Akustik db2phon.jpg Der Wert in Phon gibt an, welchen Schalldruckpegel (in dB) ein Sinuston mit einer Frequenz von 1000 Hz besitzt, der gleich laut wie das Schallereignis empfunden wird. Durch diesen Vergleich der empfundenen Lautstärke eines beliebigen Schallsignals mit der Lautstärke eines Referenzsignals (Sinuston 1000 Hz) ist es möglich, die Hörempfindung mit einem Pegelwert zu beschreiben, nämlich dem Pegelwert des Referenzsignals. Für Sinustöne wird die Abhängigkeit der Lautstärkeempfindung von der Frequenz in den Kurven gleicher Lautstärke (Isophonen) beschrieben (siehe Grafik).
Die unterste Kurve gleicher Lautstärke beschreibt den Verlauf der Hörschwelle und liegt bei 3 Phon, da ein 1000 Hz-Ton (das Referenzsignal für die Phon-Definition) erst ab einem Schalldruckpegel von 3 dB wahrgenommen werden kann. Die Schmerzschwelle liegt etwa bei 130 Phon. Lautere Geräusche werden als Schmerz wahrgenommen und können selbst bei kurzzeitiger Einwirkung zu Hörschäden führen.
Ein quantitativer Vergleich unterschiedlicher Lautstärken ist über die Phon-Skala dagegen nur eingeschränkt möglich:
Insofern ist noch eine weitere Größe zur psychoakustischen Beurteilung der Lautstärke notwendig, die einen möglichst linearen Zusammenhang zwischen objektivem Zahlenwert und psychoakustischem Effekt besitzt. Dieses wird von der psychoakustischen Größe Lautheit mit ihrer Einheit sone geleistet: Einem Geräusch, welches den Lautstärkepegel 40 Phon besitzt, wird die Lautheit "1 Sone" zugewiesen. Ein Geräusch, welches doppelt so laut empfunden wird, erhält die doppelte Lautheit (also 2 sone), usw. Oberhalb von 40 Phon besteht ein logarithmischer Zusammenhang zwischen Sone und Phon (siehe Bild); eine Zunahme des Lautstärkepegels um 10 Phon entspricht hier einer Verdoppelung der empfundenen Lautstärke. Z. B. wird ein Geräusch der Lautstärke 100 Phon 64-mal so laut wahrgenommen, wie ein Geräusch mit 40 Phon (die Lautheit beträgt in diesem Fall also ).
Das Phon spielt allerdings dann eine Rolle, wenn Schalldruckpegel und Lautheit verglichen werden sollen. So bietet z. B. das Lautheitsmessverfahren nach Zwicker die Möglichkeit, sowohl die Lautheit in sone, als auch den Lautstärkepegel in Phon zu bestimmen. Der Lautstärkepegel in Phon erlaubt dann den direkten Vergleich mit bewerteten Schalldruckpegel-Messungen in dB(A) und eine leichtere Bewertung von Unterschieden.
Akustik | Hören | Maßeinheit | Psychoakustik | Schall
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"Phon (Akustik)".
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