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Pavel Haas (* 21. Juni 1899 in Brünn; † 17. Oktober 1944 im KZ Auschwitz) war ein tschechischer Komponist.

Pavel Haas erfuhr seine erste systematische musikalische Ausbildung mit 14 Jahren in Brünn, studierte 1919 bis 1921 am Brünner Konservatorium bei Jan Kunc und Vilém Petrželka Komposition. Es folgten zwei Jahre an der Musikschule von Leoš Janáček.

Nur 18 seiner mehr als 50 Werke, die in den folgenden 20 Jahren entstanden, versah der selbstkritische Musiker mit Opuszahlen. Noch im Geschäft seines Vaters arbeitend schrieb er Werke aller Gattungen - Symphonische Werke, Klaviermusik, Chorwerke, Lieder, Kammermusik, Film- und Bühnenmusik und die Oper "Scharlatan". Seine Musik, aus böhmisch-mährischen Wurzeln ist gelegentlich von hebräischer Melodik gefärbt.

Im Dezember 1941 wurde Haas in das KZ Theresienstadt deportiert. Seine Werke wurden Teil des geduldeteten Kulturlebens. Von den im Konzentrationslager entstandenen mindestens acht Kompositionen (unter anderem die Vier Lieder nach Worten chinesischer Poesie) blieben nicht viele erhalten. Er wurde im Oktober 1944 in den Gaskammern des KZ Auschwitz einen Tag nach seiner Einlieferung ermordet.

Seine große "Symphonie" blieb unvollendet. Sie wurde 1994 von Zdeněk Zouhar in Haas' Stil instrumentiert.

Weblinks


  • http://www1.uni-hamburg.de/musik/exil/texte/lieder/haas.html

Tschechischer Komponist | Mann | Geboren 1899 | Gestorben 1944

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