Paul Singer (* 16. Januar 1844 in Berlin; † 31. Januar 1911 ebenda) war das neunte Kind eines jüdischen Kaufmannes, ein deutscher Fabrikant, SPD-Mitbegründer, deren Vorsitzender und Reichstagsabgeordneter.
Paul Singer war zu seiner Zeit neben August Bebel (mit dem zusammen er SPD-Vorsitzender war) und Wilhelm Liebknecht einer der wichtigsten Führer der frühen deutschen Sozialdemokratie. Neben seiner Tätigkeit für die Arbeiterbewegung, für deren Partei er als Jude auch eine wichtige Figur im Kampf gegen den Antisemitismus war, war Singer auch im Bereich der Sozialpolitik, durch sein Wirken im Berliner Asylverein für Obdachlose und durch sein Wirken in der jüdischen Gemeinde in Berlin außerordentlich populär. Singer finanzierte 1884 die Gründung des Berliner Volksblatts, das nach dem Auslaufen des Sozialistengesetzes 1891 Grundlage für die Wiedergründung des Vorwärts, des Zentralorgans der SPD, wurde. Seine Beerdigung, zu der fast eine Million Menschen kamen, wurde zum größten Trauermarsch, den Berlin je gesehen hat. Er wurde auf dem Sozialistenfriedhof beigesetzt.
Mann | Deutscher | SPD-Mitglied | Reichstagsabgeordneter | Unternehmer | Geboren 1844 | Gestorben 1911
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