article

Strukturformel
Peroxyessigsaeure.png
Allgemeines
Name Peroxyessigsäure
Andere Namen Ethanperoxosäure, Peressigsäure
Summenformel C2H4O3
CAS-Nummer 79-21-0
Kurzbeschreibung farblose, stechend riechende Fl., explodiert beim Erhitzen
Eigenschaften
Molmasse 76,05 g/mol
Aggregatzustand flüssig
Dichte 1,226 kg/m³
Schmelzpunkt 0,1 °C
Siedepunkt 105 °C
Dampfdruck 2100 Pa (25 °C)
Löslichkeit gut in Wasser, Alkohol, Ether und Schwefelsäure
Sicherheitshinweise
R- und S-Sätze R: R10, R7, R20/21/22, R35, R50
S: S(1/2), S3/7, S14, S36/37/39, S45, S61
MAK -
 

Die Peroxyessigsäure (Abk.: PES) ist eine farblose, stechend riechende Flüssigkeit, die sich chemisch von der Essigsäure ableitet und zu den Peroxycarbonsäuren (und damit zu den Peroxiden) gehört. In höheren Konzentrationen kann sich Peroxyessigsäure explosiv zersetzen.

Geschichte


Vorkommen


Gewinnung und Darstellung


In situ lässt sich die Peroxyessigsäure durch Einwirken von Wasserstoffperoxid (H2O2 auf Essigsäure (CH3COOH) herstellen.

Technisch kann PES durch Oxidation von Acetaldehyd hergestellt werden.

Eigenschaften


Physikalische Eigenschaften

Chemische Eigenschaften

Beim Erhitzen (besonders über den Siedepunkt hinaus, sprich: unter Druck) zerfällt die Peroxyessigsäure explosionsartig. Die Verbindung wirkt aufgrund ihrer funktionellen Gruppe stark oxidierend.

PES ist unpolarer als Wasserstoffperoxid und demzufolge etwas fettlöslicher (lipophil).

PES ist eine schwächere Säure als Essigsäure. Ihre Salze können isoliert werden.

Verwendung


Die stark oxidierende Wirkung bedingt den Einsatz als Bleichmittel, u. a. bei Papieren, Textilien und Stärke und als Desinfektionsmittel (in ca. 1%iger Konzentration). Als chemisches Oxidationsmittel wird die Peroxyessigsäure auch zur Epoxidierung von Alkenen eingesetzt.

Sicherheitshinweise


Bei Mensch und Tier wirkt die Peroxyessigsäure stark haut- und augenreizend.

PES zersetzt sich selbstbeschleunigend und ist besonders gegen äußere Erhitzung und Verunreinigung empfindlich. Die exotherme Zersetzung führt zur Erhitzung der Flüssigkeit, die bis zum Aufkochen und Verpuffen führen kann. Die Gefahr nimmt mit der Konzentration und der Gebindegröße stark zu. Die Konzentration technisch eingesetzter Lösungen wird deshalb üblicherweise auf unter 15% beschränkt.

Nachweis


Analysemethoden

Literatur


Weblinks


siehe auch: Peroxide

Chemische Verbindung

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Peroxyessigsäure".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld