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Planetariums
 

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Ein Planetarium ist ein Kuppel|kuppelförmiger Raum mit der Möglichkeit, den Sternenhimmel einschließlich der Planeten und des Mondes durch Projektion auf die innere Kuppelfläche darzustellen.

Ein Planetarium ist nicht mit einer Sternwarte zu verwechseln. Ersteres erzeugt einen künstlichen Sternenhimmel, während man in einer Sternwarte tatsächliche Himmelsobjekte beobachten kann.

Ausstattung


In vielen Städten gibt es öffentliche Planetarien mit Präsentationen für alle Altersgruppen. Der Zuschauer nimmt dabei, ähnlich wie im Kino, auf einem bequemen Sessel Platz, der beliebig gedreht werden kann und so eine gute Sicht auf die Kuppel ermöglicht, auf die die künstlichen Sterne, die Planeten und der Mond projiziert werden. Zur Projektion dient ein zentral angeordnetes, kompliziertes optisches Instrument, welches mit vielen Sternenprojektoren ausgerüstet ist, die die Gestalt des Sternenhimmels und auch die scheinbare Bewegung der Sterne und Planeten zueinander, über den Tag, über Jahre oder Jahrhunderte darstellen kann.
Neben dem Planetariumsprojektor sind in den Seitenwänden Dia- und Videoprojektoren, teilweise auch Lasershowanlagen sowie weitere Lichteffektgeräte installiert, um die Vorführung zu unterstützen. Mit den Diaprojektoren kann u.a. die 360° - Silhouette einer Stadt und die Dämmerung dargestellt werden.

Des weiteren wird im Planetarium Hamburg und im Mediendom Kiel zum ersten Mal in Deutschland das System Digistar 3 der Firma Evans & Sutherland eingesetzt, welches eine 360°-Video-Projektion ermöglicht. Dieser Kosmos-Simulator ermöglicht zum ersten Mal in der Geschichte des Planetariums eine völlig freie Visualisierung komplexer Inhalte weit über die Astronomie hinaus.

Ein Beispiel für ein mobiles Planetarium, das nicht auf einen Saal mit kuppelförmiger Decke angewiesen ist, ist das Planetarium Zürich. Der Blick in den Sternenhimmel wird von computergesteuerten Projektoren auf eine Leinwand projiziert.

Planetarien in deutschsprachigen Ländern


Die größten Planetarien Deutschlands befinden sich in Berlin, Bochum, Hamburg, Jena, Kassel, Mannheim, Münster, Nürnberg, Stuttgart und Wolfsburg. Des Weiteren gibt es ca. 80 weitere kleine und kleinste deutsche Planetarien (Stand August 2002). Das einzige Groß-Planetarium der Schweiz befindet sich im Verkehrshaus in Luzern. Die dortigen digitalen Eigenproduktionen gelten international als besonders aufwändig.

Die derzeit technisch modernsten deutschen Planetarien befinden sich in Hamburg, Bochum, Mannheim und Stuttgart. Sie arbeiten mit dem neuesten Carl-Zeiss-Projektor (Universarium Model IX).

Als modernster Sternenprojektor der Welt gilt der im Wiener Planetarium installierte Universarium Modell IX von Carl Zeiss Jena.

Des weiteren wird im Planetarium Hamburg und im Mediendom Kiel zum ersten Mal in Deutschland das System Digistar 3 der Firma Evans & Sutherland eingesetzt, welches eine 360°-Video-Projektion ermöglicht. Dieser Kosmos-Simulator ermöglicht zum ersten Mal in der Geschichte des Planetariums eine völlig freie Visualisierung komplexer Inhalte weit über die Astronomie hinaus.

Weitere Planetarien


Weltweit sind rund 3.000 Planetarien in Betrieb. Jährlich besuchen ca. 100 Millionen Besucher die verschiedenen Planetarien.

Einzigartig in Europa ist das Planetarium Mallorca, denn es kann in Echtzeit Bilder von nahen und fernen Teleskopen projizieren. Die Darstellung ist mittels eigens dafür von O.A.M entwickelter Software möglich. Das Planetarium steht in Costitx auf der Balearen-Insel Mallorca.

Geschichte


Das älteste Projektor-Planetarium (1926 eröffnet) steht in Jena, wo das Unternehmen Carl Zeiss Jena den Planetariums-Projektor entwickelte. Dort wurde die Projektortechnik später entscheidend weiterentwickelt und die technische Ausstattung von Planetarien in aller Welt entwickelte sich zu einem wichtigen Exportprodukt des zu DDR-Zeiten als VEB Carl Zeiss Jena firmierenden Unternehmens.

Das älteste Mechanik-Planetarium befindet sich in Franeker (Friesland, Niederlande). Im Wohnzimmer eines wunderschönen friesischen Grachtenhauses in Franeker befindet sich dieses sich exakt bewegende Modell des Planetensystems. Es ist zwischen 1774 und 1781 vom Wollkämmer Eise Eisinga gefertigt worden:
Am 8. Mai 1774 gab es einen Zusammenstand von Planeten. Es wurde behauptet, dass diese Planeten zusammenstoßen würden. Dadurch sollte die Erde aus ihrer Bahn geschleudert werden und in der Sonne verbrennen. Else Eisinga wollte mit dem Gerät zeigen, dass es keinen Grund zur Panik gab.

Ausblicke


Mittlerweile gibt es verschiedene Astronomie-Computerprogramme, die auf dem Computer-Monitor ähnliche Darstellungsmöglichkeiten bieten wie ein Planetarium.
Oft kann man sich dabei virtuell im Weltraum zwischen den Sternen bewegen und navigieren. Dazu werden Geschwindigkeit und Entfernungen angegeben, sodass man die räumliche Anordnung der wichtigsten Sterne selbst erkunden kann.

Eine wichtige Neuerung bei Planetarien ist die Kuppelprojektion mit Lasern, wodurch virtuelle Flüge nicht nur im Weltraum, sondern auch auf fremden Planeten oder in Phantasiewelten möglich sind.

Weblinks


Astronomische Organisation | Planetarium | Lichttechnik

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