Der Sportklub Rapid, Deutscher Meister 1941 und österreichischer Rekordmeister mit 31 Meistertiteln, ist der erfolgreichste Fußballklub Österreichs. Neben seinem größten Rivalen, Austria Wien, zählt er zu einem der beiden Fußball-Großvereine Wiens, die seit der Erstaustragung der österreichischen Meisterschaft 1911 immer erstklassig waren. Die Vereinsfarben sind seit 1904 Grün-Weiß, Heimstadion ist das Gerhard-Hanappi-Stadion in Hütteldorf. Hiervon leiten sich die beiden Spitznamen "Hütteldorfer" und "Grün-Weiße" ab. Der Verein wird oft mit SCR abgekürzt. Das C kommt daher, dass die Schreibweise früher nicht einheitlich war und auch oft Sportclub Rapid geschrieben wurde.
Die Rapid Wien hat gegen alle aktiven österreichischen Fußballvereine eine positive Bilanz. Auf internationaler Ebene konnten die Hütteldorfer zwei Mal den Mitropacup, den Vorläufer des heutigen Europacups gewinnen. Im Europacup selbst konnte die Mannschaft in bislang 190 Spielen 75 Siege erreichen und insgesamt zwei Mal ins Finale des Europapokals der Pokalsieger vorstoßen. Keinem anderen österreichischen Verein ist es gelungen, zwei Mal in ein Europacupfinale vorzudringen.
Das erste (bekannte) Freundschaftsspiel des Arbeiter-FC endete 1:1 gegen den Meidlinger FC Vorwärts. Die ersten Spiele des Arbeiter-FC endeten dennoch meist mit einem deutlichen Sieg für den Gegner. So belegte man bei der Teilnahme des Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläumstunieres von 1898 den letzten Platz mit einem Torverhältnis von 4:75. Gegen den Wiener AC verlor man zwei Wochen später sogar mit 0:20 Toren. Der einzige urkundlich belegte Sieg bei 19 Spielen gelang dem Arbeiter-FC mit 4:1 gegen Vindobona Wien, einem frühen Vorgängerklub des SK Admira Wien. So kam es bereits vier Monate nach der Gründung des Vereins zu einer Krisensitzung am 8. Jänner 1899. An diesem Tag entschloss sich die Vereinsführung den Namen des Vereins zu ändern. Nach dem Vorbild von Rapide 93 aus Berlin-Niederschönhausen erfolgte die Umbenennung in "Sportklub Rapid". Der 8. Jänner 1899 wurde dadurch zum offiziellen Gründungsdatum. Dennoch verließen die Spieler des neuen SK Rapid Wien auch weiterhin das Spielfeld meist als Verlierer.
1910 kündigte die Stadt Wien den Pachtvertrag mit dem Verein und planierte den schiefen Rapid-Platz. Die Mannschaft verlor ihre Heimstätte und stürzte in eine Krise. Der Vorstand und mehrere Spieler verließen den Klub. Der Schriftsetzer Dionys Schönecker (1888-1938) übernahm die Mannschaft und führte sie fortan von Sieg zu Sieg. In Hütteldorf begann man mit dem Bau einer neuen Heimstätte - der Pfarrwiese. Die Fertigstellung erfolgte im Jahre 1911. Das Stadion hatte zunächst ein Fassungsvermögen von 4.000 Zuschauern und sollte die nächsten 70 Jahre die Heimstätte der Grün-Weißen bleiben. Im selben Jahr, in dem das Stadion eröffnet wurde, wurde auch die erste österreichische Meisterschaft ausgetragen. Mit 15 Siegen in 20 Spielen wurde man der erste österreichische Fußballmeister. Von diesem Zeitpunkt an war die Mannschaft stets alleiniger österreichischer Rekordmeister im Fußball. Im Folgejahr holte man den Titel sogar ohne eine einzige Niederlage.
Durch die immer größer werdende Anzahl der Fans entschloss man sich anfangs der 1920er Jahre zu einem Ausbau des Stadions. Durch den Zubau einer Tribüne vergrößerte man dass Fassungsvermögen auf 20.000 Zuschauer. Die Eröffnung des neuen Stadions fand am 20. Oktober 1921 einem Meisterschaftsspiel gegen den Floridsdorfer AC statt. Das ausverkaufte Spiel konnte Rapid mit 6:4 gewinnen. Internationale Freundschaftsspiele wurden allerdings zumeist auf die Hohe Warte verlegt, zu denen damals rund 40.000 Zuseher kamen. Nach dem achten Meistertitel 1923 stürzte der Verein allerdings in eine kleine Krise. Rapids Kampfmannschaft überalterte, fast alle Spieler beendeten gleichzeitig ihre Karriere. Nachwuchsspieler waren als eine Spätfolge des Ersten Weltkrieges nur spärlich vorhanden. Der Verein brauchte einige Jahre, um sich von diesem Generationenwechsel zu erholen.
Als Finalist war man jedoch fest für den nächsten Mitropacup 1928 qualifiziert. Rapid Wien erreichte wiederum das Finale, auch wenn sich der Weg dorthin deutlich schwieriger als ein Jahr zuvor herausstellte. Diesmal trafen die Grün-Weißen auf den ungarischen Verein Ferencvárosi Torna Club, gegen den man wiederum eine hohe 7:1-Auswärtsniederlage im Hinspiel einstecken musste. Das Rückspiel in Wien konnte ebenfalls wieder, diesmal mit 5:3, gewonnen werden, der Titel ging jedoch nach Ungarn. Im dritten Anlauf 1929 schied man bereist im Halbfinale gegen den späteren Sieger Újpest Budapest aus. Der Meisterschaftsgewinn in dieser Saison war nur ein schwacher Trost.
Die Spielsaison 1929/30 war eine der erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte der Rapids. Die Hütteldorfer konnte zum 10. Mal Österreichischer Meister werden. Im Cup feierte man zudem mit 17:0 gegen den SK Neubau den höchsten Sieg in der Vereinsgeschichte, allerdings schied man später aus. Als Meister konnte man sich nun zum vierten Mal im Mitropacup versuchen. Der Aufstieg ins Finale gelang dieses Mal leicht. Zwei Kantersiege (6:1 und 5:1) in Wien gegen Genua 1893 und Ferencvárosi Torna Club ebneten den Weg. Im Finale sah man sich wiederum Sparta Prag gegenüber, an die man noch schmerzhafte Erinnerungen vom ersten Mitropacupfinale hatte. In Prag konnte man überraschend einen 2:0-Auswärtssieg erreichen. In Wien verlor man zwar mit 2:3 - Rapid war allerdings dank dem besseren Torverhältnis Mitropacupsieger 1930. Über 40.000 Zuschauer verfolgten das Spiel in Döbling. Der ehemals kleine Arbeiterverein konnte als erste österreichische Fußballmannschaft einen großen internationalen Titel gewinnen.
Nach der Dominanz der Vienna, kam die Zeit der Admira. In der Meisterschaft und im Cup - darunter zwei Finalniederlagen mit 1:4 und 0:8 - war man chancenlos. Aber auch andere Wiener Klubs - wie beispielsweise die Wiener Austria um Matthias Sindelar, die 1933 und 1936 im Mitropacup triumphierte - waren harte Konkurrenten. In dieser Zeit wurden höchst unterschiedliche Leistungen erbracht. Im Jahre 1935 konnte man seit der Erfolgssaison 1930 erstmals wieder Meister werden. Dies gelang ohne ein einziges Mal zu verlieren und mit neuem Torrekord. Zwei Jahre später musste man jedoch in der Meisterschaft erstmals in der Vereinsgeschichte mehr Niederlagen als Siege hinnehmen. Der Abschluss dieser wechselvollen Jahre konnte jedoch - mit dem vorerst letzten - österreichischen Meistertitel 1938 gewonnen werden.
In der Spielsaison 1939/40 sicherte sich Rapid erstmals den Gewinn der Gauliga und durfte an der deutschen Meisterschaft teilnehmen. Hier musste man sich erst in der Verlängerung des Halbfinales unglücklich dem Dresdner SC mit 1:2 geschlagen geben, schließlich sicherte man sich mit dem Gewinn des kleinen Finales den dritten Platz. Im Cup scheiterte man ebenfalls im Halbfinale. In der folgenden Saison konnten die Hütteldorfer erneut die Gauliga gewinnen. In der deutschen Meisterschaft gewannen die Grün-Weißen erneut ihre Gruppe und schafften damit die Qualifikation für das Halbfinale. In Beuthen traf man wiederum auf Dresden. Dieses mal konnten sich die Wiener mit 2:1 durchsetzten - beide Tore schoss Binder. Im Finale der deutschen Meisterschaft traf man vor 100.000 Zuschauern im Olympiastadion auf Schalke 04. Der Serienmeister der damaligen Zeit war Rapid lange Zeit überlegen - nach 60 Minuten stand es 3:0. Binnen zehn Minuten konnten die Grün-Weißen das Spiel mit einem Treffer von Schors und einem Hattrick von Binder drehen und gewannen 4:3. Der Sieg im Endspiel in Berlin gilt als einer der bekanntesten und bemerkenswerten Erfolge der Rapid Wien.
Die Folgejahre waren von den Kriegsereignissen bestimmt. Viele Spieler wurden zur Wehrmacht eingezogen, die Spiele wurden immer wieder durch Flugalarm unterbrochen. Der Spielbetrieb wurde allerdings erst wenige Tage vor Kriegsende eingestellt.
Im Jahre 1947 musste man sich mit dem Vizemeistertitel knapp hinter SC Wacker zufrieden geben und konnte auch im Pokal keine Erfolge feiern. In der Folgesaison kam es wieder zum Duell Wacker gegen Rapid. Im letzten Spiel der Saison hätten die Grün-Weißen mit einem Unentschieden gegen die Austria den 16. Meistertitel sichern können. Die Veilchen führten jedoch bis kurz vor Abpfiff mit 2:1. Erst ein verwandelter Elfmeter kurz vor Schluss entschied die Meisterschaft zugunsten von Rapid. 1949 feierten die Rapidler ihren 50. Geburtstag. Der einstige erfolglose Arbeiter-Fußball-Klub hatte bereist 16 Meistertitel und war zu einer internationalen Größe herangewachsen. Zum Jubiläum wurden mehrere Auslandsreisen mit Freundschaftsspielen nach Sizilien, Ägypten und Brasilien, wo man unter anderem Clube Atlético Paranaense, die zuvor über ein Jahr lang ungeschlagen waren, mit 7:2 deklassierte. Nach insgesamt zehn Spielen gegen brasilianische Spitzenmannschaften reiste man wieder zurück nach Hütteldorf, wo man versuchte einige brasilianische Spielarten zu übernehmen. In der Meisterschaft musste man sich jedoch vorerst mit dem zweiten Platz, zwei Punkte hinter der Austria, zufrieden geben. Exakt das selbe Tabellenbild fand man auch ein Jahr später wieder.
1951 kam es außerdem zur Wiederbelebung des Mitropacups, der 1951 unter dem Namen Zentropacup, da er sich in seiner ersten Wiederauflage auf Zentraleuropa konzentrierte, abgehalten wurde. Die Rapidler konnte sich mit einem 5:0-Sieg gegen Lazio Rom für das Finale qualifizieren, wo man mit Wacker, auf den österreichischen Vizemeister traf. Die Meidlinger kontrollierten das Spiel, Rapid musste zwei mal zum 1:1 und 2:2 ausgleichen. Das entscheidende Siegtor zum 3:2 für Rapid erzielte Ernst Happel, der in den 1950er zu einer zentralen Figur der Mannschaft wurde, in der 90. Spielminute. Mit dem Sieg im Zentropacup feierte Rapid seinen bislang letzten großen internationalen Titelgewinn.
Nachdem die Grün-Weißen bereits 1951 österreichischer Meister wurden, triumphierte man auch 1952, knapp vor der Austria Wien. Ein später wurde zwar nur der dritte Platz in der Meisterschaft erreicht, mit einem 6:1 in einem Freundschaftsspiel gegen Arsenal London in Brügge, damals englischer Meister, am 24. Mai 1953 konnte man dennoch seinen Status als europäische Spitzenmannschaft untermauern. 1954 feierte man mit dem nun bereits 19. Mal österreichischer Meister und verwies die Austria auf Platz zwei. Rapid verfügte damals zwar über den besten Angriff der Liga und erzielte auch 1954 die meisten Treffer, musste sich jedoch auf Grund von Patzern in der Abwehr nur mit dem dritten Platz begnügen.
In der Europacupsaison 1958 traf man auf den AC Milan. Nach einem 1:4 in Mailand drohte ein Debakel. Doch in Wien konnte Rapid schon nach wenigen Minuten 1:0 in Führung gehen. Die Italiener konnten zwar früh wieder ausgleichen, doch nach 78 Minuten war das Hinspielresultat egalisiert. Dem AC Milan gelang erneut ein Treffer zum 2:4. Kurz vor Spielende erzielte Gerhard Hanappi jedoch das 5:2, sodass es, wie bereits im Vorjahr, zu einem dritten Entscheidungsspiel kam. Dieses Mal fand das Spiel auf neutralem Boden in Zürich statt. Rapid hatte Pech und musste ab der 13. Minute mit zehn Mann weiter spielen, da sich Lenzinger verletzte - Auswechslungen waren damals noch nicht erlaubt. Der Mannschaft kämpfte, musste sich letztendlich aber 2:4 geschlagen geben, nachdem Happel sogar der zwischenzeitliche Ausgleich in Unterzahl gelang. Die Meisterschaft vertändelte Rapid in den letzten Runden, im letzten Spiel der Saison erreichten die Hütteldorfer gegen den Wiener Sport-Club nur ein 2:2-Unentschieden, der dadurch österreichischer Meister wurde. Der Sportclub erwies sich jedoch als würdiger Vertreter der Hütteldorfer im Europapokal, sie warfen unter anderem Juventus Turin mit 7:0 aus dem Bewerb.
In der Folgesaison (1959) erreichte Rapid erneut nur den zweiten Platz in der Meisterschaft hinter dem Sport-Club und unterlag auch im Finale des wiedereingeführten österreichischen Cups dem Wiener AC. 1960 konnte man den Wiener Spor-Club wieder deutlich auf Platz zwei verweisen und holte den 22. Titel; kehrte dadurch wieder zum Europapokal der Landesmeister zurück. Rapid konnte sich über Beşiktaş Istanbul (4:1), Wismut Karl Marx-Stadt (4:3) und IFK Malmö (4:0) bis ins Halbfinale spielen. Dort traf man auf den portugiesischen Meister Benfica Lissabon. Das Auswärtsspiel wurde 0:3 verloren, doch die Rapidler versuchten das Duell in Wien zu drehen. Die Mannschaft und die Zuschauer fühlen sich vom Schierichter betrogen. Nach mehreren Fouls und einem unbestraften Handspiel im Strafraum der Portugiesen kam es beim Spielstand von 1:1 zu einer Schlägerei zwischen den Spielern. Das Spiel wird abgebrochen, das Feld wird von den Zuschauern gestürmt. Benfica Lissabon stiegt ins Finale auf, die erfolgreichen Zeiten Rapids im Europapokal nehmen vorerst ein Ende. In der Meisterschaft enttäuscht die Mannschaft mit einem 6. Platz, einziger Erfolg 1961, neben der Halbfinalteilnahme im Europapokal, ist der 3:1-Cupsieg im Finale gegen die Vienna.
An diese drei erfolgreichen Jahre konnte Rapid lange Zeit nicht mehr anschließen - 14 Jahre wollte der Gewinn der Meisterschaft nicht mehr glücken. Einziger Titelieferant blieb der Cupwettbewerb. Nachdem die Grün-Weißen 1962 die Austria im Halbfinale 6:2 aus dem Bewerb schossen, konnten sie sich auch im Finale gegen dem Wiener Sport-Club behaupten. 1973 uns 1974 reichte es nur zum Vizemeister, wie auch 1977 und 1978. Dafür konnte erneut der Cup 1976 gewonnen werden. Neuen Schwung ins Offensivspiel der Grün-Weißen brachte in dieser Zeit Hans Krankl. 1978 erzielte er für die Wiener 41 Meisterschaftstor und wurde dafür mit dem Goldenen Schuh als bester Torschütze Europas ausgezeichnet. Nach der Weltmeisterschaft verlor man den Stürmer zunächst an FC Barcelona, ehe der nunmehrige spanische Torschützenkönig und Europapokalsieger 1981 wieder nach Wien zurückkehrte.
Im Frühjahr 1981 wurde das Rapidstadion, die Pfarrwiese, abgerissen. Rapid zog ins vom ehemaligen Rapidler und späteren Architekten Gerhard Hanappi geplanten "West-Stadion“. In der neuen Heimstätten sollte es nun nach 14 Jahren wieder mit dem Ziel Meisterschaftsgewinn glücken. 1982 war schließlich der Teller zum 26. Mal in Hütteldorf.
Auch wenn Rapid der große internationale Titel verwehrt blieb, gewannen die Hütteldorfer danach zahlreiche heimische Titel mit Otto Baric. 1985 konnte bereits zum dritten Mal der Cup gewonnen werden; 1987 gelang das 6. Double der Vereinsgeschichte. Den Abschluss dieser erfolgreichen Periode bildete der 29. Meistertitel 1989.
In der Meisterschaft war der Verein wieder in den Titelkampf verwickelt; der Cup konnte zudem wiederum gewonnen werden. Dies ermöglichte die Teilnahme an der Qualifikation zum Europapokal der Cupsieger, in der sich die Hütteldorfer gegen Petrolul Ploiesti durchsetzten. Im Viertelfinale stand Rapid Sporting Lissabon gegenüber. In Portugal verlor Rapid 2:0 - in Wien stand es nach 90 Minuten jedoch 1:0 für die Grün-Weißen. Ein Tor in der Nachspielzeit durch Christan Stumpf brachte die Verlängerung, in der Carsten Jancker und abermals Stumpf auf 4:0 stellten. Der Halbfinalgegener hieß Feyenoord Rotterdam. Die Niederländer kamen zu Hause nicht über ein 1:1 hinaus und mussten sich in Wien der Rapid durch Tore von Stumpf und Jancker mit 3:0 geschlagen geben. Erneut stand Rapid in einem Europapokalfinale. Gegen Paris St. Germain wollte im Finale jedoch kein Treffer gelingen. Ein abgefälschter Freistoß von N'Gotty reichte den Franzosen zum Sieg.
Im selben Jahr holte sich Rapid die Meisterschaft und qualifizierte sich im Anschluss daran als erstes österreichisches Team für die Champions League. Manchester United, Juventus Turin und Fenerbahçe Istanbul erwiesen sich jedoch als zu stark für die Hütteldorfer.
Nachdem erfolgreichen Meisterschaftsgewinn im Jahre 1996, verpasste Rapid in den folgenden Jahren immer knapp die Meisterschaft. Dokupil wirkte nach der Vizemeisterschaft 1997 als Sportdirektor, sein Nachfolger war Heribert Weber. Dieser vergab in den darauffolgenden zwei Jahren beides Mal die Meisterschaft an Sturm Graz und wurde später entlassen. Dokupil trainerte erneut die Grün-Weißen aber auch unter ihm erreichte die Mannschaft 2001 nur den Vizetitel. Lothar Matthäus stieg in der Saison 2001/02 in der Bundesliga ein, welches seine erste Trainerstation war und bildete mit vielen neuen Rapid-Spielern eine junge Mannschaft. Sein Versuch schlug fehl, der Traditionsverein erreichte mit den 8. Tabellenplatz die schlechteste Platzierung seit der Einführung der österreichischen Meisterschaft. Josef Hickersberger löste ihn in der nächsten Saison als Cheftrainer ab.
Am 23. August 2005 gewann Rapid Wien (nach 1:1) das Rückspiel gegen Lok Moskau auswärts mit 1:0 und schaffte es damit nach 9 Jahren wieder in die Gruppenphase der Champions League, in die als letzte österreichische Mannschaft der SK Sturm Graz in der Saison 2000/01 einziehen konnte.
Rapid bekam mit FC Bayern München, Juventus Turin und FC Brügge eine schwere Gruppe zugelost. Die ersten Spiele der Gruppenphase in der UEFA Champions League verlor Rapid mit 0:1 gegen den FC Bayern München, 0:3 gegen Juventus Turin, sowie 0:1 gegen den FC Brügge. Das 4. Spiel, bei dem Rapid durch Kincl bereits nach 24 Sekunden mit 1:0 gegen Brügge in Führung gegangen war, verlor man schließlich mit 2:3. Das 5. Spiel endete mit einer 0:4-Niederlage beim FC Bayern München. Auch das letzte Spiel der Gruppenphase daheim gegen Juventus Turin verlor Rapid mit 1:3 und schied damit ohne Punktgewinn aus dem Europacup-Wettbewerb aus.
Die Mannschaft spielte in der Saison 2005/06 eine gute Hinrunde und galt noch als Meisterfavorit. Als Hickersberger die Mannschaft am 1. Januar 2006 verließ, wurde der Paschinger Erfolgstrainer Georg Zellhofer als neuer Chef-Trainer ernannt. Unter ihm kam die Mannschaft in der Rückrunde dann nicht mehr in Fahrt, zeitweise gelang Rapid in sechs Spieltagen in Folge kein Sieg. Großen Anteil am Misserfolg hatte der Verkauf der beiden Spielmacher Hofmann und Ivanschitz, welche den Verein in der Winterpause verließen. Am Ende verpasste die Mannschaft als Tabellenfünfter auch die UI-Cup-Teilnahme und somit die letzte Chance auf eine Teilnahme an internationalen Bewerben.
Spiele bei denen das Zuschauerinteresse die Kapazitäten des Hanappi-Stadions übersteigt (z.B. Champions League oder meisterschaftsentscheidende Spiele) werden meistens im Ernst-Happel-Stadion ausgetragen, in das 48.500 Zuschauer hineinpassen. Auch Spiele, die im Hanappi auf Grund der fehlenden Rasenheizung nicht ausgetragen werden können, werden ins Happel verlegt. Im Sommer 2006 soll jedoch das Hanappi-Stadion mit einer Rasenheizung ausgestattet werden.
Die Ultras Rapid 1988 (kurz: Ultras Rapid) sind die größte und bestorganisierteste Ultrà-Gruppierung Österreichs. Sie unterstützen den SK Rapid Wien auf der, seit 1978, "Block West" genannten Westtribüne des Gerhard-Hanappi-Stadions und auf allen Auswärtsspielen. Sie sind eine der wenigen Ultra-Gruppierungen in Europa, die jedes Spiel eine Choreographie zeigen. Weiterhin sind die Ultras Rapid unpolitisch.
Die Ultras Rapid wurden 2005 von der Torcida International Fans Organisation (T.I.F.O.) zur Gruppierung mit den besten Choreographien in Europa gewählt. Fanfreundschaften bestehen mit Venezia, den Ultras des 1. FC Nürnberg und dem Fanclub Gate 13 von Panathinaikos Athen.
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