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Der Phantomschmerz ist ein Schmerz, der nach der Amputation eines Körperteils, meist einer Extremität (Arm oder Bein) oder eines Teils einer Extremität (z.B. Unterschenkel, Fuß, Finger), aber auch Enddarm oder Zahn auftritt. Obwohl der Patient den betroffenen Körperteil nicht mehr besitzt, verspürt er dort dennoch Schmerzen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bei der Amputation Nerven geschädigt werden, die unter anderem für die Schmerzweiterleitung aus dem amputierten Organ zuständig sind. Das Gehirn interpretiert die dadurch entstehenden Signale als Schmerzen im amputierten Körperteil.

Prävention


Forschungen in den letzten Jahren haben ergeben, dass bei Amputationen trotz Vollnarkose die Nerven an der Amputationsstelle Schmerzsignale an das Gehirn senden, die sich wegen ihrer Stärke und Dauer dort einprägen. Dies führt dazu, dass eine anhaltende Schmerzempfindung entsteht, obwohl es den entsprechenden Körperteil nicht mehr gibt. Durch eine zusätzliche Regional- oder wenigstens Lokalanästhesie während der Amputation kann daher die Gefahr der Entstehung eines Phantomschmerzes verringert werden.

Unterscheide: Stumpfschmerz - lokaler, provozierbarer Schmerz unmittelbar in Absetzungsregion (Tinel-Hoffmann-Zeichen) durch Stumpfneurom. Therapie: gezielte Neuromsklerosetherapie H. Gruber et al.: Sonographically guided phenol injection in painful stump neuroma in: American Journal of Roentgenology, Vol. 182, S. 952-954, 2004.

Übertragene Bedeutung


Der Begriff wird auch gern im übertragenen Sinne dafür verwendet, dass jemand eine andere Person oder einen angestammten sozialen Status schmerzlich vermisst.

Weblinks


Fußnote und Quellenangaben


Neurologie | Schmerztherapie

Phantom limb | Membre fantôme | 幻肢 | 幻肢

 

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