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Pimp My Ride (auf Deutsch etwa: Motz meine Karre auf, siehe auch Pimp) ist eine erfolgreiche Fernsehshow auf MTV, in der es um das Tuning von alten und kaputten Autos geht. Die erste Folge wurde in den USA am 4. März 2004 gesendet. Moderator ist der Rapper Xzibit.

Die Kandidaten haben die Möglichkeit, ihr altes Auto im Auftrag des Conferenciers und Rappers Xzibit gratis „frisieren“ zu lassen. Dies geschieht bei West Coast Customs, einer US-amerikanischen Firma, die im Süden von Los Angeles gelegen ist. Dabei geht es weniger um Motortuning als um Dinge, die das Erscheinungsbild des Wagens beeinflussen, wie die Lackierung, Zierfelgen und den Einbau einer extravaganten Innenausstattung. Zur Teilnahme muss der Kandidat mindestens 18 Jahre alt sein und in Südkalifornien wohnen. Oftmals werden Teile im Wert von über 20.000 Dollar in die Autos verbaut, darunter sind große Chromfelgen, Flachbildschirme und Soundanlagen. Auch skurrile Sachen wie Aquarien, Espressomaschinen, Dampfbügeleisen und „James Bond-Geheimfächer“ werden eingebaut. Zum Schluss kann der Zuschauer immer noch einen Vorher-Nachher-Vergleich sehen, in dem alle Veränderungen gezeigt werden.

In dieser Sendung fällt auf, dass immer wieder die Namen der Hersteller der eingebauten Tuningteile genannt werden. Es ist davon auszugehen, dass sämtliche eingebauten Teile von den Herstellern kostenlos gestellt werden, im Gegenzug werden sie in der Sendung namentlich erwähnt. Man kann diese Sendung also durchaus auch als Werbesendung für die Hersteller von Flachbildschirmen etc. ansehen. Ob die Besitzer mit den Autos auf Dauer glücklich werden ist fraglich, da nirgend ersichtlich ist ob die notwendigen Reparaturen an Teilen, die nicht für die Optik des Autos relevant sind, auch vorgenommen werden. Z. B. wird nur selten und in absolut unausweichlichen Fällen der Motor repariert (meist gleich ersetzt). West Coast Customs ist außerdem eine Firma die sich speziell auf die optischen Elemente fixiert hat und beschäftigt keinen eigenen Mitarbeiter für Motoren und Getriebe. Außerdem dürften die Kosten für die Wartung der Fahrzeuge nach dem "Pimpen" steil in die Höhe schnellen.

Pimp My Ride UK


Unter dem Namen "Pimp My Ride UK" startete 2006 in Deutschland eine neue Sendung auf MTV. Der Inhalt der Sendung ist der selbe wie im Original jedoch wird "Pimp My Ride UK" in Großbritannien gedreht. Gastgeber ist der britische Rap-DJ und presenter der BBC Radio 1 Rap Show: (Tim) Westwood

Pimp My Fahrrad


Als satirische Antwort auf die US-amerikanische Ausgabe startete MTV Deutschland am 9. April 2005 die neue Sendung Pimp My Fahrrad, in der es um das „Aufmotzen“ von Fahrrädern geht. Meistens werden so genannte „Low Rider“ oder „Chopper-Bikes“ als Basis für das Tuning genommen, wobei im Laufe der jeweiligen Sendung Teile wie Felgen mit 144 Speichen und Benzintanks von Motorrädern auf die Fahrräder montiert werden.

Durch die Serie, die derzeit nur in der deutschen MTV-Ausgabe gesendet wird, führt der aus Filmen wie Die Musterknaben und Bang Boom Bang bekannte Schauspieler Oliver Korittke. Den Part der Schrauber erfüllen diesmal die Mitarbeiter der Hamburger Firma ElbCoastPsycles. Allerdings gibt es keine Firma mit dem Namen ElbCoastPsycles, dies ist nur ein Name für die Show. Hinter dem ganzen steht der Bike Shop Junior's Club aus Hamburg.

Pimp My Whatever


Der neuste Ableger der "Pimp My..."-Reihe heißt Pimp My Whatever. Die erste Folge wurde am 15. Oktober 2005 auf dem Fernsehsender MTV gesendet. In dieser vom MTV-Moderator Patrice Bouédibéla moderierten Serie wird alles oder jeder aufgemotzt, wie z. B. Hundehütten, Parties, etc. Die Aufmotzer sind die ElbCoastPsycles.

Pimp My …


Neben ihrer Verwendung im Titel von Sendungen von MTV sind zahlreiche Variationen von "Pimp my ..." auch in Deutschland längst in die Slogans der Reklameindustrie eingeflossen:
  • Burger King: "Pimp my Burger" (Werbeaktion)
  • Chip und GIGA: "Pimp my PC" (es werden PCs "aufgemotzt")
  • Microsoft: "Pimp my career" (Werbeaktion mit Zielrichtung auf Studenten)
  • Volkswagen: "Unpimp my Ride" (Werbeaktion für den Golf 5 GTi)

Auch Satire- und Comedysendungen parodierten das Phänomen. In der Jimmy Kimmel Live-Show auf dem amerikanischen Sender ABC lief passend zu Xzibits besuch der Beitrag "Pimp My Bride" (dt. Pimp My Braut). Dort war ebenfalls der US-Amerikanische Hip-Hopper Xzibit der Gastgeber der Sendung. Später sendete der NDR in seiner Sendung Extra 3 ein "Pimp My Wife", zwei Wochen später strahlte RTL eine gleichnamige "Persiflage" als Bestandteil der Sendung Freitag Nacht News aus.

Kritik aus europäischer Sicht


Trotz des großen Erfolgs der Sendung in Europa lassen sich an ihrem Beispiel deutliche kulturelle Unterschiede zur europäischen Mentalität aufzeigen, die auch dem unbedarften Zuschauer sofort auffallen dürften. In diesem Zusammenhang wird die Sendung von vielen Europäern als "kitschig" empfunden.

Anbei einige Beispiele:

1.) Ein Großteil der Sendung besteht aus Übertreibungen. Offensichtlich wird dies vor allem bei den teils befremdlichen Freudenausbrüchen.

2.) Ca. 1/4 der Sendezeit einer Episode befasst sich mit der Persönlichkeit des Fahrzeugbesitzers; oft werden dabei auch persönliche Probleme geschildert. Durch die Restauration des verkommenen Fahrzeugs wird dabei der Eindruck erweckt, dass hierdurch auch das Leben des Besitzers eine Wandlung (sprich: Verbesserung) erfahren habe. Kernaussage: Der Besitz materieller Dinge macht glücklich.

3.) Jede Episode endet mit dem Vorführen des Fahrzeuges vor erstaunter Familie und Freunden. Oft werden dabei auch Interviews mit ausgewählten Personen gezeigt, um die Überwältigung zu verdeutlichen. Kernaussage: Anerkennung wird vorwiegend durch das öffentliche Zur-Schau-Stellen des eigenen Besitzes erreicht.

Die genannten Punkte entsprechen dabei teils dem amerikanischen Lebensstil und den damit verbundenen Gepflogenheiten. Deutsche Imitationen wie "Pimp my Fahrrad" greifen dies satirisch auf.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die fragwürdige Qualität der Umbauten. In einigen Folgen wurde die Karosserie des bearbeiteten Fahrzeugs nach dem Lackieren angesägt, um große Felgen montieren zu können. Es wird nicht gezeigt, ob anschließend ein Rostschutz o.ä. durchgeführt wird. Weiter wird nicht gezeigt, wie Überprüfungen und Instandsetzung z.T. lebenswichtiger Teile wie Bremsen, Antriebswellen etc. durchgeführt wird.

Eine direkte Umsetzung dieses Formates in Deutschland wird wohl nicht realisierbar sein, da ein "gepimptes" Fahrzeug im Stil der Originalsendung niemals eine Zulassung des TÜV erhalten würde.

Weblinks


Fernsehserie (USA)

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