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Bastreste von Linde und Eiche stellen die häufigsten Funde von jungsteinzeitlichen Faserresten dar. Die langen Fasern dieser Baumarten dienten als Werkstoff zur Herstellung von Körben, Matten und Schnüren. Die faserige Schicht zwischen Borke und Zellschicht eines Baumstammes bezeichnet man als Bast. Nachdem man den Bast herausgelöst hat, werden die Streifen einzeln in sich gedreht und miteinander verzwirnt. Angefeuchtete Baststreifen lassen sich leichter verarbeiten. Durch dieses Verfahren können dicke Schnüre aber auch dünne Fäden mit 1 mm Durchmesser hergestellt werden. Ein weiterer Rohstoff für Schnüre sind verschiedene Binsengräser. Das Material ist reißfest, biegsam und elastisch. Die Pflanzen wachsen auf Feucht- und Moorwiesen. Nach der Ernte werden die Binsen getrocknet, mit Daumen und Zeigefinger glatt gestrichen und gebrochene Stängel aussortiert. Zur Herstellung von Schnüren verdreht und verzwirnt man die einzelnen Stängel miteinander.

Pflanzenfasern von Bäumen, Holzfasern, werden heute zu Platten verpresst, welche häufig im Bau oder für Möbel zum Einsatz kommen. Typische Produkte sind mitteldichte Holzfaserplatten und Strangpressplatten.

Pflanzenprodukt

 

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