Pendler sind Menschen, die einen weiten Weg zu ihrem Arbeitsplatz zurücklegen müssen. Sie sind eine Begleiterscheinung der zunehmenden Zersiedelung.
Pendler sind ländlicher Herkunft oder stammen aus anderen Ballungsräumen, wo keine oder nicht die angemessene Arbeit angeboten wird.
Eine andere Gruppe bildet sich aus Städtern, die die Neubaugebiete in ländlichen Gegenden besiedeln (Zersiedelung) und weiterhin in der Stadt arbeiten und weitere Gruppen sind Pendler, die in benachbarten Städten ihren Arbeitsort haben.
Darüber hinaus gibt es Pendler, die zwischen den Städten eines Ballungsraumes (wie z.B. Rhein-Ruhr) fahren. Weiters gibt es auch jene Pendler, die ein "Haus im Grünen" besitzen und aufgrund dessen zu Wochenendpendlern werden.
Fahrgemeinschaften sind hier häufig ein Mittel, um Kosten einzusparen.
Im Öffentlichen Personen Nahverkehr werden für diesen Personenkreis stark ermässigte Monats- und Jahreskarten angeboten. Ebenso werden von den Verkehrsbetrieben auf besonders stark belasteten Strecken zusätzliche Fahrzeuge morgens für den Weg zur Arbeit und nachmittags für den Weg nach Hause eingesetzt.
Die Gruppe der Pendler kann in verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Nach der Häufigkeit des Pendelns, (täglich oder nur am Wochenende) oder nach der zurückgelegten Wegstrecke in Nah- und Fern-Pendler.
Insgesamt gab es 2004 30 Millionen Pendler in Deutschland, davon ca. 360.000 berufstätige Wochenendpendler (Schüler, Studenten, Selbsständige nicht mitgerechnet). 1,5 Millionen von ihnen legten mehr als 50 Kilometer Fahrstrecke zu ihem Arbeitsplatz zurück und gelten deshalb als Fernpendler. Das häufigste Fortbewegungsmittel ist dabei mit 66% das Auto.
Manche Firmen, wie BMW im niederbayrischen Dingolfing oder die Ford-Werke GmbH für ihre deutschen Standorte, organisieren für ihre weitverstreut wohnende Belegschaft ein firmeneigenes Pendlernetz.
Stellt man das Durchschnittseinkommen in Relation zu den übrigen Lebenshaltungskosten so sind bereits Fahrtdistanzen mit dem PKW zwischen Wohn- und Arbeitsort ab 20 - 40 km (abhängig von der Region) für den Arbeitnehmer nicht mehr finanzierbar. Dabei sind natürlich die tatsächlichen Kilometerkosten des Kraftfahrzeugs anzusetzen. Einzelne Unternehmen bieten auch Monatskarten für den ÖPNV statt Firmenparkplätzen an. Ein Problem dabei ist allerdings, dass die Firmenparkplätze als Sachbezug im Gegensatz zu Monatskarten kaum versteuert werden - somit also die Anreize für eine sinnvolle Verkehrsmittelwahl gering sind. Für den Einzelnen rentiert sich die Anschaffung einer Monatskarte bereits ab 3-6 km an 3-4 Tagen der Woche, die mit dem ÖPNV- gemacht werden können.
Pendeln und dessen staatliche Förderung (Pendlerpauschale) schränkt somit auch den Spielraum das Staatshaushalts ein. Es wird versucht Lösungen zu finden, indem der Modal-Split des Pendelverkehrs zugunsten des ÖPNV verändert wird, da der Fahrpreis pro Personenkilometer ÖPNV nur ca. 1/5 der Kosten des MIV ausmacht und außerdem die Vorhaltekosten für die öffentliche Infrastruktur des ÖPNV (bei entsprechender Nutzung!) wesentlich niedriger als bei individualverkehrsbasierten Transportsystemen liegen.