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Pfeifengras
Illustration Molinia caerulea0.jpg (Molinia caerulea)]]
: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
: Einkeimblättrige (Liliopsida)
: Commelinaähnliche (Commelinidae)
: Süßgrasartige (Poales)
: Süßgräser (Poaceae)
: Pfeifengräser
Wissenschaftlicher Name Molinia Schrank Die Pfeifengräser (Molinia) sind eine Gattung der Familie der Süßgräser und umfassen vier Arten wovon zwei in Mitteleuropa vorkommen. Darunter befinden sich für Wiesen typische Gräser. Der botanische Gattungsname leitet sich von Juan Ignacio Molina (1737–1829) ab, einem in Chile lebenden Jesuiten und Botaniker.

Der Volkstümliche Name leitet sich von der Verwendung der harten Halme als Pfeifenreiniger ab.

Systematik


Beschreibung


Die Vertreter der Gattung sind ausdauernde horstbildende Grasarten. Die schmalen, rauhen Blätter von meist blaugrauer Farbe erreichen eine Höhe von 30–90 cm. Ihre auffällige Herbstfärbung reicht von gelb über gelbbraun bis hin zu rotbraunen Tönen.

Das Pfeifengras zählt zur Gruppe der Hemikryptophyten. Die dichten Horste des Blattwerks schützen im Winter die Erneuerungsknospen, die sich nahe der Erdoberfläche befinden. Die trockenen Samenstände verbleiben ebenfalls bis zum Frühjahr an der Pflanze und bilden im Garten einen dekorativen Winterschmuck.

Wie viele Stauden, lässt sich das Pfeifengras durch Teilung leicht vermehren, es samt sich allerdings auch selber aus.

Verwendung


Pfeifengrasarten bieten mit ihren vielen Sorten eine reiche Verwendungsmöglichkeit. Sie eignen sich in Gärten als Solitärstaude aber auch für die Gruppenpflanzung. Gern verwendet man sie in naturnahen Staudenpflanzungen. Die Sorte 'Variegata' eignet sich für den Steingarten. Einen seinem natürlichen Vorkommen entsprechenden Standort findet es in Heidegärten oder am Rand von Gehölzpflanzungen. Die Blüten- und Samenstände werden häufig in der Blumenbinderei verwendet.

Literatur


  • R. Schubert, W. Rothmaler: Exkursionsflora von Deutschland - Band 2: Gefäßpflanzen. 15. Aufl., Gustav Fischer Verlag, Jena Stuttgart 1994, ISBN 3-334-60828-X
  • H. Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3. Aufl., Nikol-Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-937-87216-7
  • F. Röber, D. Fritz, W.-D. Naumann: Das neue Gartenlexikon. Band 3, Mosaikverlag, München 1996, ISBN 3-576-10653-7

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