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Das Ziel des Pflanzenschutzes ist es Pflanzen, insbesondere Kulturpflanzen, vor Krankheiten, Parasiten und Konkurrenz (Unkräuter, Ungräser) zu schützen (protektive Zielsetzung) oder befallene Pflanzen zu heilen (kurative Zielsetzung). Der Pflanzenschutz wird ausgeübt von Schädlingsbekämpfern, Land- und Forstwirten sowie Gärtnern im Erwerbsanbau und im Haus- und Kleingarten oder an Zimmer- und Balkonpflanzen.

Seit der industriellen Revolution stand lange Zeit der chemische Pflanzenschutz im Vordergrund. Zuvor gab es aber auch schon Methoden, die denen des heutigen biologischen Pflanzenschutzes nahe stehen. Letzterer gewinnt immer stärker an Bedeutung, da er ökologische Aspekte wie Nachhaltigkeit und Verhältnismäßigkeit der angewendeten Methoden stärker berücksichtigt.

Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln wird häufig ein Teil des Feldes nicht mit Pflanzenschutzmittel behandelt, um die Wirksamkeit des eingesetzten Pflanzenschutzmittels beurteilen zu können. Diesen Bereich nennt man auch Spritzfenster.

Bedeutung


Der Pflanzenschutz ist eine kulturelle Errungenschaft der Menschheit, um vor allem die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend Nahrungsmitteln sicher zu stellen. Denn die Nahrungspflanzen und Zierkulturen der Menschen stammen von Wildpflanzen ab, die ebenso von den gleichen Krankheiten und Schädlingen befallen werden können. Die zugunsten wirtschaftlicher Bearbeitungsweise angelegten Monokulturen sind aber bei Befall einem stärkeren Druck von Schadorganismen ausgesetzt als die Wildpflanzen, was ohne Schutz- oder Gegenmaßnahmen zum Totalausfall der Kulturen führen kann.

Die auf hohe Ertragsleistung gezüchteten Kulturpflanzen weisen im Vergleich zur genetischen Vielfalt der Wildpflanzen eine Verarmung im Erbgut auf, was im Zusammenhang mit großflächigen Anbau den Befall durch Schädlinge und Krankheiten begünstigt. Dies soll der Pflanzenschutz verhindern helfen.

Methoden


Der so genannte Integrierte Pflanzenschutz berücksicht verschieden Methoden, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weitgehend zu vermeiden oder zumindest zu minimieren.
  • Die erste Maßnahme ist die Richtige Kulturführung, welche die Kulturansprüche der Pflanzen durch standortgerechte Sortenwahl optimieren soll.
  • Durch geeignete Vorkulturen, dem Einsatz und Schutz von Nützlingen, Pflanzenstärkungsmittel und anderes sollen Biologische Maßnahmen greifen.
  • Physikalische Maßnahmen sind z.B. geeignete Bodenbearbeitung (Lockerung, mechanische Unkrautentfernung, ...) sowie das mechanische oder manuelle Entfernen von Schädlingen.
  • Falls obige Methoden nicht mehr ausreichen, bleiben zuletzt noch die chemischen Maßnahmen. Wenn eine gewisse Schadschwelle überschritten wird, sollen Pflanzenschutzmittel die Kulturpflanzen vor größeren Schäden bewahren.

Literatur


Pflanzenschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung der Neufassung des Pflanzenschutzgesetzes vom 14. Mai 1998 (BGBl. I S. 971, 1527, 3512) R. Heitefuss,Pflanzenschutz, Grundlagen der praktischen Phytomedizin, 3.Auflage 2000, G. Thieme Verlag. Heitefuss, König, Obst, Reschke, Pflanzenkrankheiten und Schädlinge im Ackerbau, 4. Auflage, 2000, VerlagsUnionAgrar Meyer, E. et al., Taschenbuch des Pflanzenarztes 53. Folge, 2004, Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup

Weblinks


Feldwirtschaft | Gartenbau | Pflanzenschutz | Ochrona roślin

 

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