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Strukturformel
Phenylalanin - Phenylalanine.png
Allgemeines
Name Phenylalanin
Andere Namen 2-Amino-3-phenyl- propionsäure
Abkürzung Phe, F
essentiell ja
Summenformel C9H11NO2
CAS-Nummer 63-91-2
Kurzbeschreibung weißes Pulver
Eigenschaften
Molmasse 165,19 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte ? g/cm3
Schmelzpunkt 275–283 °C
Siedepunkt thermische Zersetzung
Dampfdruck ? Pa (x °C)
Löslichkeit gut in Wasser (27 g/L bei 20 °C)
Seitenkette hydrophob
isoelektrischer Punkt 5,49
pK-Werte
bei 25 °C
pKCOOH: 1,8
pKNH2: 9,1
van-der-Waals-Volumen 135
Hydrophobizitätsgrad 2,8
Sicherheitshinweise
R- und S-Sätze R: -
S: -
MAK ?
 

Phenylalanin ist eine chirale, aromatische Aminosäure, die in ihrer L-Form in der Natur als Proteinbestandteil vorkommt und für den Menschen eine essentielle proteinogene (= am Eiweißaufbau beteiligte) Aminosäure ist. Phenylalanin leitet sich strukturell vom Alanin ab und ist stark hydrophob. Die D-Form ist für den Stoffwechsel nicht verwertbar und auch nur synthetisch herstellbar.

Historische Informationen


L(-)-Phenylalanin konnte zuerst im Jahr 1879 aus Leguminosen isoliert werden und wurde 1882 erstmals synthetisch dargestellt.

Biosynthese


Phenylalanin lässt sich über den Shikimisäureweg biosynthetisieren. Über den Zimtsäureweg lassen sich die Flavonoide aus dem Phenylalanin biosynthetisieren.

Durch Hydroxylierung entsteht im menschlichen Körper aus Phenylalanin die proteinogene Aminosäure Tyrosin.

Vorkommen


Phenylalanin ist in vielen menschlichen Nahrungsmitteln enthalten, vor allem in Soja aber auch Gemüse, Nüssen, Samen, Weizenkeimen, Milchprodukten, Fleisch und Fisch.

Synthese


Phenylalanin wird, wie andere Aminosäuren auch, im industriellen Maßstab und in beträchtlichen Mengen hergestellt. Dies geschieht meist über Totalsynthese, das heißt ohne biotechnologische Hilfsmittel.

Auf biologischem Weg wird das L-Phenylalanin in Pflanzen aus Shikimisäure hergestellt.

Funktionen


Zusammen mit Asparaginsäure ist Phenylalanin Bestandteil des künstlichen Süßstoffs Aspartam.

Medizin


Für Menschen ist Phenylalanin eine essentielle Aminosäure, die im Stickstoffstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt. In der Leber kann Phenylalanin - wenn ausreichend vorhanden - zu Tyrosin umgewandelt werden. Reicht die Menge Phenylalanin jedoch nicht aus, muss Tyrosin auch mit der Nahrung aufgenommen werden. Da bei starkem Stress dieser Mechanismus nicht mehr funktioniert, muss Tyrosin in solchen Fällen verstärkt aufgenommen werden. Die normale tägliche Dosis sollte 14 mg/kg Körpergewicht (eines Erwachsenen) betragen. Sie wird grundsätzlich ausreichend durch die Nahrung gedeckt (siehe auch oben).

Phenylalanin ist beteiligt an der Synthese von Adrenalin, Noradrenalin, L-Dopa und anderen Hormonen. Sie dient als Stoffwechseledukt für viele weitere Stoffe, z.B. für wichtige Botenstoffe des Gehirns (Dopamin, Serotonin, Tyramin).

Überdosierungen können in seltenen Fällen zu Kopfschmerzen, Angstzuständen und Bluthochdruck führen.

Racemische Gemische aus D- und L-Phenylalanin (DLPA) werden als Schmerzmittel oder auch bei Depressionen verabreicht. Sie wirken stimmungsaufhellend. Damit ist dies eines der seltenen Beispiele für metabolische Wirkungen von D-Enantiomeren. Eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung, bei der Phenylalanin im Körper nicht vollständig abgebaut wird, wird als Phenylketonurie PKU bezeichnet. Diese Erkrankung impliziert eine Unverträglichkeit gegen alle phenylalaninhaltigen Stoffe und Nahrungsmittel, so auch Aspartam. PKU erkrankten Menschen fehlt das Enzym Phenylalaninhydroxylase. Es wandelt beim nicht-erkrankten Menschen Phenylalanin in Tyrosin um. Fehlt das Enzym, steigt die Konzentration an Phenylalanin im Blut. Dies wirkt sich stark auf den gesamten Stoffwechsel aus.

Siehe auch:

Chemische Verbindung | Phenylethylamin

فينيل ألانين | Fenylalanin | Fenylalanin | Phenylalanine | Fenilalanino | Fenilalanina | Fenyylialaniini | Phénylalanine | פנילאלנין | Fenilalanin | Fenilalanin | Fenilalanina | フェニルアラニン | Phenylalanin | Fenilalaninas | Fenylalanine | Fenylalanin | Fenyloalanina | Fenilalanina | Фенилаланин | Фенилаланин | Fenylalanin | 苯丙氨酸

 

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