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Perikarderguss.jpgUnter einem Perikarderguss versteht man eine Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel. Der Herzbeutel ist ein bindegewebiger Sack, der das Herz umgibt und dem Herzen durch eine schmale Gleitschicht freie Bewegungsmöglichkeit gibt.

Häufigkeit


Der Perikarderguss ist ein eher seltener Befund, der meist beim Ultraschall erkannt wird. Pleuraergüsse sind vergleichsweise viel häufiger . Punktionswürdige oder punktionsbedürftige Perikardergüsse sind noch einmal seltener.

Ursachen


Früher war der tuberkulöse Perikarderguss nicht selten. Heute stehen maligne Ergüsse im Vordergrund.
  • entzündlich-infektiös
  • entzündlich-rheumatisch
  • maligne ( Tumorzellbesiedlung des Perikardes )
  • nach einem Herzinfarkt
  • urämisch
  • posttraumatisch
  • postoperativ
  • iatrogen
    • nach einer Herzschrittmacherimplantation
    • durch eine Perforation bei der Koronardilatation

Diagnostik


Die einfachste und schnellste Diagnostik ist heute der Ultraschall. Auch im CT kann man einen Perikarderguss gut sehen. Die Flüssigkeit des Perikardergusses kann man zytologisch auf maligne Zellen und auf Bakterien untersuchen.

Therapie


Ein kleiner Perikarderguss bedarf keiner Therapie. Je nach der Ursache kann man einen Perikarderguß medikamentös behandeln. Bei größeren Perikardergüssen sollte man eine therapeutische Entlastung mittels Perikardpunktion durchführen.

Siehe auch


Herz -- Herzbeutel -- Herzbeutelentzündung -- Perikardpunktion -- Herzbeuteltamponade -- Pleuraerguss

Links


  • http://www.medizinfo.de/kardio/perikard/perikarderguss.shtml

Kardiologie

 

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