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Phloroglucin (1,3,5-Trihydroxybenzol, C6H3(OH)3) ist ein Derivat des Benzols, ein dreiwertiges Phenol. Es kristallisiert aus wässriger Lösung als Dihydrat mit zwei Molekülen Kristallwasser. Salzsaure Phloroglucin-Lösung dient als Nachweisreagenz für Lignin.

R: ?
S:
Strukturformel
Phloroglucin.png
Allgemeines
Name Phloroglucin
Andere Namen 1,3,5-Trihydroxybenzol
Summenformel C6H6O3
CAS-Nummer 108-73-6
Kurzbeschreibung farblose Nadeln
Eigenschaften
Molmasse 126,11 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte ? g/cm³
Schmelzpunkt 218–221 °C
Siedepunkt Zersetzung
Dampfdruck ? Pa (x °C)
Löslichkeit gut in Wasser, Alkohol, schlecht in Chloroform, Benzen
Sicherheitshinweise
R- und S-Sätze
MAK ?
 

Eigenschaften


Phloroglucin kann aus wässrigen Lösungen in From von farblosen Kristallnadeln erhalten werden, die pro Molekül Phloroglucin je 2 Moleküle Kristallwasser enthalten: C6H3(OH)3 * 2 H2O

Physikalische Eigenschaften

Das kristallwasserfreie Phloroglucin hat einen Schmelzpunkt von ca. 218 °C, es zersetzt sich bevor der Siedepunkt erreicht ist.

Chemische Eigenschaften

Vom Phloroglucingerüst leiten sich viele Naturstoffe wie Flavone und Anthocyanfarbstoffe ab. Chemisch verhält es sich oft nicht wie ein Phenol sondern wie ein Keton, so dass eine starke Keto-Enol-Tautomerie angenommen werden muss (siehe Abb). Es ist lichtempfindlich und wird daher in braunen Glasflaschen aufbewahrt. Phloroglucin_Keto_Enol.png

Verwendung


Salzsaure Phloroglucin-Lösung wird bei der Papier-Herstellung zum Nachweis von Lignin, der im Holzschliff enthalten ist, verwendet. Bei Anwesenheit von Lignin in einer Probe tritt eine Rotfärbung auf. In der Mikroskopie dient es zum Entkalken von Knochenproben. Phloroglucin dient auch als Reagens für Pentosen, Pentosane und Aldehyde.

Sicherheitshinweise


Phloroglucin wirkt bei Einnahme giftig. Es ist stark reizend

Anmerkung: Verwandt mit Phloroglucin ist das 1,2,3-Trihydroxybenzol, das sogenannte Pyrogallol. Chemische Verbindung

 

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