Peer Steinbrück (* 10. Januar 1947 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist seit 2005 Bundesminister der Finanzen und war von 2002 bis 2005 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit 2005 ist er auch stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender.
Peer Steinbrück ist verheiratet mit der Biologielehrerin Dr. Gertrud Steinbrück, gemeinsam haben sie drei Kinder. Die Familie lebt im Bonner Stadtteil Godesberg-Villenviertel.
Bei der Landtagswahl 2005 gewann Steinbrück als Direktkandidat in dem Wahlkreis 117 (Unna III, Hamm II), der die Städte Bergkamen und Kamen, die Gemeinde Bönen und den Ortsteil Hamm-Herringen umfasst.
Am 6. November 2002 wurde Steinbrück zum Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen (Kabinett Steinbrück) gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Wolfgang Clement an, der das Amt aufgegeben hatte, um Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft zu werden.
Er hat sich in seiner Amtszeit für die umstrittenen Steinkohlesubventionen eingesetzt. In der Schulpolitik hat er die Ganztagsschulen und die Gesamtschulen ausgeweitet. Im Hochschulsektor wurde das nicht unumstrittene Studienkontenmodell eingeführt, mit der Absicht die Studiendauer zu verkürzen, da beim Zweitstudium oder beim Überschreiten der Regelstudiendauer Gebühren von 650 € pro Semester fällig werden.
Während seiner Amtszeit als Ministerpräsident hat sich Peer Steinbrück intensiv für das Ehrenamt eingesetzt.
Am 22. November 2005 wurde Steinbrück als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführte Bundesregierung berufen.
Während seiner Zeit als Finanzminister und später als Ministerpräsident in NRW beschloss der Landtag in den Jahren 2001 und 2002 Haushalte, die nach Auffassung des Landesverfassungsgericht verfassungswidrig waren. Die kreditfinanzierte Bildung von Rücklagen habe gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit verstoßen.
2003 kam Peer Steinbrück im Rahmen der WestLB-Affäre in die Kritik, da er an den Sitzungen des Kreditausschusses nicht teilgenommen hatte, dessen Mitglied er als Ministerpräsident ist. Hinzu kam, dass er dabei nicht auf die damit verbundenen Bezüge verzichtet hatte. Gemäß dem Landesministergesetz und der Nebentätigkeitsverordnung des Landes hat der damalige Finanzminister Peer Steinbrück jedoch alle Einkünfte bis auf 6000 Euro an die Landeskasse abgeführt.
Nachdem die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Steinbrück bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2005 mit 37,1% ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in NRW seit 1954 erreichte und auch die Grünen Stimmen verloren, büßte die ihn stützende rot-grüne Koalition ihre Mehrheit im Landtag ein. Am 22. Juni 2005 wählte der nordrhein-westfälische Landtag Jürgen Rüttgers zum Nachfolger Peer Steinbrücks im Amt des Ministerpräsidenten.
Er wurde von der SPD schon am 13. Oktober 2005 für den Posten des Bundesfinanzministers vorgeschlagen, welchen er am 22. November 2005 antrat.
Mann | Deutscher | Ministerpräsident (Nordrhein-Westfalen) | Landesminister (Schleswig-Holstein) | SPD-Mitglied | Wirtschaftsminister (Nordrhein-Westfalen) | Finanzminister (Nordrhein-Westfalen) | Geboren 1947 | Finanzminister (Deutschland)
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