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Planfilm (selten: Blattfilm) ist ein Film der nicht aufgerollt ist. Er wird in Großformatkameras (Planfilmkameras) sowie in Lochkameras genutzt, i. d. R. unter Verwendung einer Planfilmkassette.

Verwendung


Die Arbeit mit Planfilm ist relativ aufwendig und kostspielig; Planfilm wird daher heute fast ausschließlich in der professionellen Fotografie für Werbe-, Food-, Industrie- und Architekturfotografie eingesetzt, wo variable Einstellungsmöglichkeiten sowie aufwendigere Ausleuchtung notwendig sind und die Schnelligkeit des Belichtungsvorgangs nur sekundäre Bedeutung hat.

Planfilm wird auch im Fotolabor für verschiedenste Bildbe- und -verarbeitungsprozesse wie Duplizieren, Reproduzieren, Maskieren, Tontrennen und Umkopieren eingesetzt.

Die Schichtseite eines Planfilms wird durch Kerben und Zacken am Rand des Planfilms gekennzeichnet; die Schichtseite zeigt zum Betrachter, wenn sich die Kerben oben rechts befinden (im Hochformat). Der Film wird mit der Schichtseite nach oben in die Filmkassette eingelegt. Danach wird diese mit dem so genannten Schieber verschlossen. Der Schieber wird erst kurz vor der Belichtung wieder herausgezogen und danach wieder eingeschoben. Jeder Filmtyp hat seine eigene Kombination von Kerben und Zacken, so dass der geübte Fotograf oder Fotoassistent beim Einlegen und Herausnehmen in der Dunkelkammer den richtigen Filmtyp erkennen kann.

Die Verwendung von Planfilm wurde vor allem mit der Durchsetzung der Kleinbildfotografie (ab 30er Jahre sowie der modernen Mittelformatfotografie (ab etwa 20er Jahre) auf den professionellen Bereich beschränkt; seit der Verbreitung der Digitalfotografie werden Digibacks (digitale Rückteile) für Großformatkameras von Sinar oder Linhof angeboten, die Digitalfotografie mit Planfilmkameras ermöglichen.

Verarbeitung


Planfilm kann im eigenen Fotolabor verarbeitet werden; Voraussetzung sind Schalen oder Entwicklungsdosen entsprechender Größe; statt mit Spiralen müssen die Geräte mit Planfilmhalterungen ausgestattet sein. Das entsprechende Zubehör wird beispielsweise von Jobo angeboten (z. B. Jobo Trommel 3006).

Im professionellen Fotolabor werden Planfilme mit speziellen Entwicklungsmaschinen in Tanks verarbeitet, in den die Filme mit einem Rahmen eingehängt werden (Tankentwicklung).

Geschichte und Entwicklung


Die in der Frühzeit der Fotografie genutzten Glasplatten des nassen Kollodiumverfahrens sowie später der Gelatine-Trockenplatte wurden ab 1869 durch Zelluloid als Schichtträger (erstmals durch die Brüder Hyatt) langsam ersetzt. Der neuartige Schichtträger war flexibel, bruchfest und leicht. Das Zelluloid ermöglichte erst die Herstellung von Rollfilmen.

Formate


Planfilm wird in zahlreichen verschiedenen Formaten geliefert. Die populärsten sind:
  • 9 x 12 cm
  • 13 x 18 cm

Doch auch folgende Formate finden oft Verwendung:

  • 6,5 x 9 cm
  • 4 x 5" (10 x 12,5 cm)
  • 5 x 7"
  • 18 x 24 cm
  • 8 x 10" (20 x 25 cm)
  • 11 x 14"

Zumeist werden Schachteln mit 10, 25 oder 50 Stück Planfilmen angeboten. Die Schachteln sind dreiteilig und bestehen aus niedrigen Kartons, die ineinander geschachtelt werden. Das Filmmaterial selbst ist zusätzlich in einer aufreißbaren Lichtschutzhülle verpackt.

Bei Größen von 9 x 12 cm bis 8 x 10" spricht man in der Fotografie von Großformat, darüber von ULF (Ultra Large Format.)

Siehe auch


Literatur


  • Ernst A. Weber: Fotopraktikum (3. überarb. u. erw. Aufl.). Birkhäuser Verlag, 1997. ISBN 3764356774

Weblink


  • http://www.fotoimpex.de/download/datenblatt_planfilm.pdf (PDF-Datei)

Fototechnik

Plan film

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Planfilm".

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