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Als Peripetie (von altgr.: περιπέτεια, plötzlicher Umschlag, unerwartetes Unglück; im Drama: durch plötzlichen Umschlag bewirkte Lösung des Knotens) bezeichnet man ein Umschlagen des Glücks oder den entscheidenden Wendepunkt im Schicksal eines Menschen.

Der Begriff der Peripetie wird seit Aristoteles ("Περι Ποιητικης") besonders in Bezug auf den Verlauf eines Dramas, einer Tragödie oder Romans gebraucht, wo er den entscheidenden Umschwung der Handlung (Krisis) bezeichnet, wodurch die Katastrophe oder die Lösung des Problems eingeleitet wird. Der Umschwung sollte sich möglichst aus der Handlung selbst ergeben, nicht übernatürlichen Ursprungs sein und auch nicht von außen kommen.

Im klassisch in fünf Akten aufgebauten Schauspiel ist die Peripetie meist Inhalt des dritten Aktes, in Dreiaktern ereignet sie sich am Ende des zweiten oder zu Beginn des dritten Aktes. Besonders starke Wirkung entfaltet die Peripetie, wenn sie mit einer Anagnorisis, dem plötzlichen Erkennen einer Person oder eines Sachverhalts, kombiniert wird.

Im Film bezeichnet man das funktional entsprechende Konzept als plot point.

Siehe auch: Peripatetik, Peripatetisches Lesen

Drama

Peripeteia | Péripétie | Peripeti

 

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