Phytohormone (griechische Einzahl φυτοορμόνη, fitoormóni, „das Pflanzenhormon“) sind biochemisch wirkende, pflanzeneigene (endogene), organische Verbindungen, die als Botenstoffe (sog. Signalmoleküle) Wachstum und Entwicklung der höheren Pflanzen steuern und koordinieren. Neben den echten Phytohormonen gibt es zahlreiche andere Pflanzeninhaltsstoffe, die ebenfalls wachstumsregulatorische Wirkung zeigen, zum Beispiel einige phenolische Verbindungen und Steroide. Diese gehören jedoch definitionsgemäß nicht zu den Pflanzenhormonen.
Sie sind damit sozusagen das Nervensystem der Pflanze, indem sie Informationen zwischen den pflanzlichen Geweben austauschen und auf äußere ökologische Einflüsse eine spezifische Reaktion bewirken. Pflanzenhormone regulieren im engen wechselseitigen Zusammenspiel die pflanzlichen Wachstums- und Entwicklungsprozesse und können diese auslösen, hemmen oder fördern. Sie steuern und koordinieren auf diese Weise das Wachstum von Wurzel, Spross und Blatt, die Entwicklung von Samen und Frucht, die Seneszenz und Abszission, die Apikaldominanz, Ruhepausen von Pflanzen, den Geotropismus und Phototropismus und viele andere Prozesse.
Entstehungsorte und der auf chemische Wechselwirkung beruhende Mechanismus sind noch wenig erforscht. Angriffsort der Phytohormone sind hormonspezifische Rezeptorproteine. Regulierung der Produktion: Die Pflanzenhormone werden entweder
Im Gegensatz zu tierischen Hormonen haben Phytohormone ein sehr breites Wirkungsspektrum bei geringerer Wirkungsspezifität. Bildungsort und Wirkungsort sind oft nicht eindeutig voneinander getrennt.
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