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Paula Hitler (auch als: Paula Hiedler - und später als: Paula Wolf oder Wolff (nach einem Spitznamen des Bruders Adolf) (* 21. Januar 1896 Hafeld, † 1. Juni 1960 Berchtesgaden) war eine Schwester Adolf Hitlers.

Leben


Paula Hitler war die jüngste (und einzige überlebende Voll-)Schwester Adolf Hitlers und die Tochter Alois Hitlers und dessen dritter Frau Klara. Nach Aussage ihres Neffen William Patrick Hitler kamen Paula und Adolf in ihrer Kindheit nicht sehr gut miteinander aus. Es soll einige Verstimmungen und Eifersüchteleien gegeben haben, vor allem, da sich Alois Jr. oft auf die Seite der Schwester geschlagen haben soll. Ihr Schicksal nach dem Tod ihrer Mutter (1907) liegt weithin im Dunkeln. Es ist nur bekannt, dass Adolf sie und Angela noch unterstützte. Eine zum Missfallen Adolfs in Wien geschlossene Verlobung der Schwester mit einem (vielleicht nur später so genannten) Juden nennt lediglich Pickert (16). Nach 1938 lebte Paula Hitler allein und unter ärmlichen Verhältnissen in einer Dachstube in Wien. Hier hatte sie sich bereits - offensichtlich auf Betreiben ihres Bruders - den Namen „Wolf“ zugelegt. Dennoch scheint es einem nicht weiter bekannten Dr. Bloch (vermutlich Edward Bloch) gelungen zu sein, diese Wohnung aufzufinden. Bloch kam mit der Bitte, Paula Hitler möge für ihn Fürsprache bei ihrem Bruder halten, dass ihm der Zugang zu seinem Vermögen, das er bei seiner Emigration ins Ausland mitzunehmen gedachte, wiederverschafft würde: Er klopfte an Paulas Tür, erhielt aber keine Antwort, außer der eines Nachbarn, der ihm erklärte, Frau Wolf empfange niemanden.

Ob Adolf, wie manchenorts behauptet wird, seine Schwester vor 1933 finanziell unterstützte, ist nicht gesichert nachweisbar. Laut Eigenaussage gilt sicher, dass sie bis 1938 monatlich 250 Reichsmark, ab 1938 schließlich 500 RM erhielt. Zudem beschenkte sie ihr Bruder an jeder Weihnacht zusätzlich mit 3000 RM. Ob und wann sich das Verhältnis zwischen den Geschwistern normalisiert hat, bleibt offen. Nach William Patrick Hitler, der Paula als „etwas dümmlich“ beschrieb, nahm Adolfs Interesse an der Schwester erst zu, als er sich mit Angela 1938 überworfen hatte. Hierfür ließe sich geltend machen, dass die Schwester den Bruder bei den Bayreuther Festspielen 1939 als Paula Wolf begleitete.

Für 1942 druckt Picker einen Brief ab, der - einem Essenskorb beigefügt - eine entspanntere Beziehung vermuten lässt:

"Liebe Paula! Aus Anlaß meines Geburtstages erhielt ich sehr viel Liebesgaben. Nimm die kleine Kostprobe davon entgegen in dem Wunsch, daß Dir alles gut schmecken möge. * Mit herzlichen Grüßen! Adolf Hitler." (a.a.O., 169).

Eine bereits 1938 von Hitler testamentarisch ausgesetzte Leibrente von je 1.000 RM für Paula wie auch Angela, wurde noch am 29. April 1945 dahingehend präzisiert, dass die Rente »zur Erhaltung eines kleinen bürgerlichen Lebens« (nach: Picker, 168) ausreichen solle.

Im Mai 1945 wurde Paula Wolff von den amerikanischen Besatzungstruppen gefangengenommen und verhört. Neben aller Ungläubigkeit über die Taten ihres Bruders betonte sie, welche Trauer ihr doch der Tod ihres Bruders bereitet habe. "Er sei doch trotz allem ihr Bruder gewesen." betonte sie.

Paula wurde entlassen und kehrte nach Wien zurück, wo sie in einem Kunstgeschäft arbeitete. Am 1. Dezember 1952 zog sie in eine Zwei-Zimmer-Wohnung in der Nähe von Berchtesgaden, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.

Sie wurde auf dem Bergfriedhof bei Berchtesgaden begraben und ist neben ihren Eltern die einzige Person der Familie, die den Namen Hitler auf ihrem Grabstein trägt.

Literatur


  • Henry Picker, Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier; München (Goldmann) 1981 (ISBN 3-442-11234-6)

Weblinks


Frau | Österreicher | Familienmitglied berühmter Person | Geboren 1896 | Gestorben 1960

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