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Die Mittelgebirgslandschaft Pfälzerwald (so die amtliche Schreibweise, häufig auch Pfälzer Wald) im Bundesland Rheinland-Pfalz ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas und hat eine Fläche von 177.100 ha (= 1.771 km²). Der Pfälzer Wald nimmt ein gutes Drittel der gesamten Pfalz ein, von der er seinen Namen hat.
Eine Zusammenstellung aller Artikel mit Bezug zum Pfälzer Wald findet sich im gleichnamigen Pfälzer Wald.
Die Bezeichnungen "Vogesen" (franz. Vosges, s. u.) und "Wasgau" (im Mittelalter Wasigenwald, s. u.) gehen auf denselben lateinischen Ursprung zurück, nämlich Vosegus (mons).
Der Ostrand des Pfälzer Waldes in Richtung Rheinebene wird als Haardtgebirge, das zwischen Haardtgebirge und Ebene liegende Hügelland, wo die Pfälzer Weine angebaut werden, als Haardt bezeichnet. Inmitten der Haardt verläuft die Deutsche Weinstraße.
Westlich von Kaiserslautern beginnt die schmale Moorniederung des Landstuhler Bruchs, an die sich nach Süden zu die Südwestpfälzische Hochfläche anschließt, die westlich einer Linie Kaiserslautern - Pirmasens an den Pfälzer Wald grenzt.
In der Trias vor ca. 200 Millionen Jahren senkte sich das Land wieder, und es bildete sich das so genannte Germanische Becken, in dem sich meterdicke Schichten des roten Buntsandsteins ablagern konnten. Diese wurden später durch die Muschelkalkablagerungen eines großen Binnenmeers überdeckt, gefolgt von den Sedimenten der Keuperzeit. So bildete sich das süddeutsche Schichtstufenland.
Als sich das Land im Bereich des heutigen Pfälzer Waldes vor etwa 180 Millionen Jahren erneut hob, wurden durch Erosion mehrere 100 m der Sedimentschicht z. T. bis auf den roten Buntsandstein abgetragen, wie es im Westen des Pfälzer Waldes zu sehen ist. Im östlichen Pfälzer Wald und im Haardtgebirge liegen mancherorts noch Muschelkalkablagerungen über dem Buntsandstein.
Die letzte umfassende geologische Veränderung im Bereich des Pfälzer Waldes ging vor etwa 45 Millionen Jahren vonstatten: Damals brach der Oberrheingraben ein, wobei sich die Erdkruste in einer Mächtigkeit von mindestens 20 km um ca. 2.500 m einsenkte, so dass es an der Oberfläche zur Bildung einer Tiefebene kam. Der Graben verfüllte sich nachträglich bis auf das heutige Niveau der Ebene mit jungen Fluss- und Meeressedimenten, denn noch vor etwa 20 Millionen Jahren reichte die Nordsee über die Senke der Wetterau bis herunter in das Tal des Oberrheins.
Vor dem Grabenbruch hatte es in dieser Region eine durchgehende Landmasse gegeben, die von West nach Ost aus dem heutigen Mittelgebirge Pfälzer Wald / Vogesen, dem heutigen Boden der Ebene - wie erwähnt ohne die jüngeren Ablagerungen - und dem heutigen Mittelgebirge Odenwald / Schwarzwald bestand.
Der Grabenbruch ist bis in die Gegenwart tektonisch aktiv, gelegentliche leichte Erdstöße sowie Lava-Ablagerungen an den Grabenrändern legen davon Zeugnis ab. Bei Forst an der Weinstraße ist am Pechsteinkopf, der zum Haardtgebirge gehört, Basalt, ein junges Eruptivgestein, zu Tage getreten. Das flüssige Magma, das vor ca. 29 (nach anderen Quellen 35) Millionen Jahren in einem Riss aufstieg, erstarrte bereits in den Rissspalten und bildete dabei Basaltsäulen. Die mit dem Aufstieg des Magmas verbundenen Gaseruptionen ließen die Säulen zu Basaltbrocken zerbrechen. Diese wurden bis in die 1980er Jahre industriell abgebaut.
Im mittleren Bereich, südlich von Neustadt an der Weinstraße, erreicht er mit der Kalmit den höchsten Punkt. Hier überschreiten in einen zusammenhängenden Höhenzug verschiedene Berge und Höhenpunkte die 600-m-Marke. Dieser Höhenzug setzt sich vom Steigerkopf/Schänzel aus mit etwa 500 m Höhe westwärts fort bis zu einem zentralen Massiv um Eschkopf (609 m)und Weißenberg (611 m). Dieses Massiv erstreckt sich von Hochspeyer über Johanniskreuz bis zur B 10 bei Hauenstein. Dabei handelt es sich gerade im mittleren Bereich zwischen Johanniskreuz und Hermersbergerhof eher um ein Hochplateau, das von tief eingeschnittenen Tälern begrenzt wird. Auch dieses Hochplateau setzt sich nach Westen mit ca. 500 m Höhe fort und sinkt allmählich auf 400 m ab. Es wird durchschnitten von Schwarzbach und Moosalb. Gegen Südwesten verlaufen Höhenzüge zwischen den Tälern der Merzalb und den Quellflüssen der Wieslauter.
Südlich der Queich ist der Pfälzer Wald weniger durch zusammenhängende Höhenzüge als vielmehr durch einzelne Berge mit ausgeprägt runden Kuppen strukturiert. Sie erreichen im Schnitt 450 m. Höchste Erhebungen sind der Burgberg der Ruine Wegelnburg (571 m) bei Nothweiler, gefolgt von der Hohen Derst (560 m) 6 km westlich von Bad Bergzabern und dem Großen Eyberg (513 m) 4 km südwestlich von Dahn. Hohe List (476 m) und Erlenkopf (472 m) bei Eppenbrunn sind die höchsten Erhebungen im Südwesten.
Nördlich der Linie Hochspeyerbach/Speyerbach ist die höchste Erhebung der 577 m hohe Drachenfels. In dem nach Norden durch die Isenach und nach Osten durch die Deutsche Weinstraße gebildeten Dreieck befinden sich eine ganze Reihe von Erhebungen über 500 m Höhe. Am markantesten sind der nördliche Neustadter Hausberg, das Weinbiet (553 m), sowie der Eckkopf (516 m) bei Deidesheim.
Nördlich der Isenach überschreitet lediglich der Rahnfels (516 m) 500 m. Im weiteren Verlauf nach Norden nimmt die Höhe gegen 400 bis 300 m ab.
Die pfälzische Hauptwasserscheide verläuft zwischen Kaiserslautern und Hochspeyer südwärts über Johanniskreuz zum Eschkopf und dann südwestlich Richtung Münchweiler an der Rodalb, Lemberg nach Eppenbrunn.
Über die Nahe zum Rhein hin fließt die Alsenz. Gerade noch im Pfälzer Wald liegt die Quelle der Waldlauter, die ihr Wasser über den Glan ebenfalls in die Nahe schickt. Sie stellt somit ein eigenes Entwässerungssystem dar.
Über Schwarzbach und Blies zu Saar, Mosel und Rhein hin fließen (Reihenfolge von Nord nach Süd):
Sehr typisch für den Pfälzer Wald sind die Buchenwälder, die in der sauren Umgebung der Buntsandsteinböden gut gedeihen. Ähnliches gilt für die Eichen, die sowohl als Trauben- als auch als Stieleichen in feuchteren Senken auftreten. Dort und in Bachtälern finden sich häufig auch Erlenpopulationen. Auf den Torfböden bei Bitche im französischen Teil des Biosphärenreservates hat sich ein Relikt-Kiefernwald erhalten. Die heutzutage oft anzutreffenden Kiefern wie auch Douglasien und Tannen waren ursprünglich nicht typisch für den Pfälzer Wald und wurden erst im Zuge der Bewirtschaftung hier angepflanzt.
Die wenigen Städte im Pfälzer Wald, Eisenberg, Lambrecht, Annweiler und Dahn, haben alle unter 10.000 Einwohner. Größere Ansiedlungen finden sich nur an den Rändern des Pfälzer Waldes. Am östlichen Rand liegen die Städte Grünstadt, Bad Dürkheim, Neustadt an der Weinstraße, Edenkoben, Landau und Bad Bergzabern sowie in Frankreich die Stadt Wissembourg (dt. Weißenburg). Am westlichen Rand, dem sogenannten Westrich, liegen Kaiserslautern, Rodalben und Pirmasens.
Der Lückenschluss der Bundesautobahn 8 zwischen Pirmasens und Karlsruhe durch das Dahner Tal ist zu Gunsten eines vierspurigen Ausbaues der B 10 wohl endgültig vom Tisch.
Von regionaler Bedeutung sind:
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