PotsdamRoemBad.jpg, Potsdam ]] Die Pergola (ital. zum lat. "pergula" = Vor- bzw. Anbau) ist ein raumbildender Säulen- oder Pfeilergang, der ursprünglich im Übergangsbereich zwischen Haus und Terrasse mehr zur Zierde als Sicht- oder Windschutz dient.
Seit der Antike zur Verzierung von Villen beliebt, erfuhr die Pergola insbesondere durch Wiederentdeckung während der Renaissance als klassisches Element des Ziergartens stete Wertschätzung im Gartenbau.
Obwohl auf starken Fundamenten ruhend besteht sie aus wetterfestem Holz, das in nur scheinbar leichter Bauweise korrespondiert mit den zarten Ranken von Efeu, Wildreben oder Prachtwinde. Im Gegensatz zu einer Laube steht die Pergola niemals frei und lehnt sich, wie der lateinische Ursprung schon andeutet, stets an eine Architekturform an.
Der Alvarinho, ein portugiesischer Wein, wird sogar auf einer Pergola gezogen.
Allen Pergolatypen ist eigen, dass sie nach oben hin einen halboffenen Charakter haben, im Gegensatz zu einer Laube oder einem Schattendach. Senkrechte Rankkonstruktionen werden eher als Rankgerüst, Rankbogen oder Spalier bezeichnet.
Als Pfostenmaterial kann eine Aufmauerung, ein einzelner länglicher Stein (Monolithpergola), Holzstützen oder Metallträgerkonstruktion dienen. Wichtig ist die solide Fixierung des Pergolafußes, um ein Umwehen oder Abheben der Pergola zu verhindern.
Als Abdeckung kommen Holz oder Metall in Frage. Je nach Anordnung bezeichnet man die Pergola als Kassetten- oder Lamellenpergola.
Heutzutage wird oft auch eine Überdachung zwischen Haus und Garage als Pergola bezeichnet.