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Phelophepa bedeutet gute, saubere Gesundheit und ist der Name eines Gesundheitszuges in Südafrika. Der Zug ist seit 1994 jährlich 9 Monate unterwegs mit verschiedenen Ärzten. Diese Klinik auf Schienen funktioniert wie eine Art Poliklinik.

Der Zug macht in verschiedenen Orten jeweils eine Woche Station, um der Bevölkerung eine Grundversorgung an medizinischen Untersuchungen und z. T. der Versorgung zu geben. Der inzwischen 16 Wagen lange Zug bietet auch Spezialuntersuchungen wie Augen, Labortests, Gebiß/Zahnheilkunde und Röntgen an.

Der Zug ist ca. 350m lang und wiegt über 600 Tonnen. Der Phelophepa-Gesundheitszug hat zur Zeit 16 Wagen, Getragen wird der Zug von Transnet (südafrikanische Verkehrsgesellschaft) und der Rand Afrikaans University (RAU) in Johannesburg und einer Vielzahl von unterstützenden Stellen.

An einem Tag wird der Zug und seine Zelte an einem Bahnstop aufgebaut und die Wartezonen eingerichtet. Dann etwa 3-4 Tage praktiziert. Zum Personal gehören 14 ständig Mitarbeitende und jeweils 40 Medizin-Studenten, die sich auf ihren Beruf vorbereiten und ein freiwilliges Praktikum von zwei Wochen leisten.

Entwicklung des Projekts


Das Projekt startete 1994 mit 13 Wagen mit Augenärzten, Gesundheitstraining und Allgemeinmedizinern. Im Jahr 1995 wurde der Zug um 2 Wagen auf 15 Wagen erweitert und konnte nun auch Zahnärzte und eine Röntgenstation mitführen. Gegen Ende 1996 wurde der Zug um einen weiteren Wagen erweitert, der alte Zahnarztwagen wurde zum Beratungswagen und der neue Wagen zur Zahnarztklinik. 1998 wurde der Wagen der Röntgenklinik ebenfalls zu einem Zahnarztwagen umgewandelt

Bedeutung, Finanzierung, Sponsoren


Der Gesundheitszug behandelt jährlich über 180 000 Patienten. Seit 1994 wurden 452 657 Menschen medizinisch behandelt. Außerdem haben 746 828 Menschen am Gesundheitstraining und medizinischen Schulungen teilgenommen.

Viele Menschen, besonders Frauen im ländlichen Bereich, erhalten so erstmals in ihrem Leben ärztliche Hilfe. Es ist unglaublich erschütternd zu beobachten, wenn massiv Sehbehinnderte durch eine Brille erstmals ihre Umgebung erkennen können. Die Patientinnen kommen oft tage- und nächtelang zu Fuß anmarschiert.

Die Phelophepa-Mitarbeiter können die weitere Behandlung der Krebs- und Diabetespatienten nicht übernehmen, da der Zug durchschnittlich jeweils nur eine Woche alle zwei Jahre an den verschiedenen Haltestellen Station macht. Die Mitarbeitenden können aber auf die Unterstützung der Kliniken, Ärzte und Sozialarbeiter in der Region zählen – und manchmal sogar auf die Hilfe von traditionellen Medizinmännern (Siehe Medizinmann). Bei der Diagnose von Krebs oder Diabetes werden die Patienten für die weitere Behandlung an die nächste Klinik verwiesen.

Unterstützung

Der Gesundheitszug wird von akademischen Institutionen, Behörden, Gemeinden, verschiedenen Unternehmen und Gesellschaften, sowohl aus Südafrika als auch international, finanziell unterstützt. Allein Transnet bezahlt ca. 70% der laufenden Kosten, welche monatlich ca. 875 000 Südafrikanische Rand (ca. 75576 US Dollar) betragen.

  • Zusätzlich hat Transnet ca. 1,3 Mio. US Dollar als Kapital-Investition an Phelophepa gespendet.
  • Es soll nicht verschwiegen werden: Das Projekt benötigt laufend weitere UNTERSTÜTZUNG.

Literatur - Film-Dokumentation


  • Phelophepa - Der Zug der Hoffnung. Dokumentation, Deutschland 2004. Sender: arte 25.02.2005

  • Pete Smith: Ein rollendes Spital bringt den Hoffnungslosen ein Stück Hoffnung. In: Ärztezeitung vom 22.11.2003 (Medizinische Versorgung für die Landbevölkerung Südafrikas / Die von Roche unterstützte Klinik auf Schienen existiert seit fast zehn Jahren)

Weblink


Gesundheitswesen | Südafrika

 

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