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Die Personalfreisetzung umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine personelle Überdeckung in quantitativer, qualitativer, örtlicher und zeitlicher Hinsicht abgebaut wird.

Dieser Begriff ist in der Vergangenheit hauptsächlich von Arbeitgebervertretern verwendet worden. Auf Kritik ist er insbesondere deshalb gestoßen, weil er einen Euphemismus darstellt, der die für Arbeitnehmer nachteiligen Folgen von Entlassungen verschleiert. Inzwischen (2005) ist es fast Alltag geworden, dass ein beabsichtigter Personalabbau von Organisationen offensiv und öffentlich bekanntgemacht und konsequent durchgeführt wird.

Die Maßnahmen hierzu werden in der Regel mit Mitteln aus Steuergeldern so sozialverträglich wie möglich gestaltet bzw. nach Wegen gesucht, wie bei betriebsbedingte Kündigungen (Entlassungen) Härtefälle vermieden werden können. Beispiele hierfür sind die Frühverrentung älterer Arbeitnehmer oder der besondere Schutz von Arbeitnehmern mit Kindern.

Als Beispiel für eine "sprachliche Demütigung" ist Freisetzung (im Sinne vom Personalfreisetzung) bei der Wahl zum Unwort des Jahres 1994 zu einem weiteren Unwort des Jahres erklärt worden. Ein weiteres Unwort ist in diesem Zusammenhang der Begriff Smartsourcing von Josef Ackermann.Das Wort wurde als Kandidat zum Unwort des Jahres für 2005 aufgestellt.

Ursachen für eine Personalfreisetzung bzw. für gezielten Personalabbau können u. a. sein:

  • erwartete (kurzfristige) Steigerung des Unternehmensgewinns
  • konjunkturelle Entwicklung, Absatz- und Produktionsrückgang
  • strukturelle Veränderungen, Standortverlegung, Reorganisation, Betriebsstillegung
  • saisonale Gründe
  • Rationalisierungseffekte z.B. Mechanisierung und Automation
  • Fehleinschätzungen des Managements
  • insbesondere bei börsennotierten Unternehmen oder Übernahmekandidaten angestrebte (kurzfristige) Wertsteigerungen

Personalfreisetzung ist jedoch kein Synonym für betriebsbedingte Kündigung. Alternative Möglichkeiten der Personalfreisetzung stellen innerbetriebliche Versetzung, Maßnahmen der Personalentwicklung (Weiterbildung, Umschulung) sowie Verkürzung der Arbeitszeiten (Urlaubsplanung, Kurzarbeit) dar.

siehe auch


Literaturhinweise


  • Keßler, Heinrich (2005). Personalabbau. Wie Sie Ihr persönliches Humankapital bei drohendem Personalabbau schützen. Norderstedt, Book on Demand. ISBN 3-8334-4079-1
  • Hamer, Wolfgang (2004). Personalabbau / Betriebsbedingte Kündigung. Bund-Verlag, ISBN 3-7663-3580-4
  • Laws, Ralf. Der sozialverträgliche Personalabbau. Hintergründe, Ursachen, Ziele. WEKA-Media, ISBN 3-8276-7113-2

Weblinks


Personalwesen | Individualarbeitsrecht

 

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