farnhaus.
Heute stehen die Gewächshäuser und auch die angrenzenden „Mittelmeer-Terrassen“ unter Denkmalschutz.
Enzian und Edelweis sind heute zwischen den Felsbrocken nicht mehr zu finden, die verwunschenen Pfade sind jedoch erhalten und laden noch immer zum Durchwandern und Entdecken ein. Die Pflanzenwelt der Berge zog in den neuen Botanischen Garten in Klein Flottbek um.
Die verschiedenen Pflanzen fügen sich mit Felsen und fließenden Gewässern zu einen beeindruckenden Abbild der japanischen Gartenkultur zusammen. Im Mittelpunkt des japanischen Gartens befindet sich ein See und an dessen Ufer steht ein rustikales, original japanisches Teehaus. Hier werden in den Monaten Mai bis September klassische Teezeremonien zelebriert und man kann verschiedene Teesorten probieren.
Auch andere Veranstaltungen finden in unregelmäßigen Abständen im Teehaus statt. So kann man sich Workshops zur japanischen Kalligrafie anschauen, an Trommelworkshops teilnehmen oder sich über japanische Duftzeremonien informieren.
Verschiedene Rosenbögen und Sitzecken runden das Ensemble ab. Im Mittelpunkt des Rosengartens befand sich ein Pavillon, in dem man sich über verschiedene Rosensorten und ihre Pflege informieren konnte. Planten un Blomen Rosengarten 2.jpg
Im Jahr 2004 gab es heftige Proteste der Hamburger Bürger, unter anderem auch von Hannelore Schmidt, als bekannt wurde, dass im Zuge der Erweiterung des Hamburger Congress Centrums ein Teil des Rosengartens bebaut werden sollte. Die Bebauung konnte durch einen Kompromiss nur teilweise verhindert werden.
In den Sommermonaten wurde im Rosengarten Klassische Musik gespielt.
Der Eintritt zur Rollschuhbahn ist im Gegensatz zur Eisbahn frei.
PlantenUnBlomenWasserspiele.JPG Die Wasserlichtkonzerte finden von Anfang Mai bis Ende September jeden Abend statt (1. Mai - 31. August um 22.00 Uhr; 1. - 30. September um 21.00 Uhr; zusätzliche Wasserspiele mit Musik während der Saison sonn- und feiertags um 14.00 Uhr). Die ca. halbstündigen Veranstaltungen kosten keinen Eintritt und das Musikprogramm wechselt regelmäßig (Spielplan). Das Wasserlichtkonzert am Parksee besteht aus einer Fontänenanlage, einer Musikanlage und einer Lichtanlage. Zwei Musiker bedienen live zum Playback der Musik jeweils eine der beiden Anlagen. Wasserkonzerte ohne Licht und Musik finden auch tagsüber statt (14.00, 16.00 und 18.00 Uhr).
Weblinks www.ponyreiten.net
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"Planten un Blomen".
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