Payerbach ist eine Marktgemeinde mit 2.357 Einwohnern im
Bezirk Neunkirchen in
Niederösterreich.
Geografie
Payerbach liegt im
Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 17,66 Quadratkilometer. 55,54 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Katastralgemeinden
Katastralgemeinden sind Kreuzberg, Küb, Payerbach, Pettenbach und Schmidsdorf, weitere Orte der Gemeinde sind Geyerhof, Mühlhof, Schlöglmühl und Werning.
KG Payerbach
Die Katastralgemeinde
Payerbach bildet den nördlichen Teil der Gemeinde und grenzt im Westen an
Reichenau an der Rax. Sie ist sowohl flächenmäßig als auch von der Einwohnerzahl der größte Teil der Marktgemeinde. Ortsteile von der KG Payerbach sind:
Werning (östlich) und
Geyerhof (nördlich).
KG Küb
Küb (der Name stammt vermutlich vom altslawischen Wort Chyba/Chub) grenzt im Westen an die KG Payerbach, im Süden an Kreuzberg, im Westen an Pettenbach und im Norden an Schmidsdorf; damit liegt Küb umgeben von den anderen vier Katastralgemeinden im Herzen der Gemeinde Payerbach.
Die Katastralgemeinde erstreckt sich rund 500 Meter beiderseits des Küberbach, der ein Zubringer der
Schwarza ist. Mit dem historischen Postamt gibt es eine Touristenattraktion im Herzen von Küb, welche mit der
Semmeringbahn (Haltestelle Küb) zu erreichen ist.
Spricht man von Küb meint man heute meist den nordöstliche gelegenen Teil
Neuküb, tatsächlich liegt das ursprüngliche Küb weiter südlich "am Berg", wo sich zahlreiche Villen befinden.
KG Schmidsdorf
Schmidsdorf liegt im nordöstlichen Teil der Gemeinde und erstreckt sich an der KG Payerbach angrenzend beiderseits entlang der Schwarza bis die Gemeinde
Gloggnitz im Westen. Nördlich von Schmidsdorf liegt
Prigglitz. Zu Schmidsdorf gehören auch die Ortsteile
Mühlhof und am anderen Schwarzaufer
Schlöglmühl.
KG Pettenbach
Pettenbach liegt im Osten der Gemeinde Payerbach und schließt im Süden an den Höllgraben an. An der östlichen Gemeindegrenze schließt der Ort an die beiden gloggnitzer Katastralgemeinden Heufeld und Eichberg an. Durchflossen wird der Ort vom Pettenbachbach, der wie der Küberbach ein Zubringer der
Schwarza ist.
KG Kreuzberg
Die KG
Kreuzberg erstreckt sich vom Ortsteil Payerbach entlang des Payerbachgrabens Richtung Süden bis zur Gemeinde
Breitenstein. Im Osten erstreckt sie sich von der Abzweigung Handlhof und oben am Kreuzberg bis zum sogenannten Dreiländereck, wo die Gemeinden Payerbach, Breitenstein und Gloggnitz aneinandergrenzen.
Nachbargemeinden
Die Nachbargemeinden von Payerbach sind:
Geschichte
Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz
Noricum. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle
Geschichte Österreichs.
Einwohnerentwicklung
Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2357 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 2242 Einwohner, 1981 2551 und im Jahr 1971 2801 Einwohner.
Politik
Bürgermeister der Marktgemeinde ist Peter Pasa, Vizebürgermeister Erwin Klambauer, Amtsleiterin Monika Krenn.
Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2005 bei insgesamt 21 Sitzen folgende Mandatsverteilung:
SPÖ 8, LEK (Liste Erwin Klambauer) 3, PRO-PAYERB. (ÖVP, Liberale und Unabhängige) 10, andere keine Sitze.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Geprägt wurde Payerbach in der Zeit der Monarchie, in der es eine Blüte erlebte. Viele architektonisch wertvolle Bauwerke erinnern noch an diese Zeit. Vor allem durch die
Sommerfrische erlangte Payerbach weithin seinen Ruf. Nunmehr unternimmt es große Anstrengungen an diesem touristischen Erbe wieder anknüpfen zu können. Payerbach ist als Bahnstation Payerbach-Reichenau Ausgangspunkt für viele touristische Unternehmungen geworden. Von hier geht auch die nur mehr im Rahmen einer Museumsbahn geführte
Höllentalbahn nach
Hirschwang weg. Sie bringt Touristen bis zur Talstation der Seilbahn auf die Rax und den Eingang zum Höllental, wo der neu geschaffene romantische Wanderweg entlang der
Wiener Hochquellenwasserleitung bis nach
Kaiserbrunn führt.
Weiters liegt die Marktgemeinde am Weltkulturerbe
Semmeringbahn. Sie kann mit der Bahn über Viadukte und durch Tunnels befahren werden. Man kann aber auch ihre waghalsige Streckenführung durch Berge, über Brücken und Felsgalerien auf dem Bahnwanderweg entdeckend erwandern.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das historische Postamt von Küb, welches als Fernvermittlungsstelle gegründet bereits von Kaiserin Zita und ihrer Gefolgschaft gerne aufgesucht wurde. Heute ist das Postamt nur noch saisonal geöffnet und wird hauptsächlich als Museum geführt.
Am Grillenberg befindet sich ein Schaubergwerk, welches bereits 1791 zum Erzabbau eröffnet und 1892 stillgelegt wurde. Am 5. Oktober 1992 wurde es feierlich durch den Landeshauptmann Siegfried Ludwig eröffnet.
Bekannt aus der Zeit der Sommerfrische ist auch der Payerbacher Pavillon und der gleich daran angrenzende Bootssteg. Beides Motive die auf keiner alten Ansichtskarte der Gemeinde fehlen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 90, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 54. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 954. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,12 Prozent.
Verkehr
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Die Gemeinde Payerbach liegt an der
Semmeringbahn, die im Jahre der Eröffnung
1854 ein Teil der
Südbahn geworden ist. Damals wie heute war die Eisenbahn ein wichtiger Faktor für den Tourismus und Wirtschaft von Payerbach. Markantestes sichtbares Zeichen der Semmeringbahn in Payerbach ist das nun bereits mehr als 150 Jahre alte Viadukt über das Schwarzatal.
Payerbach ist auch der Ausgangspunkt der Höllentalbahn (einer Museumsbahn) nach Hirschwang.
In Ost-West-Richtung verläuft die Höllentalbundesstraße (B 27) von Gloggnitz kommend nach Reichenau. Die B 27 ist neben der Südbahn die wichtigste Verkehrsanbindung, da die im Schwarzatal liegende Gemeinde Payerbach im wesentlichen nur über Gloggnitz oder Reichenau erreicht werden kann. Weitere Verkehrsverbindungen gibt es nach Prigglitz bzw. über Kreuzberg nach Schottwien.
Weblinks
Ort in Niederösterreich
Payerbach