Petrus Albinus, eigentlich Peter von Weiße, (* 18. Juni 1543 in Schneeberg ; † 31. Juli 1598 in Dresden) war ein Professor in Wittenberg und gilt als Begründer der sächsischen Geschichtsschreibung.
In Wittenberg übernahm er die Aufgabe die Geschichte Obersachens und der Wettiner des Georg Fabricus zu vollenden. So registrierte er 1579 die Briefe und Urkunden des Meißner Stifts. Von 1579–1588 war er Dekan der Universität Wittenberg, übernahm 1586 das Rektorat und wirkte bis 1588 in Wittenberg. Im März 1588 wurde Albinus als Sekretär des Kurfürsten Christian II. von Sachsen nach Dresden berufen, wo ihm die Sichtung der gesamten kursächsischen Hausakten übertragen wurde. Dort verstarb er am 31. Juli 1598.
Während seiner Wittenberger Zeit verfasste er die als Handschrift vorhandene Geschichte seiner Heimatstadt Schneeberg, teils wurde sie als Meißnische Land- und Bergchronik (1580-89) gedruckt, manches blieb unvollendet. Auch andere Chroniken liegen als Handschriften von ihm in den Archiven, so von Altzelle, Annaberg, Crimmitschau und Torgau. Mehrere Bände der unveröffentlichten Sammlungen werden in der Dresdner Bibliothek verwahrt.
Obwohl seine Forschungen heute nicht mehr heutigen wissenschaftlichen Anforderungen genügen, zählt er durch seine Arbeiten als Begründer der sächsischen Heimatkunde, Heimatforschung und Geschichtsschreibung. Albinus war zwei mal verheiratet. Zuerst 1576 mit Ludmilla Fritsch und 1584 Magdalena, einer Tochter von Samuel Selfisch, mit der er 8 Kinder hatte.
Mann | Deutscher | Chronist | Historiker | Heimatforscher | Archivar | Geboren 1543 | Gestorben 1598
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