| Piemonte (Piemont) | ||
|---|---|---|
bgcolor="#FFFFFF" | Flagge_Piemonts.png | |
| Basisdaten | ||
| Hauptstadt: | Turin | |
| Gliederung: | 8 Provinzen | |
| Fläche: | 25.399 km² | |
| Einwohner: | 4.334.734 (31. Mai 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 171 Einwohner je km² | |
| Homepage: | www.regione.piemonte.it | |
| ISO 3166-2: | IT-21 | |
| Präsidentin | Mercedes Bresso | |
| Karte | ||
| ItalyPiemont.png | ||
Im Norden grenzt das Piemont an die Schweiz, im Westen an Frankreich, italienische Binnengrenzen finden sich im Süden an die Region Ligurien, im Südosten an die Region Emilia-Romagna und im Osten an die Region Lombardei.
Naturgeografisch gliedert sich die Region in drei Teile: Die Alpenregion zieht sich am Rande der Alpen entlang der Ost- und Nordgrenze des Piemont. Hier liegen die okzitanischen Täler (Valle Stura, Valle Maira, Valle Varaita, Valle del Po, Valle del Chisone, Val Pellice, Valle di Susa, Valle d'Aosta) und die Gegend rund um das Westufer des Lago Maggiore. Der höchste Berg des Piemont ist der im hintersten Aostatal gelegene Mont Blanc. Höchster Berg der politischen Region Piemont ist der Monte Rosa, gefolgt von Gran Paradiso mit 4.061 Metern und Monviso mit 3.841 Metern. Der höchste Straßenpass der Alpen, der Col de Sommeiller, befindet sich auch hier. In der Po-Ebene befinden sich die großen Städte des Piemont; hier leben auch die meisten Menschen. Das Hügelland im Südosten der Region (Monferrato, Langhe, Roero) wird in erster Linie landwirtschaftlich und touristisch genutzt; hier wächst der berühmte Wein (Barolo, Barbera, Barbaresco) des Piemont. Piemonte province.jpg Als Verwaltungseinheit teilt sich das Piemont in 8 Provinzen:
Hauptstadt und zugleich größte und bedeutendste Stadt des Piemont ist Turin. Novara, Alessandria, Asti und Cuneo sind weitere Zentren.
Im angrenzenden autonomen Aostatal wird auch französisch gesprochen, das dort auch als zweite Amtssprache gebraucht wird.
Im Laufe der Zeit unterwirft das Haus Savoyen die Markgrafschaften des Piemont. In wechselnden Bündnissen wird das Piemont zum Zankapfel zwischen Frankreich und Habsburg.
1718 vereinigen die Savoyer das Piemont und Sardinien und erhalten die Königswürde - von Gnaden des habsburgischen Kaisers des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation in Wien. Auf die napoleonische Besetzung 1798 (nach der ebenso furiosen wie überraschenden Winterüberquerung des St.-Bernhard-Passes durch Napoleon Bonaparte) folgen 1814 wieder die Österreicher als Schutzmacht, die einen Marionettenstaat unter der Kuratel von Fürst Metternich einrichten. Ab 1847 beginnen zunehmend Aufstände gegen die Österreicher, die 1859 in der Schlacht von Solferino gipfeln: die vereinten Piemonteser und Franzosen schlagen die österreichischen Truppen vernichtend.
1861 wird der Savoyer Viktor Emanuel II. zum König des geeinten Italiens gekrönt. Seither ist das Piemont italienisches Gebiet. Benito Mussolini errichtet ab 1922 eine Diktatur, der Faschismus regiert in Italien bis 1944. Die Tochter von Viktor Emanuel III., Marfalda von Savoyen wird ins KZ Buchenwald verschleppt und kommt dort um.
Mit der Ausrufung der italienischen Republik, die seit 1946 besteht, wird das Haus Savoyen abgesetzt, den Nachfahren der piemontesischen Könige ist bis vor kurzem das Betreten italienischen Bodens verboten gewesen. 1948 wurde das Aostatal autonom. 1969 kommt es in Turin zu blutigen Arbeiteraufständen, in deren Folge die Terror-Gruppe Rote Brigaden (Brigate Rosse) entsteht. Bis in die achtziger Jahre führen sie politisch motivierte Anschläge aus. Seit 1992 entsteht eine neue Unabhängigkeitsbewegung: die Lega Nord, die im Piemont eine Hochburg findet, tritt für eine Trennung Norditaliens vom ungeliebten Süden ein.
Das Regionalparlament Consiglio Regionale del Piemonte hat 60 Sitze.
Der Alpenbogen des Piemont kann auf dem 55-tägigen Weitwanderweg Grande Traversata delle Alpi (GTA) begangen werden.
Berühmte Piemonteser sind etwa Prinz Eugen von Savoyen, die Familie Agnelli (Fiat) und der Autor Umberto Eco aus Alessandria.
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