Pfronten ist eine
Gemeinde im
schwäbischen Landkreis Ostallgäu und liegt im Südwesten von
Bayern, direkt an der Grenze zu
Tirol (
Österreich).
Geografie
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Pfronten ist eine von insgesamt 46 Städten und Gemeinden im
Landkreis Ostallgäu.
Das Gemeindegebiet, das von der Vils durchflossen wird, besteht aus den Gemarkungen Bergpfronten und Steinachpfronten. Pfronten liegt am Fuße des Breitenbergs, des Kienbergs sowie des Falkensteins auf einer Höhe von 853 m ü. NN.
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden Pfrontens sind auf deutscher Seite die Stadt
Füssen, die Gemeinde
Eisenberg und der Markt
Nesselwang. In Österreich liegen benachbart die Kleinstadt
Vils sowie das
Tannheimer Tal mit den Gemeinden
Grän,
Tannheim,
Schattwald,
Zöblen und
Nesselwängle.
Gliederung der Gemeinde
Pfronten gliedert sich in 13 Gemeindeteile. Sie heißen Weißbach, Steinach, Ösch, Dorf, Meilingen, Heitlern, Ried, Berg, Röfleuten, Halden, Kreuzegg, Rehbichel und Kappel. Verteilt auf diese Ortsteile leben 7.779 Einwohner in Pfronten.
Geschichte
Dank einer
römischen Nachschubstraße nach
Cambodunum (das heutige
Kempten), die durch das heutige Pfronten führte und ihr als Lebensader diente, blickt Pfronten auf eine über 2000-jährige Besiedlungsgeschichte zurück. Nach Abzug der römischen Truppen mischten sich nach und nach immer mehr
heidnische Alemannen von Norden kommend unter die noch siedelnden christlichen Römer. Es bildete sich so im Laufe der Zeit eine Bevölkerung, die unter fränkisch-karolingischen Einfluss eine Einheit mit der deutschen Sprache und dem christlichen Glauben bildete. Später gehörte Pfronten dann ab 1803 zu Bayern.
Der Name Pfronten rührt vom althochdeutschen Phruonta bzw. dem mittelhochdeutschen Phruende her. Dies bedeutet Rodung. Durch die Rodung im Pfrontener Tal wurden immer größere Flächen für die Besiedelung frei. Es entstanden nach und nach die heutigen 13 Ortsteile, die unter dem gemeinsamen Namen für die Rodung begrifflich waren.
Politik
Städtepartnerschaften
Seit 2002 besteht eine Partnerschaft mit der
französischen Gemeinde
Thoiry.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
In Pfronten findet sich ein
Heimathaus, das eine heimatkundliche Ausstellung beherbergt. Ein Besuch des
Kristallmuseums empfiehlt sich ebenso.
Bauwerke
Die auf dem Berg Falkenstein in 1268 Metern Höhe gelegene
Burgruine Falkenstein ist die höchstgelegene Burgruine Deutschlands. Ein Bauvorhaben von König Ludwig II. scheiterte an dessen frühen Tod. In der nahen Umgebung finden sich zahlreiche monumentale Bauten wie z. B. das
Schloss Neuschwanstein bei Füssen oder das
Schloss Hohenschwangau.
Sport
Pfronten besitzt ein Eisstadion mit einer Grundfläche von 1.800 m².
Außerdem gibt es zahlreiche Skilifte, z.B. in Röfleuten und Steinach sowie auf dem Breitenberg.
Vereine
Es finden sich zahlreiche Sportvereine mit den zugehörigen Sportstätten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Pfronten liegt direkt an der
Außerfernbahn, einer Eisenbahnstrecke, die
Kempten im Allgäu mit
Reutte und weiter mit
Garmisch-Partenkirchen verbindet.
Wirtschaft
Die wirtschaftliche Situation der Gemeinde Pfronten ist stark durch den Tourismus geprägt. Neben ansässiger Industrie für Feinmechanik, Maschinenbau (Deckel Maho Gildemeister) und Optik bildet der
Fremdenverkehr die Haupteinnahmequelle.
Fremdenverkehr
Es stehen etwa 5.000 Betten für Übernachtungsgäste zur Verfügung. Im Jahr 2003 registrierte Pfronten 680.000 Übernachtungen durch Touristen. Die
Breitenbergbahn führt die Besucher auf den
Breitenberg und somit auf die Pfrontener Hochalpe. Diese dient den Besuchern im Sommer als Wandergebiet und im Winter als Skigebiet.
Ansässige Unternehmen
- Deckel Maho Gildemeister - Herstellung und weltweiter Vertrieb von Fräsmaschinen
- Dornier - Herstellung und weltweiter Vertrieb von Webmaschinen
- Bavaria Digital Technik GmbH - Automatisierungs- und Prozessleittechnik
Bildung
Grund- und Hauptschule
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