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Die Philosophiae Naturalis Principia Mathematica, oft auch Principia Mathematica oder einfach Principia genannt, ist das Hauptwerk von Sir Isaac Newton. Der lateinische Titel bedeutet übersetzt Mathematische Prinzipien der Naturphilosophie.

Geschichte und Übersetzungen


Die Principia wurde 1686 erstmals als Manuskript der Royal Society vorgelegt und am 5. Juli 1687 in lateinischer Sprache veröffentlicht. Von Edmund Halley, welcher der Initiator des Werkes war und auch die Erstausgabe organisierte, immer wieder ermuntert, verfasste Newton eines der größten astronomischen Bücher aller Zeiten.

Im 18. Jahrhundert verfasste die Marquise du Châtelet, eine Freundin von Voltaire, gemeinsam mit Alexis-Claude Clairaut, dem großen Astronomen und Mathematiker, eine Übersetzung ins Französische, welche mit sehr guten und die moderne Integralrechnung benützenden Kommentaren versehen war, was die Nachteile der strikt geometrischen Fassung des Originales stark minderte und den Interessierten näherbrachte.

Es war auch Voltaire, der die berühmte Erzählung von der Entdeckung der Gravitation durch einen auf Newton herabfallenden Apfel in Umlauf brachte. Gerade in Frankreich erfuhren Newtons Theorien, die durchaus nicht bei allen Zeitgenossen Zustimmung fanden, von Anbeginn an ihre größte Akzeptanz. Leibniz und Huygens, zwei große Wissenschaftler von Format, waren und blieben bis zu ihrem Tod skeptisch.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts übersetzte Wolfers das Buch ins Deutsche. Es ist, trotz mancher Mängel, immer noch erhältlich und preiswert. Die Herausgabe des Newtonschen Gesamtwerkes unter Cohen in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts machte die Principia Mathematica wiederum dem Leser im Original zugänglich.

Mathematiker und Astronomen von Rang haben stets Newton, Leonhard Euler und Laplace studiert und tun dies auch heute noch zu Recht. Doch auch heute noch ist die Lektüre eine Herausforderung für jeden Adepten der Astronomie und Physik. Dies auch darum, weil das Werk in Latein verfasst wurde und intensiv auf der Lehre von den Kegelschnitten aufbaut, welche jedoch heute kaum mehr, und wenn, im Stile des Descartes und nicht des Apollonios von Perge gelehrt wird.

Inhalt


Newton leitete in der Principia das Gesetz der Schwerkraft ab. Er vereinte damit die Forschungen Galileo Galileis zur Beschleunigung und Johannes Keplers zu den Planetenbewegungen (Keplerschen Gesetze) zu einer einheitlichen Theorie der Gravitation und legte die Grundsteine der klassischen Mechanik, indem er die drei Grundgesetze der Bewegung formulierte. Auch führte er hier die Konzepte von absoluter Zeit, absolutem Raum, der Fernwirkung und so auch indirekt das Konzept des Determinismus ein, welche allesamt für das naturwissenschaftliche Weltbild vieler Generationen bis zur Relativitätstheorie Albert Einsteins prägend waren.

Das analytische Kraftgesetz der Gravitation wurde zu seiner Zeit auch bereits von Christopher Wren vermutet und ausgesprochen, der erste Beweis geht aber auf Newton zurück, welchen es sehr störte, wenn von Prioritäten ohne die zugehörigen Ableitungen die Rede war.

Weblinks


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