Pfullingen ist eine deutsche Kleinstadt in
Baden-Württemberg am Fuß der
Schwäbischen Alb. Sie grenzt unmittelbar an den Südosten der Kreisstadt
Reutlingen, das sogenannte "Tor zur Schwäbischen Alb", an.
Geografie
Geografische Lage
Pfullingen liegt am Fuß der
Schwäbischen Alb im Tal der
Echaz. Es ist umgeben von kleineren Anhöhen wie der
Achalm, dem
Georgenberg und dem
Ursulaberg.
Nachbargemeinden
Folgende
Städte und
Gemeinden grenzen an die Stadt Pfullingen, sie werden im
Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum
Landkreis Reutlingen:
Eningen unter Achalm, St. Johann, Lichtenstein, Sonnenbühl und Reutlingen.
Geschichte
Der Name Pfullingen leitet sich wahrscheinlich von
Phulo, dem alemannischen Stammesführer ab, dessen Ansiedlung um das Jahr 260 auf heutigem Stadtgebiet war.
Auf einer Schenkungsurkunde von Kaiser Otto I., dem Großen, aus dem Jahre 937 wird Pfullingen erstmals urkundlich erwähnt.
Das Stadtrecht erhielt Pfullingen 1699 zurück. Es war durch den Städtekrieg verloren gegangen.
1999 fanden in Pfullingen die Heimattage Baden-Württemberg statt.
Politik
Gemeinderat
Bei der Gemeinderatswahl am 13. Juni
2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
- FW - 7 Sitze
- CDU - 6 Sitze
- UWV - 5 Sitze
- SPD - 2 Sitze
- Grüne - 2 Sitze
Bürgermeister
Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Rudolf Heß endet am 13. Januar 2007.
Wappen
Das heutige Wappen erscheint erstmals
1501 auf einer Urkunde. Der Hintergrund ist blau, das ist die Farbe der Herren von Lichtenstein und der Rempen. Das weiß-rote Kissen weist auf den alemannischen Stammesführer
Phulo hin. Darüber in schwarz die württembergische
Hirschstange.
Städtepartnerschaften
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
- Stadtgeschichtliches Museum im Schlößle
- Trachten- und Mühlenmuseum in der Baumannschen Mühle
- Pfullinger Museen, Griesstraße
Musik
Schönbergturm bei PfullingenV1.JPG]]
- Akkordeon-Orchester im Schwäbischen Albverein Ortsgruppe Pfullingen, gegründet 1951
- Männergesangverein Eintracht Pfullingen 1904 e.V.
- Liederkranz Pfullingen e.V., gegründet 1837
- Musikverein Stadtkapelle Pfullingen e.V., gegründet 1903
- Spielmanns- und Schalmeienzug Pfullingen e.V., gegründet 1985
- Musikschule Pfullingen
- Music-Creativ Pfullingen
- Discothek JABA (Hip Hop, Pop, Dance & House, Rock und Partymusik)
- Sunrize - junge Coverrockband Homepage
Bauwerke
- Der Schönbergturm (793 m ü. NN), im Volksmund außerhalb Pfullingens auch „Pfullenger Onderhos“ („Pfullinger Unterhose“) genannt, bildet ein im Südwesten auf der Alb gelegenes weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt und wurde 1906 fertiggestellt. Der umgangssprachliche Name des Schönbergturms „Pfullinger Unterhos“ wird mit der größten Unterhose der Welt Realität: zum 100. Geburtstag wurde der Schönbergturm am 02. Juli 2006 mit einer echten Unterhose aus LKW-Plane eingekleidet. Angeliefert wurde das Prachtstück kurz nach 12 Uhr von einem Helikopter. Vier Wochen lang kann das Gebäude in seinem neuen Gewand bestaunt werden. Die Organisatoren erhoffen sich einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde: der Antrag für die größte Unterhose der Welt ist gestellt! :-)
- Schlößle, um 1450 gebautes Fachwerkgebäude
- Klosterkirche des ehemaligen Klarissenklosters (13. Jahrhundert bis zur Reformation)
- Martinskirche im spätgotischen Stil. Teilweise von 1463 erhalten.
- Pfullinger Hallen mit großflächigen Jugendstilmalereien, Architekt war Theodor Fischer, am 22. Oktober 1907 von Louis Laiblin der Stadt gestiftet.
- Baumannsche Mühle
- Erdhügelhaus, erbaut 1995
Parks und Grünanlagen
- Hochzeitswiese
- Klostergarten
- Klosterseeanlage
- Parkanlage der Villa Laiblin
- Schloßpark
- Stadtgarten
Naturdenkmäler
- Trollblumenwiese Kaltenbronnen 1,5 ha
- Bergwiese Schömberg 4,7 ha
- Trollblumenwiese Ochsensteige 0,3 ha
- Feuchtgebiete Wolfsgrube 3,8 ha
- Feuchtgebiet Echazwinkel 0,1 ha
- Feuchtgebiet Saure Wiesen 0,6 ha
Naturschutzgebiete
- Ursulahochberg 9,0 ha
- Kugelberg 26,7 ha
- Kugelberg (städt. Naturschutzgebiet) 26,9 ha
- Bergwiese Gielsberg 68,0 ha
Landschaftsschutzgebiete
- Reutlinger und Uracher Alb 52,0 ha
- Georgenberg 8,0 ha
Sport
- VfL Pfullingen
- Schützengilde Pfullingen 1522 e.V.
- Segelfluggelände Übersberg
- DLRG OG-Pfullingen
- Mountainbike-Club Pfullingen
- Tauchsportfreunde Pfullingen e.V., gegründet 4. Mai 1982
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die Bundesstraße
B 312, von der Bundesautobahn
A 8 beim
Flughafen Stuttgart kommend, führt an Pfullingen vorbei über
Riedlingen und
Biberach an der Riß nach
Memmingen.
Im Dezember 2003 wurde die Umgehung der Ortsdurchfahrt in Form eines ca. 1,8 km langen Tunnels für den Verkehr freigegeben.
Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Stadt befindet sich in der Wabe 220.
Ansässige Unternehmen
- BlessOF GmbH, Briefumschläge, Versandtaschen und Mailinghüllen
- RUWEL AG, Spezialfabrik für Leiterplatten
Bildung
Weiterführende Schulen:
- Friedrich-Schiller-Gymnasium
- Wilhelm-Hauff-Realschule
- Volkshochschule Pfullingen
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
- ca. 924, St. Wolfgang, † 31. Oktober 994, Mönch und Bischof von Regensburg
- ca. 1016, Kuno (Konrad) I. von Pfullingen, † 1. Juni 1066, Erzbischof von Trier
- 1861, 4. Juni, Ernst Louis Philipp Friedrich Laiblin, † 10. Februar 1927, Geheimer Hofrat, Mäzen
- 1928, 20. Mai, Paul Bader (PeBe), Künstler
- 1937, 17. Mai, Hermann Rapp, Künstler
- 1968, 14. Februar, Martin Bader, Fußball-Funktionär
Sonstiges
Bekannt wurde Pfullingen in den letzten Jahren durch die Installation eines Prototypen des neuartigen Fußgängerüberweg-Systems
Peoplemover und im Handball durch den
VfL Pfullingen, der vier Spielzeiten bis 2006 in der Ersten
Handball-Bundesliga bestritt, nach dem sportlichen Abstieg 2006 aber Insolvenz anmeldete.
Eine weitere Größe, die Pfullingen in den Mittelpunkt der Windhundszene stellt, ist die Erfindung der Hasenzugmaschine.
Literatur
- Hermann Fischer, Brigitte Neske, Hermann Taigel (Herausgeber): Pfullingen. Verlag Günther Neske, Pfullingen 1982, ISBN 3-7885-0252-5. Umfassende Darstellung der Stadtgeschichte, seiner Flora und Fauna u.a.
- Martin Fink, Ina Brandmaier (Herausgeber): Pfullinger Sagen. Druck: Robert Blessing GmbH, Pfullingen 1987, 51 Seiten
Weblinks
- http://www.pfullingen.de/ offizielle Webseite der Stadt Pfullingen
Ort in Baden-Württemberg Landkreis Reutlingen
Pfullingen | Pfullingen