Phil Collins Duesseldorf.jpg (2005)]] Phil Collins (* 30. Januar 1951 in Chiswick, London; eigentlich Philip David Charles Collins) ist ein britischer Rock/Pop-Sänger, Schlagzeuger, Komponist und Schauspieler.
Nachdem Peter Gabriel 1975 Genesis verließ, übernahm Phil Collins auch die Rolle als Sänger. Die Band hatte mit ihm in den 80ern und frühen 90ern ihre kommerziell erfolgreichste Zeit. 1996 verließ Collins Genesis, um sich nur auf seine Solokarriere zu konzentrieren und auch um mehr Zeit für sein Privatleben zu haben, das er in den dreißig Jahren davor bei seinem enormen Arbeitspensum vernachlässigt hatte.
In der Zeit von 1976 bis 1980 war Phil Collins auch Schlagzeuger bei Brand X, einer Jazzrock-Band, die er mit der Möglichkeit der Improvisation als Ausgleich zu der Arbeit mit Genesis und als Horizonterweiterung sah. Hier rekrutierte er den Keyboarder Peter Robinson (früher bei Quatermass), der später auch auf seinem Solo-Album "Hello I Must Be Going" zu hören ist.
1981 begann Collins seine Solokarriere. Bereits die erste Single - In The Air Tonight - wurde ein Welthit, und das folgende Debütalbum Face Value verkaufte sich sehr gut.
Am 13. Juli 1985 nahm er an beiden Teilen des Live Aid-Konzerts teil. In London trat er zusammen mit Sting auf. Direkt anschließend flog er mit der Concorde nach New York-JFK und per Helikopter weiter nach Philadelphia. Dort nahm er beim Auftritt von Led Zeppelin den Part des 1980 verstorbenen Schlagzeugers John Bonham ein und spielte zudem Schlagzeug mit Eric Clapton.
Während der gesamten 80er war Collins ein Superstar mit Nummer-Eins-Hits rund um den Globus. Auch mit Genesis war dies eine kommerziell enorm erfolgreiche Zeit.
„Nebenbei“ verfolgte der 1,75 m große Brite die Schauspielerei weiter: 1986 ist Phil Collins in einer Folge von Miami Vice (Phil The Shill/ deutsch: Phils Tricks) zu sehen. Er spielt dort einen kleinen Betrüger, der am Ende noch ungeschoren davonkommt. 1988 spielte er im Film Buster den Titelhelden, Buster Edwards. Der Film bekam meist wohlwollende Kritiken, konnte sich aber an der Kinokasse nicht durchsetzen.
1992 verkörperte er den Versicherungsvertreter Roland Copping in der schwarzen Komödie Frauds (dt. Ein schräger Vogel).
Phil Collins ist ein sehr erfolgreicher Songschreiber und wurde in jüngster Zeit mehrmals von Disney für Filmmusiken unter Vertrag genommen, beispielsweise für Tarzan und Bärenbrüder. Im September 2005 erschien die deutschsprachige Version der DVD Tarzan 2, zu der er auch wieder Filmmusik und zwei kurze Gesangsstücke beisteuert. Sein musikalisches Leben dauert bereits über drei Jahrzehnte, in denen Phil Collins über 100 Millionen Soloalben verkauft (zählt man die Arbeit mit Genesis dazu, sind es über 250 Millionen), 7 Grammies und einen Oscar (für den Soundtrack zum Film Tarzan) gewonnen sowie eine beeindruckende Serie von Welthits geschrieben und gesungen hat.
Er benutzt für seine Lieder keine konventionelle Notationsform, sondern hat sich eine eigene ausgedacht. Seine musikalischen Fähigkeiten zeigte er besonders bei der Produktion des Albums Both Sides (1994). Hierauf spielte er sämtliche Instrumente selbst ein. Gelegentlich wird jedoch behauptet, daß die meisten Instrumente gesampelt wurden.
Collins war von 1975 bis 1982 mit Andrea Bertorelli verheiratet. Aus dieser Ehe stammt Sohn Simon, * 1976. Bertorellis Tochter Joely, *1973 wurde später von Collins adoptiert). In zweiter Ehe war Collins von 1984 bis 1996 mit Jill Tavelman verheiratet. Sie haben eine Tochter namens Lily, *1989)
Nach der Scheidung von Tavelman zog Collins in die Schweiz. Dort heiratete er 1999 Orianne Cevey. Sie bekamen die Söhne Nicholas Grev Austin (*2001) und Matthew Thomas Clemence (*2004). Seit Anfang des Jahres 2006 leben Collins und Cevey getrennt.
Seit einiger Zeit leidet Phil Collins an den Folgen eines Hörsturzes, was ihn dazu bewog, in Zukunft auf Marathon-Tourneen rund um den Erdball zu verzichten. 2004 erfolgte die First Final Farewell Tour, die ihn durch Europa und Nordamerika führte. Diese Tour wurde im Herbst 2005 in weiteren Ländern fortgesetzt. Darüber, ob dies wirklich die letzte Gelegenheit war, Collins live zu sehen, darf man nicht nur wegen des spitzbübischen Titels spekulieren. In einem Interview betonte er allerdings, dass dies tatsächlich definitiv seine letzte Tournee sei, der Titel lediglich auf all seine Künstler-Kollegen anspiele, die nach ihren Abschlußtourneen immer wieder zu einer weiteren "Abschlußtour" auf die Bühne zurückkehrten.
Nach der musikalischen Beisteuerung des Soundtracks zum Disney-Film "Tarzan" kam es am 10. Mai 2006 zur Premiere der Musical-Version auf der Bühne am Broadway.
Bandmitglied | Brite | Disney | ECHO-Preisträger | Filmschauspieler | Geboren 1951 | Mann | Oscarpreisträger | Progressive-Rock-Musiker | Rocksänger | Schauspieler | Schlagzeuger
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