Als Pfeiler wird im Hochbau ein frei oder an der Wand stehender, mehr oder minder schlanker prismatischer Stein- oder Mauerkörper bezeichnet, der zur Unterstützung einer verhältnismäßig großen Last bestimmt ist.
An den Ecken eines Gebäudes oder einer Säulenreihe stehende Pfeiler nennt man Eckpfeiler; mit der Wand verbundene, etwas aus dieser hervortretende Pfeiler nennt man Wandpfeiler oder auch Pilaster. Ein Trumeau ist ein Pfeiler der eine Tür- oder Fensteröffnung zweiteilt.
Freistehende Pfeiler erhalten meist Sockel und Kapitell.
Sie wurden besonders
Für geringere Ansprüche kann es genügen, etwas unter die maximale Frostgrenze zu fundieren, die in Mitteleuropa etwa 60 cm beträgt. Für die Triangulation 1. Ordnung wurden früher schwere steinerne Vermessungspunkte mit 20-30 cm Durchmesser verwendet.
Messpfeiler für Vermessungsnetze höher Präzision haben Durchmesser von etwa 40-70 cm. Sie dürfen sich nicht mehr als 0.5" bewegen (d.h. kaum 1 Mikrometer), wenn der Beobachter auf verschiedenen Seiten des Pfeilers misst.
Bei Sternwarten reichen etwa die Pfeiler der Teleskope bzw. Astrografen von der Plattform bzw. Kuppel durch das ganze Gebäude hindurch in ein eigenes Fundament, was einen hohen Aufwand bedeutet. Bei neueren Observatorien und geodätischen Fundamentalstationen (siehe z.B. Wettzell) versucht man deshalb, die Konstruktionen möglichst bodennah auszulegen.
Der erste Teil des Artikels basiert auf einem Text aus Meyers Konversationslexikon von 1888