Phthalsäureester (Phthalate) sind Ester aus der Phthalsäure (meist o-Phthalsäure = 1,2-Benzoldicarbonsäure) und verschiedenen Alkoholen.
Der überwiegende Teil wird als Hilfsstoff (Weichmacher) für verschiedene Kunststoffe (PVC, Nitrocellulose, synthetisches Gummi) verwendet. Die wichtigsten Vertreter der Weichmacher sind das Dioctylphthalat (DOP, Veresterungsprodukt aus o-Phthalsäure mit 2-Ethylhexanol, Alternativbezeichnung: Diethylhexylphthalat, DEHP) und das Di-iso-nonylphthalat. Dimethyl-, Diethyl- oder Dibutylphthalat kommen auch als Bestandteil von Kosmetik oder Körperpflegemitteln und pharmazeutischen Produkten zum Einsatz. Es handelt sich um gesundheitlich äußerst problematische Verbindungen, da sie im Verdacht stehen, wie Hormone zu wirken und beispielsweise Unfruchtbarkeit beim Mann hervorzurufen.
Eine weitere Problematik dieser Stoffe ist, dass sie sich - als Weichmacher in vielen Kunststoffen vorhanden - in organischen Lösungsmittel lösen und so Analyse-Proben kontaminieren können. Weichmacher sind so allgegenwärtig in Kunststoffen, dass Analyselabors, welche entsprechende Proben analysieren, jegliche Kunststoffmaterialien eliminieren müssen.
Aufsehen erregte ein Beitrag des WDR-Magazins Plusminus, der Phthalate in Medikamenten anprangerte.
Chemische Verbindung | Stoffgruppe
Ftalat | Phthalates | Ftalati | Ftalaat
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"Phthalsäureester".
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