Philipp Karl von Eltz (*26. Oktober 1665, † 21. März 1743 in Mainz) war Kurfürst und Erzbischof von Mainz und Reichserzkanzler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
Doch gerade dort wurden von ihm Entscheidungen gefordert. Schon im Jahr seiner Wahl hatte sich der Erzbischof gegen die Gewährung einer Rente von jährlich 100.000 Gulden verpflichtet, bei einer möglichen Königswahl für Franz Stephan von Lothringen zu stimmen. Dieser war der Mann der habsburgischen Kaisertochter Maria Theresia, an welche nach dem Tod des amtierenden Kaisers Karl VI. gemäß der „Pragmatischen Sanktion“ von 1713 die österreichische Erbfolge fallen sollte.
Mit dieser Verpflichtung, einer klaren Parteinahme für die Habsburger, zog der Erzbischof Kurmainz jedoch in den Konflikt zwischen Österreich und Frankreich hinein. Die beiden Staaten bekriegten sich zunächst im Polnischen Thronfolgekrieg ab 1733. Der Krieg spielte sich dabei vor allem an der Rhein-Grenze ab. Wegen der Gefahr, von den übermächtigen Franzosen überrannt zu werden, ließ Philipp Karl von Eltz (allerdings nur höchst unwillig) die Festungswerke der Stadt Mainz verstärken. 1738 gab Frankreich im Frieden von Wien nach, doch nur um seine ökonomischen Kräfte für den sich durch die teilweise Nicht-Anerkennung der „Pragmatischen Sanktion“ abzeichnenden Österreichischen Erbfolgekrieg aufzusparen. Dieser begann mit dem Tod Kaiser Karls VI. am 28. Oktober 1740. In die folgenden militärischen Auseinandersetzungen griffen auch die Preussen unter dem neuen König Friedrich II. ein. Er war nicht nur mit Frankreich, sondern auch mit Kursachsen und Kurbayern verbündet.
Diese politische Konstellation ließ Philipp Karl von Eltz sein gegebenes Versprechen brechen, da er außerstande war, den habsburgischen Kandidaten gegen solchen Widerstand durchzusetzen. Am 14. Januar 1742 wurde daher der Wittelsbacher Karl Albrecht von Bayern zum neuen Kaiser gewählt. Noch im selben Jahr brachte Österreich ein Koalition gegen Frankreich und Preussen zustande. Den Ausgang dieses Konfliktes erlebte der Kurfürst jedoch nicht mehr. Er starb am 21. März 1743 in seiner Bischofsstadt und wurde im Mainzer Dom begraben.
Siehe auch: Bistum Mainz
Mann | Römisch-katholischer Bischof (18. Jh.) | Kurfürst (Mainz) | Geboren 1665 | Gestorben 1743
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