Die vier Philosophenschulen der Antike dienten dem Beisammensein und Gedankenaustausch unter Leuten, die nicht nur gemeinsame philosophische Interessen besaßen, sondern sich auch einzelnen Wissenschaftszweigen widmeten, vor allem der Mathematik, der Astronomie und sonstigen Naturwissenschaften. Disput und Vortrag waren die Unterrichtsmethoden. im Laufe der Zeit bildetet sich eine festere Organisation des äußeren Betriebs wie der wissenschaftlichen Arbeit heraus.
Schüler einer Philosophenschule zu sein, war für den antiken Jungen eine Ehre, da philosophische Bildung in der Antike nicht weit verbreitet war. Es gab ja nur vier Schulen.
Ein Lehrgeld wurde nicht erhoben; doch erhielten die Philosophenschulen von begüterten Mitgliedern des öfteren ansehnliche freiwillige Zuwendungen.
Die im Hain des Heros Akademos (Athen) von Platon gegründete Schule brachte zusammen mit dem Schüler Aristoteles die wichtigsten philosophischen Erkenntnisse der Antike.
Da Aristoteles, einer der bedeutendsten Philosophen, die Leitung der Akademie nicht bekam, gründete er eine neue Schule, den Peripatos, da er der Meinung war nicht unter einem anderen Philosophen arbeiten zu wollen.
Der Name des Peripatos kommt vom griechischen περιπαθέω (peripatheo)= "ich gehe herum", da Aristoteles während des philosophieren immer in der Halle herumging.
Die Stoa, benannt nach der στοά ποικίλη (stoa poikile) auf dem Marktplatz Athens, wurde von Zenon um 300 v. Chr gegründet.
Es geht in der stoischen Ethik um die εδαιμονία (Glückseeligkeit).
Das "summum bonum" (höchste Gut) ist die "virtus"/ρετής (Tapferkeit).
Ihr Motto ist "μολογουμένως τή φύσει ζήν" (homologumenos te physei zen), also "in Einklang mit der Natur leben".
All das, was nicht unmittelbar im Bezug zur virtus steht, ist ein Scheingut. So sind z.B. Gesundheit, Reichtum und Ansehen, aber auch Krankheit, Übel und Tod διάφορα/indifferentia/bedeutungslos.
Wichtig ist, wie der stoische Weise mit diesen Dingen umgeht.
Um die εδαιμονία zu erreichen, muss der stoische Weise die ταραξία (ataraxia), also die unerschütterliche Gemütsruhe, und die πάθεια (apatheia), also Freisein von Leidenschaften, besitzen.
Epikur erwarb einen Garten(griechisch κήπος) und gründete dort seine Schule. Daher auch der Name der Gartenphilosophen.
Wichtig für den Zustand der Eudaimonie ist die δονή(hedone), also die Lust. Dabei ist aber nicht hemmungsloser Lustgewinn gemeint, sondern das Freisein von Schmerzen und Ängsten.
Der Epikureer meidet Politik und alles, was seine Gemütsruhe stören kann (ταραξία), statt dessen pflegt er Freundschaften und Geselligkeit.
Ihr Motto ist "λάθε βιώσας" (lathe biosas), also "Lebe im Verborgenen!".
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