Peeling ist eine kosmetische Behandlung, bei der oberflächliche Schichten der Haut flächig entfernt werden.
Arten
Beim
oberflächlichen Peeling wird die oberste Hornschicht der Haut mechanisch oder chemisch entfernt. Diese Behandlung wird umgangssprachlich als
Peeling bezeichnet.
Beim mitteltiefen Peeling wird die gesamte Hornschicht chemisch entfernt. Dies muss langfristig vorbereitet werden und benötigt ca. eine Woche bis zur Abheilung.
Beim tiefen Peeling wird die Haut bis zur Kollagenschicht abgetragen.
Die Abheilung benötigt mehrere Wochen. In Europa kaum üblich.
Geschichte
Im alten Ägypten sollen Behandlungen üblich gewesen sein, die dem heutigen oberflächlichen Peeling entsprechen.
Im türkischen Bad (
Hamam) wird traditionell eine Ganzkörperbehandlung mit einem Handschuh aus Ziegenhaar durchgeführt.
In Europa ist Peeling erst seit den 60er Jahren verbreitet.
Heutzutage wird beim oberflächlichen Peeling die oberste Hornschicht der Haut mechanisch oder chemisch entfernt.
Anwendung
Peeling wird angewendet gegen:
- schlechten Teint,
- Pigmentflecken, Pigmentstörungen,
- Fältchen und Falten,
- Hautunreinheiten, vergrösserte Poren,
- Erschlaffte Haut
- bestimmte Akne-Formen
- Verhornungsstörungen der Haut
- Hautnarben (Dehnungs- und Schwangerschaftsstreifen)
Meist wird Peeling an Gesicht, Händen und Dekolleté, ein oberflächliches Peeling auch als Ganzkörperbehandlung.
Vor der Benutzung eines Bräunungsmittels ist ein oberflächliches Peeling sinnvoll, um eine gleichmäßige und haltbare Bräunung zu erzielen.
Wirkungsweise
Grundsätzlich gilt, je stärker ein Peeling, desto tiefere Hautschichten werden dadurch abgetragen. Chemische Peelings (Säuren) lassen das Eiweiß der Haut gerinnen (denaturieren es). So kommt es beispielsweise dazu, dass bei einem Trichloressigsäure-Peeling ein "Frosting" auftritt, d.h. eine weiße Schicht von zerstörtem Protein sichtbar wird. Die Stärke eines Säurepeelings ist abhängig von der verwendeten Konzentration, der Einwirkdauer und wie stark es in die Haut "eingerieben" wird. Je stärker ein Peeling, desto besser die Effekte, desto mehr Nebenwirkungen müssen aber auch einkalkuliert werden.
Risiken
- das oberflächliche Peeling bringt kaum Risiken mit sich. Intensive mechanische Behandlung der Haut fördert allerdings die Verhornung. Personen mit einer ** Infektionsrisiko,
- Schädigung tieferer Hautschichten,
- bei unsachgemäßer Anwendung der Säuren unbeabsichtigte Verätzungen,
- Phenol ist krebserregend und herzschädigend
- Narbenbildung: bei Befolgung aller Ratschläge des Arztes unwahrscheinlich
- dauerhafte Pigmentstörungen, begünstigt durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel und durch UV-Strahlung
- Empfindlichkeit gegen UV-Strahlen: Sonne muss einige Monate nach einem Peeling unbedingt gemieden werden. Wenn man aus dem Haus geht, muss man Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 40 auftragen. UV-Strahlen können das eigentlich schöne Ergebnis, das man sich erhofft, völlig zerstören und großen Schaden anrichten.
Peelingmittel
mechanisches Peeling
- Salzkristalle,
- Zuckerkristalle,
- Scheuerschwämme und harte Bürsten,
- Schleifpartikel aller Art (Tonerde, Sand, Kunststoffpartikel).
- Hanf (Hanföl und feines Hanfschrot)
- Besonders fein zermahlene Bambus-Peeling-Körnchen
chemisches Peeling
- Fruchtsäuren (wirkt oberflächlich, z.B. Glykolsäure)
- Trichloressigsäuren (TCA) (wirkt mitteltief)
- Phenolverbindungen (tiefe Wirkung)
- Retinoidsäuren (Vitamin-A-Säure).
Peeling per Laser
In neuerer Zeit werden auch Peelingverfahren z.B. mit gepulsten Kohlendioxidlasern angeboten.
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