| Wappen | Karte | |||
|---|---|---|---|---|
| Wappen Pforzheim.png | Karte_pforzheim_in_deutschland.png | |||
| Basisdaten | ||||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |||
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |||
| Region: | Nordschwarzwald | |||
| Kreis: | Stadtkreis | |||
| Geographische Lage: | ||||
| Höhe: | 263 m ü. NN | |||
| Fläche: | 98,03 km² | |||
| Einwohner: | 118.755 (2. Februar 2006) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 1.212 Einwohner je km² | |||
| Ausländeranteil: | 17,8 % | |||
| Postleitzahlen: | 75101-75181 (alte PLZ 7530) | |||
| Vorwahlen: | 07231 und 07234 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | PF | |||
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 31 000 | |||
| Stadtgliederung: | 16 Stadtteile | |||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 75175 Pforzheim | |||
| Website: | www.pforzheim.de | - | Politik | |
| Oberbürgermeisterin: | Christel Augenstein (FDP/DVP) | |||
Pforzheim ist eine Großstadt im Westen Baden-Württembergs. Sie liegt am Nordrand des Schwarzwalds. Wegen ihrer Lage und wegen der lange hier ansässigen Schmuckindustrie wird sie auch als Goldene Pforte zum Schwarzwald oder als Goldstadt bezeichnet. Nächstgrößere Städte sind Karlsruhe, etwa 25 km westlich und Stuttgart, rund 37 km östlich.
Pforzheim war einst badische Residenzstadt. Heute ist sie kreisfreie Stadt und zugleich Sitz des Enzkreises, von dem das Stadtgebiet fast vollständig umschlossen ist. Sie ist ferner das Oberzentrum der Region Nordschwarzwald und damit eines von 14 Oberzentren, die der baden-württembergische Landesentwicklungsplan 2002 ausweist. Pforzheim ist nach der Einwohnerzahl die achtgrößte Stadt Baden-Württembergs.
Ispringen, Neulingen, Kieselbronn, Niefern-Öschelbronn, Wurmberg, Wimsheim, Friolzheim, Neuhausen (Enzkreis), Unterreichenbach, Engelsbrand, Birkenfeld (Württemberg), Keltern und Kämpfelbach
90 die erste Urkunde, der römische Leugenstein von Friolzheim, weist auf die römische Siedlung 'Portus' (lateinisch für Hafen) hin. Die Siedlung liegt an der römischen Heerstraße zwischen Oberrhein- und Neckargebiet gerade dort, wo die Fernhandels- und Heerstraße die Enz (kurz nach der Vereinigung mit der Nagold) in einer Furt überquert. Wohl schon zu dieser Zeit etabliert sich die Flößerei in der römischen Siedlung, da die Enz ab "Portus" durch den Zufluss von Nagold und Würm schiffbar wird. Über eine zu vermutende Hafenanlage an der Enz ist nichts weiter bekannt. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist der lateinische Name unvollständig überliefert und hatte weitere Bestandteile. Ein weit verbreiteter, auf Philipp Melanchthon zurückgehender Irrtum ist, dass der Name Pforzheim von portus=Tor (zum Schwarzwald) kommt.
3. Jahrhundert: Angefangene römische Großbauten lassen den Schluss zu, dass die kleine Handwerkersiedlung zu einem Verwaltungszentrum, etwa einem Civitas-Hauptort, ausgebaut werden soll.
259/260 erobern Franken und Alamannen die rechtsrheinischen Gebiete des römischen Reichs. Die Siedlung 'Portus' wird dem Erdboden gleich gemacht. Die Überlieferung über die Siedlung bricht vorerst ab.
6. und 7. Jahrhundert: Reihengräberfunde weisen ebenso wie der Ortsname Pforzheim auf die Kontinuität der Siedlung hin.
Über die römische Siedlung wächst die später so genannte "Alte Stadt" von Pforzheim. Ein Zeugnis unter anderem für diese Zeit ist die Grabungsanlage am Kappelhof im Untergeschoss des Caritas-Gebäudes.
1067 wird Pforzheim in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. zum ersten Mal erwähnt, um 1080 erhält die Siedlung das Marktrecht. Ab 1220 wird Pforzheim zur Residenz der badischen Markgrafen. Von 1535 bis 1565 ist Pforzheim Residenz des badischen Markgrafen Ernst. Danach wird die Residenz nach Durlach (heute Stadtteil von Karlsruhe) verlegt. Die Stadt bleibt aber Sitz eines badischen Amtes. Vom frühen Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ist Pforzheim ein Handelszentrum für die Flößerei. Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert erlebt Pforzheim seine erste Blütezeit. Im 18. Jahrhundert entsteht die Schmuck- und Uhrenindustrie, durch die Pforzheim Reichtum und Bekanntheit erlangt. Ende des 20. Jahrhunderts verschwindet die Schmuck- und Uhrenindustrie in großen Teilen aus Pforzheim und wandert nach Fernost (unter anderen China, Thailand: Bangkok) aus. Pforzheim wird in seiner Geschichte mehrfach zerstört und wieder aufgebaut: 260, 1645, um 1690 gleich dreifach und zuletzt 1945.
1067 Erste Erwähnung der Siedlung Pforzheim in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. Beurkundete Besuche Pforzheims durch Kaiser Heinrich des IV in den Jahren 1067 und 1074.
1100 Dem Codex des Klosters Hirsau ist zu entnehmen, dass die "Alte Stadt" von Pforzheim bereits vor 1100 Marktrecht besitzt und sich im Besitz des Klosters Hirsau befindet.
12. Jahrhundert: Die "Alte Stadt", klösterlich-kirchlich geprägt, mit einer Nikolauskapelle (Schutzpatron der Flößer und Schiffer), im Schutz einer frühen Martinskirche, bekommt Konkurrenz von einem neuen Siedlungskern ("Neustadt"), unterhalb eines 800m flussaufwärts gelegenen Burgbergs mit einer Michaelskapelle (heutiger Schlossberg mit Schlosskirche). Die "Neustadt" wächst schnell.
1220 die badischen Markgrafen wählen Pforzheim zur Residenz. Der Schwerpunkt verschiebt sich zugunsten der "Neustadt" - die "Alte Stadt" verliert an Bedeutung.
1240 Erste urkundliche Erwähnung eines Pforzheimer 'Bürgermeisters'.
1447 "Pforzheimer Fürstenhochzeit": Die Hochzeit des badischen Markgrafen Karl I. mit Katharina von Österreich, der Schwester Kaiser Friedrichs III., wird in Pforzheim mit großem Prunk gefeiert.
1455 Johannes Reuchlin, der große deutsche Humanist, wird am 29. Januar in Pforzheim geboren (gestorben am 30. Juni 1522 in Stuttgart). Unter der besonderen Führung von Johannes Reuchlin entwickelt sich die Pforzheimer Lateinschule zu einer der bedeutendsten Gelehrtenschulen Süddeutschlands. Ihre Lehrer und Schüler spielen eine wichtige und herausragende Rolle in der Ausbreitung des Humanismus und der Reformation. Zu den bekanntesten Schülern gehört Reuchlins Neffe Philipp Melanchthon. Reuchlin ist heute Namensgeber für das Reuchlinhaus (Schmuckmuseum), den Reuchlinpreis, das Reuchlin-Gymnasium.
1501 erlässt Markgraf Christoph die "Ordnung der flötzer oder schiffer zu Pfortzheim". Zu den ältesten Gewerben in Pforzheim zählt die Flößerei. Die über Enz, Nagold und Würm geflößten Einzelstämme und Kleinflöße aus dem tiefen Schwarzwald (die langen und geraden Tannen waren als Baumaterial ideal) werden in der Pforzheimer Au zu Großflößen für die untere Enz und die Wasserlinie Neckar/Rhein umgebunden. Jedem Floßfahrer der vergangenen Jahrhunderte sind die Flößer-Stationen Weißenstein, Dillstein und Pforzheim feste Begriffe. Pforzheim besitzt zu dieser Zeit auch eine Zollstation für Flößer, an der Flößer für die Beschiffung der Wasserwege eine Gebühr entrichten müssen.
1535 bis 1565: Bei der Erbteilung der badischen Lande ist Pforzheim Residenz der Markgrafen von Baden-Durlach, die sich jedoch immer mehr in die Rheinebene (Durlach) zurückziehen.
1618: Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges bringt es Pforzheim auf eine Einwohnerzahl von insgesamt etwa 2500 bis 3000 Einwohnern. Pforzheim ist damit mit Abstand die größte unter den Städten der Markgrafen von Baden. Zu diesem Zeitpunkt hat Pforzheim schon deutlich Bedeutung gegenüber früherer Zeit eingebüßt, zum Teil weil im 15. Jahrhundert viele Oberschichtfamilien (Patrizier) die Stadt verlassen.
1645: Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges brennen bayrische Truppen die "Alte Stadt" nieder. Sie wird ohne Befestigungsanlagen wieder aufgebaut. Damit ist der Status eines dorfähnlichen Weilers besiegelt und sie verschwindet bis auf ein paar Randnotizen aus der Geschichtsschreibung. Die "Neustadt" besteht weiter.
13.–15. Jahrhundert: Die tatkräftige Förderung der badischen Markgrafen, die Pforzheim als den wichtigsten Stützpunkt ihrer Hausmacht betrachten, und die günstige Lage am Kreuzungspunkt großer Handelsstraßen führen zu einer wirtschaftlichen Blüte. Holzhandel und Flößerei, Gerberei, Tuch- und Zeugmacherei tragen neben dem Handwerk zum Reichtum der Stadt bei. Drei Orden lassen sich in der Stadt nieder. Die letzten Jahrzehnte dieser Blütezeit, in denen die politische und wirtschaftliche Vormachtstellung zu wanken beginnt, sind in geistiger Hinsicht Höhepunkte der Stadtgeschichte.
1689–1692: Der Pfälzer Erbfolgekrieg richtet in Südwestdeutschland ungeheure Zerstörungen an. Pforzheim wird von französischen Truppen dreimal geplündert und niedergebrannt. Die Zerstörungen wurden ausgeführt unter dem Kommando der folgenden Offiziere: Brigadier Comte Ezéchiel de Mélac (Besetzung der Stadt im Oktober 1688, verheerende Niederbrennung der Stadt im Januar 1689, Artilleriebeschuss der Stadt und zweite Niederbrennung der Stadt im August 1689, vielleicht auch Beteiligung an Zerstörungen im September 1692), Marschall Joseph de Montclar (1688, 1689), Marshal Duc de Lorge (1691, 1692), Duc de Villeroy (Artilleriebeschuss der Stadt und Plünderung im August 1691), General Chamilly (Besetzung und Plünderung der Stadt sowie Verwüstung der Fürstengruft in der Schlosskirche im September 1692).
1718 wird das Pforzheimer Waisenhaus (Landeswaisenhaus) im Gebäude des ehemaligen Dominikanerinnenklosters eröffnet. Dieses 'Waisen-, Toll-, Kranken-, Zucht- und Arbeitshaus' wird später zur Keimzelle der noch heute existierenden Schmuck- und Uhrenindustrie.
1767: Gründung der Schmuck- und Uhrenindustrie in Pforzheim durch den Markgrafen Karl-Friedrich: Durch einen schweizer Unternehmer wird zur Ausbildung der Waisen im Waisenhaus eine Uhrenfabrik eingerichtet, die sich dann auch auf die Herstellung von Schmuckwaren verlegt. Das Unternehmen entwickelt sich kräftig, bald wird in alle Welt exportiert.
1809 wird das badische "Amt Pforzheim" in ein "Stadtamt" sowie ein "Erstes und ein Zweites Landamt" aufgeteilt. Die beiden letzt genannten werden jedoch 1813 wieder zum Landamt Pforzheim vereinigt. 1819 werden Stadt- und Landamt Pforzheim zum "Oberamt Pforzheim" vereinigt, das 1864 in das "Bezirksamt Pforzheim" überführt wird.
1836 erfindet Ferdinand Öchsle in der Stadt die Mostwaage, mit der noch heute das Mostgewicht des frisch gepressten Traubensaftes in Grad Öchsle gemessen wird.
1861–1863 erfolgt durch den Bau der Bahnstrecke Durlach–Mühlacker die Anbindung Pforzheims an das Eisenbahnnetz. 1868 und 1874 werden mit dem Bau der Enztalbahn und der Nagoldtalbahn auch die zwei großen in Pforzheim einmündenden Schwarzwaldtäler an die Eisenbahn angeschlossen. Dies leitet das Ende der Flößerei ein.
1888 ist Pforzheim Ziel der ersten Überlandfahrt mit einem Automobil, die Bertha Benz (ohne Wissen ihres Mannes Carl Benz) mit ihren beiden Söhnen von Mannheim aus unternimmt.
19. Jahrhundert: die Textil-, Metall- und Schmuckwarenfabriken in Pforzheim bilden das industrielle Herz des Großherzogtums Baden. Diese Blütezeit wird mit der Zerstörung Pforzheims 1945 vorerst beendet.
1906 wird der 1.FC Pforzheim deutscher Fußball-Vizemeister.
1938 wird am 9. November während der so genannten "Reichskristallnacht" auch in Pforzheim die Synagoge geschändet und schwer beschädigt. Die Kosten für den Abriss muss die jüdische Gemeinde tragen.
1939 wird Pforzheim Sitz des aus dem Bezirksamt Pforzheim hervorgegangenen Landkreises Pforzheim. Die Stadt selbst wird kreisfrei.
1940 erfolgt die Deportation der letzten in Pforzheim verbliebenen Juden. Nur wenige überleben, fast keiner kehrt nach dem Ende der Naziherrschaft in die Stadt zurück.
1944 arbeiten in 101 Betrieben 18622 Arbeitskräfte. Ein kleinerer Teil der Betrieb produziert Rüstungsgüter, in erster Linie mechanische Kleinteile für diverse Arten von Zündern. Bei den Produktionsstätten handelt es sich zumeist um auf Rüstung umgestellte kleine Familienbetriebe aus dem Bereich der Uhrenproduktion. Legendlich am Stadtrand befand sich eine Fabrik zur Herstellung von Flakgranaten. Insgesamt hatte Pforzheim für die Rüstungsindustrie eine stark untergeordnete Bedeutung und wurde deshalb auch bis kurz vor Kriegsende nicht in größerem Umfang bombardiert. Die Britische Royal Air Force führt Pforzheim ursprünglich legendlich als in der Zielhierachie niederrangiges Ausweichziel auf.
Am 23. Februar 1945 wird die Stadt beim Luftangriff auf Pforzheim von 379 britischer Bombern fast völlig zerstört. Innerhalb von 22 Minuten finden 17.600 Menschen Pforzheim – 23. Februar 1945 von Christian Groh (Stadtarchiv Pforzheim) den Tod. Die Bomber und der Feuersturm der sich in der engbebauten Altstadt entwickelt, töten damit 31,2 % Prozent der Bevölkerung der Stadt. Nach Hamburg und Dresden ist dies der Angriff mit den meisten Opfern. 98 Prozent des Stadtgebiets werden zerstört. Pforzheim gehört damit zu den am stärksten zerstörten Städten. Insgesamt ist dieser Angriff der konzentrierteste und erfolgreichste der Alliierten im Krieg. Möglicherweise ist die verwinkelte, malerische Fachwerkaltstadt, ausgewählt unter der Prämisse der Brennbarkeit, der eigentliche Grund für den Angriff, da die feinmechanische Industrie, mittlerweile weitgehend auf die Produktion von Zündern umgestellt, ausgelagert ist. Nach dem Krieg wird Pforzheim rasch wieder aufgebaut. Die Stadt wächst durch Eingemeindungen stark an. Das heutige Stadtbild ist durch den Stil der 1950er Jahre geprägt.
1955 stiftet die Stadt Pforzheim den Reuchlinpreis.
Am 10. Juli 1968 werden Pforzheim und seine Umgebung von einem Tornado der Stärke F4 nach der Fujita-Tornado-Skala heimgesucht. Zwei Menschen sterben, über 200 werden verletzt, 1750 Häuser werden beschädigt. Auf einer Strecke zwischen Wurmberg und Büchenbronn gibt es zum Teil erhebliche Forstschäden, die das Landschaftsbild für Jahrzehnte prägen werden. Die durch den Tornado zerstörten Oberleitungen von O-Bus und Straßenbahn werden nicht mehr repariert, Pforzheim stellt den öffentlichen Personennahverkehr der Stadtwerke vollständig auf Dieselomnibusse um. Das Ittersbacher Bähnle (S-Bahn Pforzheim–Ittersbach) wird nicht wieder aufgebaut.
Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 geht der Landkreis Pforzheim im neu gebildeten Enzkreis auf, dessen Sitz die Stadt Pforzheim wird. Sie selbst bleibt aber kreisfrei. Pforzheim wird ferner Sitz der neu gebildeten Region Nordschwarzwald.
Am 1. Januar 1975 überschreitet die Einwohnerzahl durch die Eingemeindung von Huchenfeld die Grenze von 100.000, wodurch Pforzheim zur Großstadt wird.
1983 fanden in Pforzheim die Heimattage Baden-Württemberg statt und 1992 war die Stadt Gastgeber der Landesgartenschau Baden-Württemberg.
| Jahr | Orte | Zuwachs in ha | - | 1. Januar 1905 | Brötzingen | 1.301 | - | 1. Januar 1913 | Dillweißenstein | 461,2 | - | 1. April 1924 | Teile der Gemarkung Haidach | 76,0 | - | 1. Oktober 1929 | Teile der Gemarkung Hagenschieß | 1623,0 | - | 1. September 1971 | Würm | 822 | - | 1. April 1972 | Hohenwart | 492 | - | 1. Januar 1974 | Büchenbronn | 1114 | - | 1. Januar 1975 | Huchenfeld | 947 | - | 20. September 1975 | Eutingen an der Enz | 845 |
1881 hatte Pforzheim 25.000 Einwohner, bis 1902 verdoppelte sich diese Zahl auf 50.000. Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges verlor die Stadt etwa die Hälfte ihrer Bewohner. Erst 1960 erreichte die Bevölkerungszahl mit rund 80.000 wieder den Vorkriegsstand. Am 1. Januar 1975 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Pforzheim durch die Eingemeindung von Huchenfeld die Grenze von 100.000, was sie zur Großstadt machte.
2004 betrug der Anteil der nichtdeutschen Einwohner an der Gesamtbevölkerung nach Angaben der Stadtverwaltung 17,1 Prozent (20.335 Personen). Die meisten Ausländer kamen aus der Türkei (5.912), Italien (3.920), dem ehemaligen Jugoslawien (3.378) und aus der GUS (1.129). Ende September 2005 lebten in Pforzheim nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 119.014 Menschen mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner | - | 1500 | 800 | - | 1689 | 1.000 | - | 1789 | 4.311 | - | 1800 | 5.062 | - | 1812 | 5.301 | - | 1830 | 6.284 | - | 3. Dezember 1852 ¹ | 9.142 | - | 3. Dezember 1855 ¹ | 10.711 | - | 3. Dezember 1858 ¹ | 13.520 | - | 3. Dezember 1861 ¹ | 13.900 | - | 3. Dezember 1864 ¹ | 16.320 | - | 3. Dezember 1867 ¹ | 16.400 | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 19.803 | - | 1. Dezember 1875 ¹ | 23.692 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 24.037 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 27.201 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 29.988 | - | 2. Dezember 1895 ¹ | 33.345 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 43.351 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 59.389 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 69.082 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 60.749 | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 59.307 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 73.839 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 78.859 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 79.816 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 78.743 | - | 31. Dezember 1945 | 42.402 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 46.752 | - | 13. September 1950 ¹ | 54.143 | - | 25. September 1956 ¹ | 71.684 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 82.524 | - | 31. Dezember 1965 | 87.066 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 90.338 | - | 31. Dezember 1975 | 108.635 | - | 31. Dezember 1980 | 106.500 | - | 31. Dezember 1985 | 104.184 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 106.530 | - | 31. Dezember 1990 | 112.944 | - | 31. Dezember 1995 | 117.156 | - | 31. Dezember 2000 | 117.156 | - | 30. September 2005 | 119.014 |
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Spätestens seit dem 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Pforzheim. Sie gehören zum Dekanat Pforzheim der Erzdiözese Freiburg.
Sonstige vertretene Glaubens- und Religionsgemeinschaften:
| CDU | 41,5 % | -5,4 | 18 Sitze | -2 |
| SPD | 19,3 % | -3,4 | 8 Sitze | -1 |
| Grüne Liste | 9,0 % | +1,8 | 3 Sitze | ±0 |
| FW | 8,3 % | +1,3 | 3 Sitze | +1 |
| FDP/DVP | 7,5 % | +1,8 | 3 Sitze | +1 |
| UB | 6,2 % | +0,3 | 2 Sitze | ±0 |
| REP | 5,3 % | +0,7 | 2 Sitze | ±0 |
| LBBH | 4,3 % | +4,3 | 1 Sitz | +1 |
Der Schrägbalken ist schon seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar als Symbol der Stadtherren von Pforzheim, das später auch das Landeswappen von Baden wurde, doch ist die Bedeutung bis heute unklar. Ab 1489 ist das Wappen in seiner ganzen Form nachweisbar, dessen Bedeutung ebenfalls nicht nachgewiesen werden konnte. Die heutige Tingierung ist aber erst seit 1853 gebräuchlich, zuvor war die Farbgebung eine andere.
Städtefreundschaften bestehen mit folgenden Städten bzw. Gebieten:
Die Wirtschaft ist nur zum kleineren Teil ausgerichtet auf die Herstellung von Uhren und Schmuck. Zwei Drittel der Arbeitsplätze werden gestellt durch die Bereiche Metallverarbeitung, Elektronik und Elektrotechnik. Der Versandhandel (Bader, Klingel, Wenz) nimmt mit seinen Millionenumsätzen eine führende Position in Deutschland ein. Der Fremdenverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hier profitiert die Stadt von ihrer günstigen Drei-Täler-Lage zum Schwarzwald und den damit unter anderen verbundenen Ausgangspunkten für zahlreiche Wander-, Fahrrad- und Wasserwege. Durch Pforzheim laufen der Europäische Fernwanderweg E1 und der Westweg.
Pforzheim liegt an der Bahnlinie Karlsruhe-Stuttgart. Ferner führen zwei Eisenbahnlinien in den Schwarzwald nach Bad Wildbad (Enztalbahn) und nach Nagold (Nagoldtalbahn). Pforzheim ist auch an das Stadtbahnnetz von Karlsruhe angeschlossen.
Den sonstigen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtgebiet bedienen Busse der Städtische Verkehrsbetriebe Pforzheim (SVP) und verschiedene andere Verkehrsunternehmen. Sie alle fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbundes Pforzheim-Enzkreis. Zwischen 1931 und 1968 verkehrte zwischen Pforzheim und Ittersbach die Kleinbahn der Pforzheimer Verkehrsbetriebe. Zuvor (seit 1899) gehörte die Strecke der BLEAG (Badische-Lokaleisenbahn-Aktiengesellschaft). Die Pforzheim bedienende Strecke "S 5" von Bietigheim-Bissingen nach Wörth am Rhein wird von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft betrieben, ebenso seit 2002 die Enztalbahn "S 6" nach Bad Wildbad.
Pforzheim ist auch Sitz des Regionalverbands Nordschwarzwald, der IHK Nordschwarzwald, deren Kammerbezirk die Region Nordschwarzwald umfasst, einer Agentur für Arbeit und eines Finanzamts.
Die Stadt ist ferner Sitz des Kirchenbezirks Pforzheim der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Pforzheim des Erzbistums Freiburg.
Pforzheim hat auch ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschulen).
Das Abitur kann auf dem Reuchlin-Gymnasium, dem Kepler-Gymnasium, dem Hebel-Gymnasium, dem Theodor-Heuss-Gymnasium, dem Hilda-Gymnasium, dem Schiller-Gymnasium (privates Ganztagesgymnasium), der Fritz-Erler-Schule (wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium), der Heinrich-Wieland-Schule (technisches Gymnasium), der Johanna-Wittum-Schule (Ernährungswissenschafltiches Gymnasium/ Biotechnologisches Gymnasium), sowie auf der Waldorfschule abgelegt werden.
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