Die Pfrimm ist ein 43 km langer, linker bzw. westlicher Nebenfluss des Rheins in Rheinland-Pfalz (Deutschland).
Ihre Quelle, die 1927 mit Basaltsteinen gefasst wurde, befindet sich im nördlichen Pfälzer Wald etwa 8 km südlich des Donnersbergs bei Sippersfeld. Von dort fließt das Wasser der Pfrimm in Richtung Osten unter anderen über Marnheim, Albisheim, Wachenheim und Monsheim nach Pfeddersheim, einem etwas abseitigen bzw. westlichen Stadtteil von Worms. Danach fließt die meist begradigte bzw. kanalisierte Pfrimm durch das eigentliche Worms. In der Stadt fließt sie entlang des bereits im Mittelalter angelegten und 1841 im Rahmen der Pfrimmregulierung erhöhten Leiselheimer Damms (auch Pfrimmdamm genannt; seit 1890 mit Fußweg), an dem sich der knapp 300 m lange Pfrimmweiher befindet, und das nachfolgend erläuterte Ochsenklavier durchfließend unter anderen durch den Karl-Bittel-Park. Nach dem Durchfließen der Stadt mündet die Pfrimm etwa 3 km nördlich des Zentrums in den Oberrhein.
Später wurde direkt über dem Pfiffligheimer Wehr eine Fußgängerbrücke errichtet, so dass das Ochsenklavier schnell an Bedeutung verlor. Außerdem wurde eine Fischtreppe errichtet, über die Fische den Höhenunterschied am Wehr überwinden können.
Ein viel älteres Ochsenklavier befindet sich im Worms-Pfeddersheimer Westen, etwa in der Mitte der vom Pfeddersheimer Freibad zur Firma Enzinger führenden Enzingerstraße (Höhe Weingut Wendel). An diesem Bauwerk wurde früher die Pfrimm durch eine recht imposante betonierte Sperre mit Wehr aufgestaut, um den (inzwischen aufgelassenen) Mühlbach abzuleiten. Das nicht für den Mühlbach benötigte Wasser floß über das verstellbare Wehr oder bei höherem Wasserstand über die gesamte Breite der betonierten Sperre ab. Auch hier war ein Ochsenkavier gebaut worden, auf dem man bis zu mittleren Wasserständen trockenen Fußes die Pfrimm überqueren konnte. Ein beliebtes Spiel insbesondere der männlichen Jugend war es natürlich, die andere Seite zu erreichen, wenn das Ochsenklavier vollständig überflutet war; so mancher ging dabei baden und wurde von den Fluten mitgerissen, was wegen der starken Strömung und der Wasserwalzen nicht ungefährlich war - ernsthaft verletzt hat sich dabei vermutlich nie jemand. Und noch zwei "Attraktionen" bot das Stauwerk: Der Mühlgraben war dort über einen Meter, am Wehr sogar über zwei Meter tief, und wurde nicht nur von Kindern und Jugendlichen, sondern auch von manchem Erwachsenen gern zum Baden und Tauchen genutzt - ebenso wie der Wasserfall, der sich über das Wehr in die Pfrimm ergoss, mindestens so beliebt war wie heute die Schwallbrausen in den so genannten Erlebnisbädern. Zur Vollständigkeit: Das beschriebene Staubauwerk bzw. die dortige Badegelegenheit wurde von den Pfeddersheimern "Puhl" (also neudeutsch Jauche, Gülle) genannt, obwohl das Wasser durchaus gute Qualität hatte (immerhin wurde das Freibad viele Jahre lang mit -aufbereitetem- Wasser aus dem vorbei fließenden Mühlbach betrieben.
Die Pfrimm führt immer wieder mal starke Hochwasser, so zum Beispiel 1882 und '92, 1902, '40, '50, '78 und '95 sowie 2003. Besonders stark war das Hochwasser vom 27. November 1882, als alle Mühlen entlang des Flusses im Wasser standen und sich die Felder auf weiter Strecke in eine Seenlandschaft verwandelten, so dass das Wasser sogar über die Gaustraße in Neuhausen hinaus lief und sich nicht nur an seiner normalen Mündung sondern auch bereits östlich der bzw. in Höhe der Liebfrauenkirche am so genannten Handelshafen in den Rhein ergoss.
Boot / Schiff:
Die Pfrimm ist als Gewässer II. Ordnung klassifiziert und lediglich mit Kanus oder Kajaks befahrbar.
Auto:
Während neben zahlreichen kleinen Landesstraßen, die durch das Pfrimmtal verlaufen, die B 47 parallel zum Fluss durch das Tal führt, kreuzt dieses bei Monsheim die B 271. Neben der A 63, welche entlang des Oberlaufs des Flusses führt, wird die Pfrimm von der A 61 auf der rund 30 m hohen und 1.471 m langen Talbrücke Pfeddersheim östlich von Worms-Pfeddersheim überquert.
Zug:
Die Zellertalbahn, eine regionale Nebenbahn des ÖPNV, führt durch das Pfrimmtal.
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